Freizeit

Heljensbad freut sich über eine gut besuchte Freibadsaison

An vielen Tagen war das Heljensbad gut besucht. Insgesamt kamen im Sommer rund 67.000 Badegäste.

An vielen Tagen war das Heljensbad gut besucht. Insgesamt kamen im Sommer rund 67.000 Badegäste.

Foto: Ulrich Bangert

Heiligenhaus.  Rund 67.000 Gäste haben im Sommer im Heiligenhauser Freibad gebadet. Die Verantwortlichen erwarten jedoch künftig keine Besucherrekorde mehr.

Im Heljensbad freuen sich die Verantwortlichen nach dem heißen Sommer über eine gutbesuchte Freibadsaison. Aufgrund vieler schöner, warmer Tage sind insgesamt rund 67.000 Menschen ins Freibad gekommen. Damit kommt die jüngste Saison fast an den rekordverdächtigen Sommer von 2018 heran, als bei wochenlanger Hitze und Sonnenschein insgesamt gut 70.000 Menschen das Freibad besuchten.

„Wir hatten einen schönen Sommer und die Freibadsaison war zufriedenstellend“, sagt Badleiter Holger Brembeck. Der Vergleich zum noch besseren Vorjahr dämpft seine Freude. „Damals hatten wir eine längere Sonnenperiode mit mehreren schönen Tage und Wochen am Stück“, erinnert er sich. Dagegen seien die Temperaturen diesmal an Sonnentagen teils schon zu hoch gewesen. So sei es für das Heljensbad kontraproduktiv, wenn das Thermometer auf 42 Grad Celsius ansteige. „Das ist den meisten Leuten schon zu heiß für ein ausgiebiges Sonnenbad.“

Erfolgreiche Schwimmflügel-Kampagne

Geholfen habe allerdings, dass der Kiekert-Parkplatz für Freibadbesucher an Wochenenden seit dem 24. August endlich wieder zur Verfügung stand – dies habe die Besucherzahlen zum Saisonende nochmal gesteigert. Denn traditionell kommen laut Holger Brembeck viele Badegäste aus den Nachbarstädten und dem Ruhrgebiet. Insbesondere aus Essen und Düsseldorf, wo es in Freibädern zu Streit und sogar Schlägereien gekommen war, seien Menschen zum Schwimmen und Sonnetanken nach Heiligenhaus gefahren. „Sie sind lieber bei uns, weil wir hier Ruhe haben“, erläutert der Badleiter, der stolz darauf ist, dass das Heljensbad keine eigenen Sicherheitsleute braucht. Dass jedoch Freibäder in der Region mitunter negativ in den Schlagzeilen waren, habe teilweise Hysterie ausgelöst und „die schadet den Bädern“ – ob in Heljens oder andernorts.

Jedoch konnten die Mitarbeiter des Heljensbads mithilfe der WAZ und anderer Medien einen Erfolg verbuchen: Eine eigene Heiligenhauser Kampagne wurde überregional sehr positiv wahrgenommen: Sie sollte Eltern aufrütteln, ihre kleinen Kinder nicht ohne Schwimmflügel herumlaufen zu lassen. Ebenfalls alljährlich erfolgreich seien Aktionen wie der Schüler-Duathlon oder das An- und Abschwimmen der Modellbauer. „Die ziehen immer neue Besucher an, die dann später bei uns schwimmen“, freut sich Holger Brembeck, „Denn unsere größte Werbung ist Mundpropaganda.“ Ausschlaggebend für eine gute oder schlechte Saison sei dennoch immer das Wetter. Das habe sich etwa vor dem Hitzesommer 2018 gezeigt, „da hatten wir manchmal ganz verregnete Sommerferien“. Die Folge: Zuletzt sprangen nur rund 35.000 Besucher ins Schwimmbecken – bis dann der Hitzesommer 2018 kam.

Besucherrekorde wie in den 70ern und 80ern nicht mehr möglich

Sollte es in den kommenden Jahren zu wochenlangem Sonnenschein kommen, rechnen die Verantwortlichen allerdings trotzdem nicht mehr mit neuen Rekorden. „Die hohen Besucherzahlen aus den 70ern und 80ern werden wir nicht mehr erreichen“, ist sich Brembeck sicher und begründet dies: „Das Freizeitverhalten der Leute hat sich generell geändert.“ Jedoch will er mit seinem Team daran arbeiten, dass die nächste Freibadsaison so toll wie möglich wird.

Neues Winterprogramm für die Hallenbadsaison

Inzwischen hat aber wieder die Hallensaison begonnen – und diese lockt ein ganz anderes Publikum an die Selbecker Straße. „Unser Fokus liegt jetzt auf Familien mit kleinen Kindern, auf Reha-Gruppen und Kursangeboten“, so Holger Brembeck. Die Saison werde bislang hervorragend angenommen. Allein in den Schwimmkursen, die im Oktober beginnen, seien 170 Plätze belegt. „Für Vierzehn- bis 25-Jährige ist das Hallenbad allerdings völlig uninteressant“, räumt Brembeck selbstkritisch ein. Nicht zuletzt, weil das Heljensbad im Jahr 1972 gebaut wurde und den Bedürfnissen dieser Altersgruppe an einem Freizeitbad nicht mehr genüge.

Aufgeben will er Jugendliche und junge Erwachsene als potenzielle Badegäste natürlich nicht. So arbeitet sein Team derzeit am nächsten Winterprogramm, das für Angebote für Jung und Alt bieten soll. So ist etwa ein Meerjungfrauenschwimmen geplant sowie ein Tauchen mit virtuellen Unterwasserwelten. Denn ob im Sommer oder Winter, das Heljensbad soll ein Aushängeschild für Heiligenhaus bleiben.hier gibt es mehr artikel und bilder aus heiligenhaus

Schwimmen wie eine Meerjungfrau
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