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Heiligenhauser Kitas und Schulen sparen Energie

Ausgezeichnet: Elf Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen haben an der Aktion „Heiligenhaus aktiv fürs Klima“ 2015 und 2016 teilgenommen. Das Geld wollen sie in weitere Maßnahmen investieren.

Foto: Heinz-Werner Rieck

Ausgezeichnet: Elf Kitas, Grundschulen und weiterführende Schulen haben an der Aktion „Heiligenhaus aktiv fürs Klima“ 2015 und 2016 teilgenommen. Das Geld wollen sie in weitere Maßnahmen investieren. Foto: Heinz-Werner Rieck

Heiligenhaus.   2551 Euro haben elf Bildungseinrichtungen 2016 durch eine Klimaschutzaktion eingespart. Energiemanagerin wirbt um langfristige Fortsetzung.

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Elf Bildungseinrichtungen aus Heiligenhaus haben im vergangenen Jahr insgesamt 2551 Euro an Energiekosten eingespart – rund vier Prozent der Gesamtenergiekosten. So konnten 13 Tonnen CO2 weniger verbraucht werden als im Vorjahr. Das ist das Ergebnis der Aktion „Heiligenhaus aktiv fürs Klima in Kitas und Schulen“ im vergangenen Jahr. Aufgestockt durch Fördergeld haben die Einrichtungen am Donnerstag im Umweltbildungszentrum Bonus-Schecks im Gesamtwert von 6377 Euro erhalten. 2015 waren es 8900 Euro. Das Geld soll in weitere Klimaschutzmaßnahmen investiert werden.

Wie schon im Jahr 2015 hatte die externe Energiemanagerin Jeannette Raschke die vom Bundesumweltministerium geförderte Aktion in den teilnehmenden Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen begleitet. „Gerade in den Kitas ist es wichtig, die nächste Generation für einen guten Umgang mit Ressourcen zu sensibilisieren“, sagt sie. Die Projektleiter der Einrichtungen bekamen mehrere Workshops, Raschke war an mehreren Terminen vor Ort und eine Kollegin von ihr führte den Warmen-Pulli-Tag durch.

Elf Einrichtungen führten über 200 Projekte durch

Über 200 Klimaschutzprojekte haben die elf Einrichtungen in vergangenen zwei Jahren umgesetzt. In der Kita Löwenzahn lernten die Kinder anhand kleiner Mülltonnenmodelle, wie die Mülltrennung funktioniert. „Wir trennen in jeder der fünf Gruppen bewusst den Müll“, sagt Erzieherin Ellen Müller. Mit dem Thema Abfall hätten sich auch andere Einrichtungen beschäftigt, ergänzt Jeannette Raschke.

So wie die Grundschule Regenbogen. Dort beschäftigten sich die Schüler aber auch mit der Einsparung von Heizkosten. „Denn wenn wir zu viel Energie verbrauchen, dann geht die Stadt pleite“, sagte eine Schülerin bestimmt. Außerdem setzte die Schule eine CO2-Ampel ein, mit der gemessen werden kann, wann es wieder Zeit ist zum Lüften. „Die Ampel kann zusammen mit einer Klimakiste weiterhin bei der Stadt ausgeliehen werden“, sagt Raschke.

Klimaforscher beurteilen Qualität der Raumluft

Die Adolf-Clarenbach-Schule bildete Viertklässler zu Klimadetektiven aus, die das Thema Energie sparen auch zu Hause ansprachen, so Lehrerin Kathrin Schuster. Und an der Gesamtschule bildete Chemielehrer Jens Bullmann die Schüler seines Förderkurses Naturwissenschaften der fünften Klasse zu Klimaforschern aus. Sie beurteilten die Raumluftqualität und stellten fest, dass zu selten gelüftet wird. „Wir wollen die Klimaforscher jetzt auch in den Lehrplan mit aufnehmen“, sagt Bullmann.

Auch der Immobilienservice der Stadt setzte mehrere Energiesparmaßnahmen um wie Installation von Türdichtungen und Isolation von Warmwasserleitungen, sagt Sarah Warchola von der Stadtverwaltung.

Energiemanagerin wirbt um Fortführung der Aktion

„Es wäre schön, wenn das Projekt fortgeführt wird“, sagte Jeannette Raschke. „Wir werden in den Ausschüssen eine Fortführung vorschlagen“, versprach Bürgermeister Jan Heinisch. Nachdruck bekommt diese Aussage durch Unterschriften der bisherigen Aktionsteilnehmer, die sich am Donnerstag für das Weitermachen aussprachen.

>>> BÜRGERMEISTER WILL AUCH BEI DER STADT WEITER SPAREN

  • Am Projekt teilgenommen haben: Kita Isenbügel, Kita Steppkeshaus, Kita Löwenzahn, Adolf-Clarenbach-Schule, Gerhard-Tersteegen-Schule, Grundschule St. Suitbertus, Grundschule Schulstraße, Grundschule Regenbogen, Immanuel-Kant-Gymnasium, Realschule und Gesamtschule.
  • Bürgermeister Jan Heinisch will auch bei der Stadtverwaltung weitere Energiesparmaßnahmen umsetzen. So sollen Heizventile ausgetauscht werden und Warme-Pulli-Tage eingeführt werden. In der Stadt könne noch viel gespart werden, zum Beispiel bei der Straßenbeleuchtung, die 400 000 Euro im Jahr koste.

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