Kriminalität

Kreis Mettmann: Telefonbetrüger treiben wieder ihr Unwesen

Immer wieder versuchen Betrüger am Telefon, Senioren um Geld und Wertgegenstände zu bringen – wie nun wieder im Kreis Mettmann.

Immer wieder versuchen Betrüger am Telefon, Senioren um Geld und Wertgegenstände zu bringen – wie nun wieder im Kreis Mettmann.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Im Kreis – und auch in Heiligenhaus – sind wieder Telefonbetrüger unterwegs. Senioren wurden Opfer. Polizei gibt Tipps, wie man sich schützt.

Im Kreis Mettmann sind wieder Telefonbetrüger unterwegs – auch in Heiligenhaus. Das teilte die Polizei mit. So seien alleine am Donnerstag, 16. Juli, kreisweit insgesamt 24 versuchte Betrugstaten gemeldet worden, bei denen bisher noch unbekannte Täter Senioren angerufen hatten. Zwar blieben die meisten Taten ohne Folgen, weil die Angerufenen den Schwindel rechtzeitig bemerkten. Leider sei es aber zu vereinzelten Fällen gekommen, bei denen ältere Menschen um Schmuck und zum Teil erhebliche Geldsummen gebracht worden waren.

Enkeltrick, Corona-Notlage und falsche Polizisten

Die von den Betrügern benutzten Legenden reichten vom herkömmlichen „Enkeltrick“, über angebliche „Corona-Notlagen“, bis hin zu Anrufen „falscher Polizeibeamte“ – und das „in allen kreisangehörigen Städten“, wie Polizeisprecher Ulrich Löhe berichtete. Dabei wurde ein Ratinger Ehepaar (80 und 85 Jahre alt) am 13. Juli Opfer und händigte nach dem Anruf der vermeintlichen Schwiegertochter 27.000 Euro an Kriminelle aus. Auf einen Betrug fiel einen Tag später auch eine 96-jährige Mettmannerin herein, die um 12.000 Euro sowie diverse Schmuckstücke gebracht wurde – ihr wurde vorgegaukelt, ihre Tochter befinde sich in Not. In beiden Fällen war eine angebliche Corona-Behandlung angeführt worden, für die viel Geld benötigt werde.

Nun rät die Polizei allen Bürgern, am Telefon wachsam zu sein, insbesondere, wenn sich Personen als Verwandte, Bekannte oder Amtsträger ausgeben und als solche nicht zweifelsfrei erkannt werden. Es sollten auch niemals Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgegeben werden, nach finanziellen Forderungen solle unbedingt Rücksprache mit anderen Familienmitgliedern oder den angeblich beteiligten Ämtern und Dienststellen unter der sonst üblicherweise verwendeten Telefonnummer gehalten werden.

Im Verdachtsfall die Polizei anrufen

Zudem sollten Bürger niemals unbekannten Personen die Tür öffnen oder Geld oder andere Wertgegenstände übergeben – auch nicht angeblichen Mitarbeitern von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten. Im Verdachtsfall solle möglichst eine Vertrauensperson hinzugezogen sowie die Polizei angerufen werden, auch unter der Notrufnummer 110. Daneben sollten Angehörige mit älteren Familienmitgliedern sprechen und auf die verschiedenen Betrugsvarianten wie „Enkeltrick“ oder „falsche Polizeibeamte“ hinweisen.

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