Veranstaltung

Konzertmeile Heiligenrock lockt Musikfans in die Innenstadt

Rainer Schulte (v.l.), André Saar, Pascal Breitgoff, Tom Karrenberg und Azouagh Riad vom Arbeitskreis Gastronomie freuen sich auf die zehnte Ausgabe der Musikmeile Heiligenrock.

Rainer Schulte (v.l.), André Saar, Pascal Breitgoff, Tom Karrenberg und Azouagh Riad vom Arbeitskreis Gastronomie freuen sich auf die zehnte Ausgabe der Musikmeile Heiligenrock.

Foto: Uwe Möller

Heiligenhaus.   Sieben Örtlichkeiten laden am 4. Mai mit satten Gitarrenklängen zum Feiern in der Innenstadt ein. Heiligenrock begeistert schon seit zehn Jahren.

Ein Stapel kleiner blauer Flyer liegt auf dem Schreibtisch von Stadtmarketing-Koordinator André G. Saar. Die Heftchen dürften bei vielen Heiligenhausern bekannt sein. Sie kündigen seit einem Jahrzehnt die Musikmeile „Heiligenrock“ an und tun das auch in diesem Jahr. Am Samstag, 4. Mai, greifen sieben Bands in sieben verschiedenen Örtlichkeiten zu den Instrumenten. Musikalisch macht die Veranstaltung des Stadtmarketing-Arbeitskreises Gastronomie ihrem Namen alle Ehre.

Aus den Gaststätten werden satte Gitarrenklänge in die Innenstadt hinaus schallen. Mal mit jeder Menge Wumms dahinter, mal mit einer Prise Groove und mal ohne jegliche elektronische Verstärkung. Gespielt wird überwiegend Coverrock in verschiedenen Variationen.

Kein Einheitsbrei

Von Einheitsbrei kann dennoch nicht die Rede sein, findet Stadtmarketing-Koordinator André G. Saar: „Wir haben extra darauf geachtet, dass jede Band ihren ganz eigenen Charakter und Stil hat. Aber der Fokus liegt klar auf Coversongs, weil das am besten beim Publikum ankommt.“

Zu Beginn der Veranstaltung werden in der Kniffte, Hauptstraße 142, leise Töne angeschlagen. Drei Singstimmen, zwei Gitarren, einen Bass und Percussions – mehr brauchen Big Taste Light nicht. Seit Jahrzehnten verleihen die Musiker aus Heiligenhaus und Umgebung Coversongs ihre eigene akustische Note. „Wir möchten, dass die Bands zum Ambiente passen und das passt in die Kniffte“, sagt André G. Saar. Beginn des Konzertes ist um 18 Uhr. Gespielt wird bis circa 22 Uhr.

Einige Locations fehlen

Ebenfalls um 18 Uhr beginnen Bigfoot mit Rock-Klassikern der 70er Jahre. Die Songs von Black Sabbath, ZZ Top und Deep Purple lassen die Rathaus-Wände wackeln. Der große Sitzungssaal ist zum ersten Mal als Veranstaltungsort mit dabei. Saar: „Wir sind froh, dass der Bürgermeister uns seine gute Stube zur Verfügung stellt.“

Dem Arbeitskreis seien nämlich aus verschiedenen Gründen Locations verloren gegangen. Das Köpi3, die Schlemmertrasse und das Havanna gibt es nicht mehr. „Die beiden Kirchen sind diesmal leider auch nicht dabei und das Hofcafé an dem Tag kann nicht“, zählt Saar auf. Also musste Ersatz her. „Im Schnitt haben wir gut 1500 Besucher, die brauchen Platz. Viele Gaststätten in Heiligenhaus sind relativ klein und der Sitzungssaal hat sich schon an Altweiber als Location bewährt.“

Open Air im Rathaus Innenhof

Aus Platzgründen verlagern KvR (Kurz vor Rente) ihr Programm vom Treff am Rathaus, Hauptstraße 165, auf den Innenhof. „Das ist eine von zwei Open-Air-Veranstaltungen. Falls es regnet, stellen wir Pavillons auf“, berichtet Saar. Die Coverband aus Düsseldorf hat Songs von Lynyrd Skynyrd über Thin Lizzy bis zu den Beatles im Programm. Los geht es um 19 Uhr.

Eine Stunde später ist die Konzertmeile im Bürgerhaus, Hauptstraße 209, angekommen. Ab 20 Uhr greift das Acoustic Duo Krysmah, sprich K-rys-mah, zu den Instrumenten. Detlef Kornath und Frank Nerger sind seit 2003 national und international unterwegs. Das Acoustic-Duo spielt Rock und Pop-Klassiker aus den letzten 40 Jahren.

Von der Tanzschule bis zum Thum am Dom

In der Aulen Schmet, Hauptstraße 109a, gibt es das nächste Open-Air-Konzert. Auf dem ehemaligen Parkplatz der Firma Strenger spielen sich Groove Center quer durch die Musikgeschichte. Die sechköpfige Band hat von Michael Jackson über Bruno Mars bis hin zu Simply Red alles im Repertoire, was in die Beine geht. Los geht’s ab 20.30 Uhr.

Bei der Band Tribute to ist der Name Programm. Die Musiker widmen ihre Show Idolen wie Status Quo, Creedence Clearwater Revival und den Kinks. Die Coverband aus Frechen bei Köln legt ab 20.30 Uhr in der Tanzschule Heigl, Hauptstraße 175, los.

Zu guter Letzt greifen Full Ampere in die Saiten. Der Name lässt erahnen, dass sie bei ihrem Programm den Verstärker voll aufdrehen. Das Programm ist elektrisierend. Mit dabei sind Songs von AC/DC, U2, Police und Lady Gaga. Full Ampere spielen ab 21 Uhr im Thum am Dom, Hauptstraße 134.

Weitere Musik-Veranstaltung steigt im September

In diesem Jahr wird es nicht nur eine Musikmeile in der Stadt geben. Stadtmarketing-Koordinator André G. Saar und der Arbeitskreis Gastronomie werden im September eine weitere Veranstaltung ins Leben rufen. Bei Viertel-Klang soll es allerdings deutlich ruhiger zugehen, als beim traditionellen Heiligenrock. Das Prinzip ist jedoch ähnlich.

In fünf verschiedenen Lokalitäten gibt es am Samstag, 7. September, was auf die Ohren. Rock und harte Gitarrenriffs stehen in der Kniffte, St. Suitbertus und dem Ratssaal jedoch nicht auf dem Programm. „Viertel-Klang ist das genaue Gegenteil“, erklärt André G. Saar. Das musikalische Angebot reicht von Folk über Jazz bis hin zu Klassik und Chormusik. 19 verschiedene Acts werden es sein. Sie alle spielen 45 Minuten und das parallel. „Mann muss sich also entscheiden, wem man lauschen möchte.“

Erinnerungen ans Jazz Weekend

„Es wird ein völlig anderes Programm, dass eher an das einstige Jazz Weekend erinnert. Dieses konnten wir aus Kostengründen nicht mehr veranstalten, werden aber immer noch häufig darauf angesprochen“, sagt Saar.

Das Musik-Festival Viertel-Klang wird aus verschiedenen Töpfen finanziert. Die Veranstaltung findet nicht nur in Heiligenhaus, sondern auch in Velbert, Wuppertal und Solingen statt. Alle vier Städte beteiligen sich auch an der Finanzierung und unterstützen somit die anderen.

Festival wird vom Land gefördert

„Wir finanzieren Viertel-Klang mit einer viertstelligen Summe aus den Erlösen von Heiligenrock“, erklärt Saar. Außerdem wird das Musik-Festival zu 50 Prozent vom Land gefördert.

Der Name Viertel-Klang stammt übrigens vom Stadtviertel, das zum Klingen gebracht werden soll. „In Heiligenhaus ist das etwas schwierig, weil in den einzelnen Vierteln wenig Gastronomien sind. Wir haben die Oberstadt als Rahmen genommen“, sagt Saar. Die bietet genügend Platz für das kleine Festival. Wer bis zum 30. Juni sein Heiligenrock-Bändchen in der Aulen Schmet abgibt, bekommt die Karte für Viertel-Klang vergünstigt. Normal kosten die Tickets zwölf Euro, mit Bändchen sind es zehn.

>>> VORVERKAUF UND ABENDKASSE

  • Die Musikmeile Heiligennock findet am Samstag, 4. Mai, statt. Karten gibt es im Vorverkauf bei allen teilnehmenden Betrieben sowie im Bürgerbüro, Hauptstraße 159. Die Karten kosten im Vorverkauf 10 Euro und an der Abendkasse 12 Euro.
  • Laut André G. Saar wird an jedem Veranstaltungsort der Einlass reguliert, so dass es in den einzelnen Locations nicht zu voll wird. Jede Räumlichkeit hat eine Obergrenze.
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