Arbeitswelt

Kita-Leiterin Eva Henkels kennt keine Langeweile in Heljens

„Ich bin zwar die Leiterin, aber auch Spielfreund, Telefonistin, Klofrau und manchmal die Köchin“: Eva Henkels mag ihren abwechslungsreichen Beruf sehr, besonders die Arbeit mit den Kindern.

Foto: Ulrich Bangert

„Ich bin zwar die Leiterin, aber auch Spielfreund, Telefonistin, Klofrau und manchmal die Köchin“: Eva Henkels mag ihren abwechslungsreichen Beruf sehr, besonders die Arbeit mit den Kindern.

Eva Henkels arbeitet seit 40 Jahren in der Heiligenhauser Kindertagesstätte Unter’m Himmelszelt. Und bisher ist kein Tag wie der andere gewesen.

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Seit 40 Jahren arbeitet Eva Henkels in der Kita Unter’m Himmelszelt, am 2. November feierte sie ihr schon eher ungewöhnliches Jubiläum. „Da wundern sich die Leute immer, warum ich am 2. angefangen habe. Aber der erste November ist ja ein Feiertag“, schmunzelt Henkels. Immerhin 15 von diesen 40 Jahren hat sie auch die Leitung der Kita inne – und immer noch jeden Tag Spaß an ihrem Beruf.

Denn eigentlich, das weiß Henkels schon lange, sind es gleich mehrere Berufe auf einmal: „Ich bin zwar die Leiterin, aber auch Spielfreund, Telefonistin, Klofrau und manchmal die Köchin“, zählt sie lächelnd auf. Sehr abwechslungsreich sei der Beruf – das ist, was sie zu schätzen weiß. „Dass sich eine bestimmte Situation genau gleich wiederholt, das gibt es eigentlich nicht. Es kommt immer irgendetwas Neues.“ Sie muss es wissen, denn die Geschichte von Eva Henkels ist auch die vom Himmelszelt, das nur drei Monate vor ihrer Einstellung öffnete.

88 Kinder werden derzeit betreut

„Mit Kindern zu arbeiten, ist schön und man kann viel von ihnen lernen“, weiß Eva Henkels. 88 Kinder besuchen zur Zeit die Kita in der Oberilp, knapp 80 von ihnen bleiben bis mindestens zwei Uhr nachmittags und dementsprechend gut kennt sie die Kleinen. „Dass den ganzen Tag über so viele Kinder hier sind, das gab es zu Anfang nicht. Da kamen dafür mittags die Hortkinder, die nach der Schule betreut wurden. Die brauchten natürlich eine ganz andere Ansprache als die Kleinen, auch das fand ich sehr spannend“.

Das bunte Miteinander im Kindergarten weiß sie zu schätzen und so manches Mal fühlt sich Henkels, die nächstes Jahr 60 wird, an ihre früheren Zeiten erinnert, wenn Kinder von früheren Kita-Kindern angemeldet werden. „Als die ersten ankamen, dachte ich: Jetzt bist du alt“, erinnert sie sich und lächelt.

In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich gern mit Handwerklichem, liest oder malt. Und wenn die Velberterin von „meiner Gemeinde“ spricht, dann meint sie die in Heiligenhaus, die, in der die Kita-Kinder immer wieder in Gottesdiensten auftreten und aus der Pfarrerin Kirsten Düsterhöft alle vier Wochen in die Räume an der Rhönstraße kommt, um mit den Kleinen zu singen und ihnen die christlichen Feste zu erklären.

Wertgeschätzt durch Spielanfragen

„Wertschätzung für meine Arbeit erfahre ich, wenn die Kinder auf mich losgestürmt kommen und fragen, ob wir was zusammen spielen können“, sagt Henkels und mag auch die Ehrlichkeit ihrer Schützlinge. „’Du bist ja schon eine Oma, du hast ja graue Haare’, so was hört man dann eben auch mal“, erzählt sie und betont, dass es ihr wichtig sei, viel mit den Kindern zu lachen. Das hält ja bekanntermaßen jung und gesund und sorgt dann mit dafür, dass noch viele kleine Heiligenhauser mit Eva Henkels spielen können.

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