Kirchengemeinden

Katholische Gemeinde plant Neuerungen im Gemeindeleben

Anja Tackenberg (v.l./Lithurgieausschuss), Pastor Nicolae Nuszer und Silke Reker (Vorsitzende des Pfarrgeimeiderates) haben mit der Gemeinde einiges vor.

Anja Tackenberg (v.l./Lithurgieausschuss), Pastor Nicolae Nuszer und Silke Reker (Vorsitzende des Pfarrgeimeiderates) haben mit der Gemeinde einiges vor.

Foto: Verena Sarnoch

Heiligenhaus.  In Heiligenhaus starten in diesem Monat die Gottesdienste wieder. In Zukunft sollen Familien durch Treffen enger an die Gemeinde gebunden werden.

Die katholische Gemeinde startet wieder, mit neuen Ideen für alle Altersgruppen: Nach dem coronabedingten Stopp für viele Gruppen und Gottesdienste geht es im September los, unter anderem mit Familienmesse und After-Job-Messe.

2015 wurde vom Erzbistum Köln der „Pastorale Zukunftsweg“ angetreten – „Es geht dabei um die Erneuerung des Glaubenslebens“, erläutern Pastor Nicolae Nuszer und Silke Reker, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, „die Gesellschaft verändert sich, es gibt weniger Gläubige, weniger Priester.“

Gedanken zur Zukunft der Gemeinde gemacht

Was das für die Gemeinde bedeutet, wie man die Gläubigen erreichen und ihnen zeitgemäße Angebote machen kann, ihren Glauben zu leben, darüber haben sich Nuszer, der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat viele Gedanken gemacht.

„Man muss bei sich selbst anfangen – mit dem Pastoralen Zukunftsweg beginnt etwas Neues, eine neue Art den Glauben zu leben“, so Nuszer, der sich als ersten Schritt mit einer Gruppe von zehn bis 15 Leuten einmal pro Woche zu einem Glaubensabend trifft.

Beteiligung ist erwünscht

Die Tendenz, alles beim Alten zu belassen, läge oft nahe, den Aktiven gehe es aber darum, die Gemeinde für Neuerungen zu begeistern und mitzunehmen. Beteiligung ist dabei erwünscht: Das „Seelsorgebereichsforum“, das am Dienstag, 6. Oktober, stattfindet, ist eine Gelegenheit, über die Zukunft der katholischen Kirche vor Ort zu diskutieren.

Interessierte treffen sich in der Kirche St. Suitbertus, dann erfolgt eine Live-Schaltung nach Köln zum Generalvikar, der den Gläubigen Fragen beantworten und sie informieren wird. Eine vorherige Anmeldung ist notwendig und kann entweder im Pfarrbüro, nach den Sonntagsmessen oder telefonisch unter 02056-929514 stattfinden. Nach der Veranstaltung ist auch ein Video davon verfügbar.

Erster Gottesdienst noch in diesem Monat

Mit der spirituellen und geistigen Erneuerung beginnt die Gemeinde aber auch jetzt schon: Beispielsweise mit der After-Job-Messe am Mittwoch, 23. September, um 19.30 Uhr. Angesprochen werden sollen hier auch gerade Berufstätige, die auch unter der Woche einmal innehalten wollen, „denn auch wenn das Leben gerade wieder in geordneteren Bahnen verläuft als im Frühjahr, ist es doch oft noch sehr anstrengend“, so Anja Tackenberg aus dem Liturgieausschuss.

Umtrunk nach der Messe

Nach der Messe findet ein Umtrunk statt, damit die Teilnehmer miteinander ins Gespräch kommen können. Auch die Familienmesse wird wieder in den Sonntag integriert, „wir haben festgestellt, dass sich durch Corona die Zahl der aktiven Gemeindeglieder verringert hat, gerade Familien sind derzeit seltener in der Kirche“, berichtet Anja Tackenberg.

In der Familienmesse – die erste findet am Sonntag, 20. September, um 11.15 Uhr in St. Suitbertus statt – wird extra ein Teil der verfügbaren Plätze für Familien reserviert.

Nachgeholt wird außerdem der Segnungsgottesdienst, der eigentlich zu Beginn des Jahres stattfindet und für die Familien der Täuflinge seit März 2019 gedacht ist. Am Samstag, 3. Oktober, um 15 Uhr beginnt der Gottesdienst, anschließend sind alle herzlich zum Kaffeetrinken eingeladen.

Familien enger an Gemeinde binden

Und zu der Nachfolgeveranstaltung: Im November gibt es ein „adventliches Taufcafé“, dass dieser Gruppe die Möglichkeit geben soll, in Kontakt zur Kirche und untereinander zu bleiben. „Wir wollen, dass sich die Familien in der Gemeinde zuhause fühlen“, sind sich Nuszer, Tackenberg und Reker einig. In der Folge soll ein solches Treffen circa alle drei Monate stattfinden.

Auch für die etwas älteren Kinder, die die Erstkommunion hinter sich haben, soll ein neues Angebot entstehen. „Es soll ein katechetisches Projekt sein, das die Nachhaltigkeit im Glauben sichert“, erklärt Pastor Nicolae Nuszer, „das Format soll ähnlich sein wie das des Kommunionsunterrichts, die Themen aber breiter gestreut, dazu sollen Tagesveranstaltungen und Fahrten kommen.“

Unterstützung gibt’s von einem Mitarbeiter-Pool

Unterstützt werden die bisherigen Ehrenamtler von einem Pool neuer Mitarbeiterinnen, darunter auch Lehrer. Für die gibt es dann auch noch ein weiteres Einsatzgebiet, denn was für die Kinder nach der Erstkommunion gilt, soll zukünftig auch für diejenigen, die gefirmt wurden, angeboten werden.

„Auch hier wollen wir ein Angebot machen, das die Kinder anspricht, christliche Themen sollen altersgemäß angegangen werden“, so Anja Tackenberg. Und letztendlich bleiben auch die Eltern nicht außen vor: „Damit innerhalb der Familie Glaubensleben möglich ist“, erklärt Nuszer, „wollen wir auch für die Eltern der Kommunionskinder Glaubensabende anbieten“ Gestartet werden soll hier mit der Kommunionsvorbereitung nach den Herbstferien.

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