Reisetipps

Heiligenhauser setzen im Urlaub auf Sonnengarantie

Viele Menschen zieht es im Sommerurlaub in warme Gefilde – so wie hier Mallorca.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Viele Menschen zieht es im Sommerurlaub in warme Gefilde – so wie hier Mallorca. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Heiligenhaus.   Heljenser buchen ihren Urlaub früh. Griechenland und Spanien sind die Hauptziele. Verbraucherzentrale rät zur Vorsicht bei Last-Minute-Angeboten.

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Der Sommer versorgt nicht nur die Heiligenhauser derzeit schon fleißig mit Sonne. In ganz Deutschland zeigt sich das Frühjahr von seiner strahlendsten Seite. In die Ferne zieht es viele Urlauber in den Ferien trotzdem: Denn Meer, Strand und All-Inclusive-Hotels finden sich in Heiligenhaus trotz Sonne-Wonne nicht. Und weil die vielen von Fernweh Getriebenen mit dieser Witterung auch nicht rechnen konnten, wurden die meisten Ziele schon rechtzeitig ins Auge gefasst.

„Heiligenhauser sind Frühbucher“, weiß Annette Schröder, Geschäftsführerin des Reisebüros im Rathaus-Center: „Im Januar oder Februar möchten die meisten ihre Reise dingfest machen.“ Wohin das Flugzeug die Urlaubsreifen bringen soll, das sei in diesem Jahr einfach zu beantworten: Hauptsache in die Sonne. „Griechenland ist heiß begehrt“, erzählt Schröder, mitnichten jedoch ein heißer Tipp für ein Schnäppchen. Der Ausflug auf die griechischen Inseln sei ein verhältnismäßig teurer Spaß.

Türkei ist wieder im Kommen

Ähnliches gelte für die Kanaren und Dauerbrenner Mallorca. Denn dass gewisse Reiseziele beliebter werden, geschehe nicht unbemerkt: „Die Preise dort wurden natürlich entsprechend angehoben.“

Wer doch lieber im Land bleiben möchte, den ziehe es, berichtet Schröder, meist an die Ost- oder Nordsee – ohne Garantie für blauen Himmel. Sicherheit für Sonne gibt es hingegen in der Türkei oder in Ägypten. Und nach einer kleinen Flaute dieser Urlaubsziele wegen Reisewarnungen dürstet es Sonnenanbeter mittlerweile wieder nach den großen Anlagen mit Pools, Restaurants und direkter Nähe zu kilometerlangen Stränden, sagt Schröder: „Diese Länder sind klar wieder im Kommen.“

Die meisten Heiligenhauser Familien würden ans Meer reisen mit All-Inclusive und Unterhaltungs-Programm im Gepäck, „gelegentlich wird auch gewandert“, sagt Elke Wünnenberg vom Tui Reise-Center an der Hauptstraße. Immer beliebter werde außerdem das schwimmende Hotel. „Kreuzfahrten sind vor allem bei Familien der ganz große Renner“, sagt Wünnenberg, „es wird jetzt schon für 2020 gebucht.“ Entsprechend ist an Bord für diese Saison auch im Reisebüro nichts mehr zu machen.

Vorsicht bei Last-Minute-Schnäppchen

Wer erst jetzt so langsam sein Handtuch auf dem Reise-Markt auswirft, für den gibt es trotzdem noch einzelne Sitzplätze in Fliegern zu sämtlichen Zielen. „Es ist noch alles zu haben, es ist nur eine Frage des Preises.“ Denn kurzfristig sei alles möglich, erläutert die Reise-Expertin, „preiswert ist das aber nicht unbedingt.“ Auch die Flugzeiten müsse man nehmen, wie sie kommen, nahe Flug-Ziele könnten etwa mit einem Umstieg verbunden und gewünschte Unterkünfte nicht mehr verfügbar sein. Man bekommt, was übrig ist. „Wen das nicht stört, der hat alle Freiheiten“, bestätigt Wünnenberg.

Vorsicht sei dennoch bei so genannten „Last-Minute-Schnäppchen“ geboten, vor allem im Internet. Denn „Last-Minute“ sind nur diejenigen Reisen, die 14 Tage und weniger vor Reisebeginn gebucht werden. „Alles andere ist bereits Etikettenschwindel“, erklärt Andreas Adelberger von der Verbraucherzentrale Velbert/Heiligenhaus. Besonders im Internet sollten Urlauber beim Buchen darauf achten, dass sie keinen „pseudo Eckdaten“ auf den Leim gehen. Denn allein die Vier-Sterne-Kategorie sage noch nichts beispielsweise über die Größe des Zimmers aus. Die Zusicherung, was Lage oder Hotelzimmer angehe, könne der Kunde schon eher im Reisebüro erhalten: „Dort kann man sagen, was man möchte und sich auch Details absichern lassen“, erklärt Adelberger.

Unseriöse Anbieter erkennen

Unseriöse Anbieter erkenne man bereits am Internetauftritt durch die Überprüfung des Impressums oder der Verschlüsselung der Daten durch https-Kennzeichnung in der Browserzeile. Zudem sollten Kunden darauf achten, dass sie mit Kauf einer Reise den zugehörigen Sicherungsschein erhalten.

Allgemein gelte für Schnäppchen-Jäger: „Es gibt nie etwas zu verschenken“, Billig-Angebote können schöner Schein sein, der die Sicht zu versteckten Kosten blendet. Beispielsweise könne im Angebot der Transfer oder das Reisegepäck im Flieger fehlen. Wer auf diese Hinweise achtet, dem stehe auch ein Urlaub ohne böse Überraschungen bevor, bestätigt Adelberger: „Denn es geht nicht nur um den Preis, es geht am Ende auch um den Erholungswert.“

>>> VERBRAUCHERZENTRALE HILFT BEI FRAGEN

  • Die Verbraucherzentrale bietet bei allen Anliegen vor, während und nach dem Urlaub Unterstützung an. Verbraucher können sich dort beraten lassen oder Kontakte zu Anwälten und anderen Experten erhalten.
  • Die Beratungsstelle in Velbert, Friedrichstraße 107, ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9.30 bis 13.30 Uhr sowie montags und donnerstags zwischen 14.30 und 18 Uhr geöffnet, 02051/ 8090181.

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