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Junge Tänzer trainieren für den großen Auftritt

Casper (links) und Liam (rechts) gehören zur Jungen-Gruppe des Tanzateliers, die einen Capoeira einstudiert. Er wird bei der „Tänzerischen Weltreise“ am kommenden Samstag aufgeführt

Foto: Heinz-Werner Rieck

Casper (links) und Liam (rechts) gehören zur Jungen-Gruppe des Tanzateliers, die einen Capoeira einstudiert. Er wird bei der „Tänzerischen Weltreise“ am kommenden Samstag aufgeführt

heiligenhaus.   Jungen-Gruppe des Tanzateliers studiert einen Capoeira-Tanz ein. Für die Aufführung der „Tänzerischen Weltreise“ am Samstag gibt es noch Karten.

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Konzentriert hört Casper zu, was seine Tanzlehrerin für Anweisungen gibt. Dann geht die Musik an. Der siebenjährige Junge scheint in eine andere Welt zu versinken, mit einem seligen Lächeln auf den Lippen ist ihm kein Sprung zu anstrengend, keine Übung zu schwer. Die Musik endet, die Anspannung fällt ab und Casper grinst. „Das machst du sehr schön, du hast fehlerfrei durchgetanzt“, lobt ihn Charlotta Gensler, die die „Boys Class“-Gruppe des Tanzateliers trainiert. Mit Casper üben Liam und Bele (beide ebenfalls sieben Jahre) am Capoeira (ein brasilianischer Kampftanz), den sie bei der „Tänzerischen Weltreise“ mit mehr als 150 Teilnehmern am kommenden Samstag in der Aula des Gymnasiums aufführen.

Outfit wie kleine Kämpfer

Die kleinen Balletttänzer sehen in ihren schwarzen Unterhemden und Strumpfhosen und mit der schwarzen Bemalung an Armen und im Gesicht aus wie kleine Kämpfer. Genau das sollen sie auch darstellen. „Es ist im Ballett immer noch so, dass Männer wesentlich mehr springen müssen als Frauen. Also trainieren wir das jetzt schon, auch wenn das richtig anstrengend ist.“ Konzentration, Koordination, körperliche Fitness, das alles lernen die drei Jungs bei einem Sport, der absolut nicht nur was für Mädchen ist.

Doch gerade heute fällt es Liam schwer, sich auf seine Schritte zu konzentrieren. „Die Schminke verläuft, das lenkt mich ab“, beschwert er sich. Doch eben auch Disziplin gehört für jeden Primoballerino unbedingt mit zu den notwendigen Fähigkeiten: „Du hast auf der Bühne genau nur eine Chance“, ermahnt ihn Charlotta Gensler mit Blick auf die Aufführung.

Spaß an diesem für Jungen ungewöhnlichen Sport

Und noch etwas ist da, das die Jungs alle mitbringen, den Spaß an diesem ungewöhnlichen Sport. „Ich tanze schon seit drei Jahren“, sagt Liam. „Ich habe es immer bei meiner Schwester gesehen und meine Mutter kann auch tanzen.“ Die freut sich, dass auch in ihrem Sohn die Begabung für das Balletttanzen steckt. „Ich finde es toll, dass er es macht und natürlich fände ich es schade, wenn er irgendwann die Freude daran verliert. Aber das würde ich dann auch akzeptieren“, so Mama Olga Zeißler. „Und man muss dazu sagen, dass das auch nicht jeder Vater mitmacht. Ich bin froh, dass wir da durch meinen Mann so eine große Unterstützung haben.“

Und auch Casper hat die ersten Tanzschritte von seiner Mama. „ich finde, das macht einfach super viel Spaß und den Mädchen in meiner Klasse ist das auch egal.“ Seit drei Jahren übt Casper in der Tanzschule und zu Hause regelmäßig. Und mit ihrem Kriegertanz sind die Jungs der Beweis dafür, dass Tanzen auch echt cool und männlich sein kann.

>>> KARTEN GIBT ES IM TANZATELIER

  • Die Vorstellung der tänzerischen Weltreise findet am Samstag, 18. März, um 15 Uhr in der Aula des Immanuel-Kant-Gymnasiums, Herzogstraße 75, statt. Einlass ist ab 14 Uhr.
  • Mehr als 150 Kinder und Erwachsene reisen tänzerisch mit um die Welt und präsentieren spezifische Tänze und Musik aus mehr als 16 Ländern.
  • Karten gibt es im Tanzatelier Heiligenhaus, Hauptstraße 221, und unter (0176) 658 010 15. Infos zum Kursangebot: www. tanzatelier-heiligenhaus.de.

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