Stadtfest

Heiligenhauser und Freunde feiern gemeinsam ihr Stadtfest

Liz, und Barbara aus Basildon freuen sich auf tolle Stadtfest-Tage

Liz, und Barbara aus Basildon freuen sich auf tolle Stadtfest-Tage

Foto: Uwe Möller

Heiligenhaus.  Ein volles Programm wartet auf die Stadtfestbesucher. Samstag gilt es auf der Trödelmeile zu stöbern, am Sonntag präsentieren sich die Vereine.

Die Karussell-Flugzeuge drehten ihre ersten schwungvollen Runden über dem Rathausplatz, auf dem Kirchplatz wurde von den jüngsten Stadtfestbesuchern schon fleißig in der Nähe der baggernden und pritschenden Beach-Volleyballer im Sand gebuddelt – und die Mansfielder Coverband „Ready Steady 60’s“ brachte ihr Publikum von der großen Bühne am Rathaus aus voll in Stimmung.

Also alles im besten Sinne wie immer kurz vor der offiziellen Eröffnung des Stadtfestes durch Bürgermeister Michael Beck am Donnerstag. Der hieß alle Gäste aus Nah und Fern herzlich willkommen und fasste kurz und prägnant zusammen, was die Heiligenhauser jedes Jahr aufs Neue von Donnerstag bis Sonntag in die Stadtmitte strömen lässt: „Die Party geht weiter!“ Er hoffe auf eine gute Stimmung und ein friedliches Fest mit einem wohlgesonnenen Wettergott, so Beck – auch ein paar Regentropfen ließen die Stadtfestfans allerdings nicht verzagen. Die Stehtische und Bänke der umliegenden Gastronomien waren gut besetzt, und verschiedene Leckereien von der französischen Salami bis zum griechischen Souvlaki-Spieß lockten an die Stände.

Flaggen werden gehisst

Eine Neuerung gab es zur Eröffnung: Unter musikalischer Begleitung des Dudelsackensembles der VHS, das die Europahymne intonierte, wurden die Flaggen von Heiligenhaus und seinen Partnerstädten feierlich gehisst. Der Abend stand dann am Rathaus ganz im Zeichen der Musik: Tomkante spielte deutsche Pop-Rock-Songs und Florian Franke und Band lieferten schillernde Klangfarben. Auf dem Kirchplatz lieferten sich die Teilnehmer der Kreismeisterschaften der Männer im Beachvolleyball spannende Spiele.

Große Trödelmeile wartet am Samstag

Am heutigen Samstag wartet von 8 bis 16 Uhr unter anderem die große Trödelmeile, die sich „mit diesmal fast 200 Ständen“, wie Michael Beck betonte, entlang der Hauptstraße erstreckt, auf interessierte Käufer. Ab elf Uhr startet das Programm im Rathaus-Innenhof: Hüpfburg und Schminkstand stehen für die kleinen Besucher bereit, außerdem gibt es märchenhafte Momente mit der Märchenerzählerin Anna. Um 12 Uhr beginnen die Ensembles der Musikschule Heiligenhaus mit ihren Auftritten, die sich im wahrsten Sinne des Wortes hören lassen können.

Der Sonntag steht wie immer ganz im Zeichen der Vereine, ab elf Uhr präsentieren sich auf der Hauptstraße viele Gruppen mit den unterschiedlichsten Aktionen. Wer Feuerwehrleute tanzen sehen möchte, sollte sich um elf Uhr im Bereich der SSVg Heiligenhaus einfinden, wo die Rettungskräfte zusammen mit den Linedancern des Vereins auftreten werden.

Viel Programm gibt es auch hinter dem Kirchplatz

Dass am Kirchplatz nicht Schluss ist mit den Aktionen und einem vielfältigen Programm, darauf weisen die evangelische Kirche, das Tanzstudio und die Einzelhändler hin, die sich ebenfalls einiges haben einfallen lassen. Ab 11.45 Uhr treten die Chöre der Gemeinde, die Kinder der Kitas „Himmelszelt“ und „Arche“ auf der Bühne vor der Alten Kirche auf, außerdem wartet eine Chill-Ecke und eine Luftballonaktion. Im Strickladen „Wollwattwurm“ gibt es ab 13 Uhr einen Häkelworkshop für Schlüsselanhänger, die Buchhandlung Kotthaus und Beer lädt zum Glücksraddrehen und Waffeln ein und die Tanzschüler von Daniela Hepke zeigen ab 14 Uhr ihr Können.

Die Party geht weiter – den liebsten Ort zum Mitfeiern darf sich jeder selber suchen.

>> Heiligenhauser Jugend steht auf Beachvolleyball

Das Bühnenprogramm des Stadtfests bietet nur wenig für Jugendliche, findet die 15-jährige Jannika Schlipköther. Doch um sie und ihre Altersgenossen in die Innenstadt zu locken, gibt es eine Geheimwaffe: Den Sandstrand auf dem Kirchplatz. Denn am Freitag trainierten gut 120 Schüler des Kant-Gymnasiums dort auf dem Beachvolleyballfeld. „Die Atmosphäre ist viel besser als in einer stickigen Halle“, sagte die Neuntklässlerin beim Freiluftunterricht. Mit Trainern des TVH übte Jannika mit Mitschülern, einen Volleyball hinter dem Rücken zu fangen und baute Kraft mit Liegestützen und Sit-ups auf. „Ich habe jetzt wieder Blut geleckt“, sagte Jannika fröhlich, die bereits früher einige Jahre im Verein gespielt hat.

Dass sie nun mit Freunden die Teams bei den täglichen Volleyballturnieren anfeuert, ist für sie nun gesetzt. „Das ist für uns ein Grund, hier hinzukommen.“ Und so schlendern die Jugendlichen vielleicht doch noch zum ein oder anderen Konzert auf den Rathausplatz.

„Die Aktion ist großartig“, sagte Sportlehrerin Ingrid Kohlen, nicht zuletzt, weil die Schüler durch die TVH-Trainer eine Expertenmeinung zu ihrer Fitness erhielten. „Auf Sand ist Volleyball viel anstrengender, aber die Hemmungen, sich hinzuschmeißen, viel geringer. Sand tut niemandem weh“, sagte Trainer Patrick Schegene. Und die Schüler waren mit großem Spaß und Eifer dabei. Das freute Schegene, denn er kennt den großen Nutzen, den so eine gelungene Aktion für den Turnverein hat: „Das ist eine tolle Nachwuchswerbung“, für alle Abteilungen.

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