Planspiel Börse

Heiligenhauser Schüler entdecken spielerisch die Börse

Beim Planspiel Börse

Beim Planspiel Börse

Foto: Funke Foto Services

Heiligenhaus.   Beim Planspiel Börse handeln auch Heiligenhauser Schüler wieder unter realen Bedingungen mit Wertpapieren.

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Europas größtes Börsenplanspiel für Schüler startet am 7. Oktober in die 33. Spielrunde. Auch Schüler aus Heiligenhaus können beim Planspiel Börse wieder mit einem fiktiven Startkapital von 50 000 Euro ihr Glück am Aktienmarkt versuchen. Bislang haben sich auf lokaler Ebene in Heiligenhaus, Erkrath, Mettmann und Wülfrath 20 Teams auf Einladung der Kreissparkasse Düsseldorf angemeldet. In der vergangenen Spielrunde traten dort 51 aktive Teams gegeneinander an. Damals waren zwei Gruppen der Gesamtschule mit einem ersten und zweiten Platz erfolgreich.

Gespielt wird in Teams von drei bis acht Personen (empfohlen für Schüler ab der Mittelstufe) die sich in den Klassen selbst zusammenfinden können. Die Schüler eröffnen ein eigenes Depot und handeln unter realen Bedingungen mit 175 vorgegebenen Wertpapieren mehrerer europäischer Börsen. Ziel ist, wie am richtigen Aktienmarkt, möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften. Abgerechnet wird nach realen Börsenkursen. Grundgedanke des 1983 ins Leben gerufenen Börsenspiels ist jedoch nicht, zum „Zocken“ zu verleiten, sondern die Zusammenhänge der Kapitalmärkte verstehen lernen und gemeinsame Entscheidungen herbeizuführen.

In zwei Kategorien zum Erfolg

Die Teilnehmer erleben, wie sich Unternehmensnachrichten, politische Entscheidungen oder wirtschaftliche Entwicklungen auf die Aktienkurse auswirken. Dadurch lernen sie wichtige wirtschaftliche Zusammenhänge kennen, die sie in Zukunft gut gebrauchen können.

Gespielt wird in zwei Kategorien. In der Kategorie „Depoterfolg“ gewinnt das Team, das in den zehn Spielwochen am meisten Kapital erwirtschaftet hat. Um den Jugendlichen ein tieferes Bewusstsein für verantwortungsvolles Wirtschaften und Geld anlegen zu vermitteln, wird seit einigen Jahren auch die Nachhaltigkeit ihrer Anlageentscheidungen bewertet. Wer mit den entsprechende gekennzeichneten „nachhaltigen“ Wertpapieren am geschicktesten handelt, kann sich in der Kategorie „Nachhaltigkeitserfolg“ durchsetzen.

In beiden Kategorien stiftet die Kreissparkasse Düsseldorf den Siegerteams auf lokaler Ebene Geldpreise im Wert von jeweils 300, 200 und 100 Euro. Der Rheinische Sparkassen- und Giroverband (RSGV) vergibt zusätzliche Preise. Die Gewinner werden zudem zu einer Siegerehrung auf lokaler Ebene eingeladen. Ein Termin hierfür stehe noch nicht fest, teilte die Stadtsparkasse auf Anfrage mit. Die deutschlandweit erfolgreichsten Teams fahren zur Siegerehrung nach Berlin.

Die WAZ Lokalredaktion Heiligenhaus wird beim Planspiel Börse ein Team der Städtischen Gesamtschule begleiten und über die Erfahrungen der Schüler berichten.

„Risiken am Aktienmarkt breit streuen“ 

„Gut informiert sein ist das wichtigste Grundprinzip für den Handel an der Börse“, sagt Sabine Bröker von der Sparkasse in Heiligenhaus. Sowohl am realen Markt als auch beim Planspiel Börse müsse man verstehen, was eine Aktie überhaupt ist und wie sich das Weltgeschehen auf ihren Kurs auswirken könne, empfiehlt Bröker tägliche Nachrichtenlektüre: „Die aktuelle Lage bei VW ist ein gutes Beispiel.“

Anleger sollten ihre Risiken möglichst breit streuen – also nicht nur in Deutschland, sondern auch auf anderen Märkten in der Welt investieren. „Mit Fonds, also einem Bündel an Aktien, ist man beispielsweise breiter aufgestellt als mit einzelnen Wertpapieren“, rät Bröker.

Beim Planspiel Börse zählt der kurzfristige Erfolg

Generell sollte man nur Geld anlegen, das man übrig hat und langfristig investieren kann, um Kurskrisen zu überstehen. „Das Planspiel Börse ist wegen der zehnwöchigen Dauer natürlich viel spekulativer. Hier zählt der kurzfristige Erfolg“, sagt die Expertin. Beim Planspiel und in der Realität gebe es jedoch kein Patentrezept für den Kauf der richtigen Aktie. „Manche sind eben risikofreudiger als andere, das hängt von der Mentalität ab“, so die Vermögensberaterin. Derzeit biete der deutsche Aktienmarkt jedenfalls Chancen für einen Einstieg.

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