Kommentar

Jeder kann helfen – nicht nur, wenn Leben in Gefahr ist

Zum Thema Ehrenamt bei der Feuerwehr kommentiert Katrin Schmidt

Zum Thema Ehrenamt bei der Feuerwehr kommentiert Katrin Schmidt

Heiligenhaus.   Wer sich nicht selbst bei der Feuerwehr in Heiligenhaus engagiert, kann trotzdem helfen. Etwa, einen Ast nach einem Sturm entfernen – und mehr.

Mit einem Held fing alles an: Als Dr. Julius Held vor 150 Jahren die Zeitungsannonce setzte, waren die Zeiten noch ganz andere. Doch damals wie heute ist eins gleich: Es gibt viele freiwillige Menschen, die ihre Zeit und manchmal auch ihr Leben einsetzen, um anderen Menschen zu helfen. Wissen Sie, wie es ist, wenn der Pieper geht? Wenn Heiligabend ist, Sie aber aufbrechen müssen, weil ein Menschenleben in Gefahr ist? Wie es sich anfühlt, von einem Einsatz zurückzukehren, bei dem man alles getan hat, aber am Ende doch nicht helfen konnte, ein Leben zu retten? Nein, das wissen wir alle nicht, die sich nicht freiwillig einsetzen, ob bei der Feuerwehr, dem THW, dem DRK, der DLRG.

Was wir, der große Rest, aber tun sollten, ist überlegen, ob wir nicht doch helfen könnten. Ob der Ast, der beim Sturm auf die Straße gefallen ist, nicht auch von uns entfernt werden kann. Dass der Keller, der unter Wasser stand, natürlich von uns selbst gereinigt wird. Dass wir Verständnis haben, wenn ein Einsatzfahrzeug die Straße versperrt, weil dort geholfen wird - weil es auch wir sein könnten, denen geholfen werden muss.

Der Respekt gegenüber Einsatzkräften sinkt - überall, auch in unserem Dorf, wie wir es selber liebevoll nennen. Deshalb kann man nicht oft genug danke sagen, an alle Ehrenamtlichen sämtlicher Institutionen: Danke, dass ihr euch freiwillig um unsere Sicherheit kümmert. Wir wünschen euch: Kommt immer gesund vom Einsatz wieder. Was bleibt, auch nach 150 Jahren, sind eben viele weitere Helden.

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