HeljensSteine

„HeljensSteine“ erobern Heiligenhauser Herzen

Bianca Herzig, Christine Keßler, Waltraud Herzig (v.l.n.r.) bemalen mit viel Freude „HeljensSteine“, die dann im Stadtgebiet ausgelegt werden. Foto:

Bianca Herzig, Christine Keßler, Waltraud Herzig (v.l.n.r.) bemalen mit viel Freude „HeljensSteine“, die dann im Stadtgebiet ausgelegt werden. Foto:

Foto: Carsten Klein

Heiligenhaus.  Der Trend der „painted rocks“ kommt aus den USA. In Heiligenhaus heißen die bunt bemalten Steine „HeljensSteine“ und erobern das Stadtgebiet.

Wer sich in Heiligenhaus gut umschaut, kann seit einiger Zeit beim Spazierengehen bunt bemalte Steine entdecken. Es gibt sie mit Kürbisgesichtern, Glückspilzen oder Katzen bemalt, manche zieren Schweine, Wichtel oder filigrane Traumschlösser. Verziert und abgelegt werden die „HeljensSteine“ von einer Gruppe begeisterter Maler, die jetzt auch bei Facebook zu finden ist. Jeder der Lust hat, kann mitmachen.

Waltraud Herzig und ihre Tochter Bianca gehören zu den Gründern dieser Gruppe, der sich jeder gerne anschließen kann. „Eine Bekannte meiner Tochter aus Hattingen bemalt schon länger Steine und hat ihr zwei davon geschenkt. Die hat sie mir gezeigt und ich war begeistert“, erzählt Waltraud Herzig von ihrem ersten Kontakt mit den bunten Steinen. Seit einem halben Jahr malt sie nun selbst, ebenso zwei ihrer drei Töchter.

Steine sollen Freude und Glück schenken

„Die Steine werden in und um Heiligenhaus versteckt, um den Findern Freude und Glück zu schenken“, erklären die Gruppenmitglieder auf Facebook. Dieses doch recht neue Hobby hat nicht nur in Heiligenhaus Fans, überall in Deutschland boomt der farbenfrohe Trend. Die landesweite schleswig-holsteinische Gruppe „Küstensteine“ hat mittlerweile fast 30.000 Mitglieder, in Hattingen sind es immerhin schon rund 2.500. Ursprünglich kommt die Idee aus den USA, wo die bemalten Steine „painted rocks“ genannt werden.

Das Schöne an der neuen Freizeitbeschäftigung ist, dass das benötigte Material nicht teuer beschafft werden muss, sondern im wahrste Sinne „auf der Straße liegt“. „Wir sammeln unsere unbemalten Steine beim täglichen Spaziergang mit den Hunden“, erzählt Waltraud Herzig, „manche zeigen durch ihre Form direkt an, was für ein Motiv sie tragen werden“.

Wer einen Stein findet darf ihn behalten oder an einem anderen Ort platzieren

Eines ihrer Fundstücke sah schon unbemalt einem Meerschweinchen recht ähnlich und wurde dementsprechend bemalt. Bevor die Steine ihr Motiv bekommen, sollten sie gut gereinigt werden, empfiehlt die Heiligenhauserin, „ganz einfach mit Wasser und Seife“. Am liebsten malt sie selbst übrigens Tiermotive, denn: „Es macht einfach Spaß und bringt den Findern Freude“.

Auf der Rückseite der Steine, die übrigens nur dort abgelegt werden sollten, wo nichts durch sie beschädigt werden kann, findet sich der Hinweis auf die Facebook-Seite, mit der Bitte, dort zu melden, wo eins der kleinen Kunstwerke gefunden wurde. Dann, so wünschen es sich die Steinmaler, sollten die Exponate behalten oder an einem anderen Ort wieder „ausgewildert“ werden. Einer hat es immerhin schon bis Cuxhaven geschafft.

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