Umwelt

Heiligenhauser Kinder erobern den herbstlichen Wald

Am beliebtesten ist bei allen Kindern gerade jetzt, wo es doch recht frisch ist, das Stockbrotbacken am Lagerfeuer.

Am beliebtesten ist bei allen Kindern gerade jetzt, wo es doch recht frisch ist, das Stockbrotbacken am Lagerfeuer.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Beim Entdeckercamp im Heiligenhauser Umweltbildungszentrum sind die Kinder kreativ. Und züchten sogar ihren eigenen Baum für den Bürgerwald.

Auf dem Fensterbrett im Umweltbildungszentrum (UBZ) trocknen Lampions im Herbstblattdesign, auf dem Hof ist ein Holzkonstrukt sorgsam abgedeckt und etliche der Waldcamp-Kinder tragen stolz selbstgebaute Zwillen mit sich herum. Das Entdeckercamp ist auch in diesen Herbstferien wieder genauso beliebt wie lustig und lehrreich – auch dank eines mittlerweile bewährten Hygienekonzepts.

„Seit dem Sommercamp haben wir ja zum Glück schon Erfahrung mit der Umsetzung des Hygienekonzepts und außerdem jetzt noch mal die Bedingungen angepasst“, berichtet Förster Hannes Johannsen. „Die Kinder sind diesmal sogar in vier statt in drei Gruppen aufgeteilt, das rotierende System, bei dem jede Gruppe tageweise jede Station besucht, haben wir beibehalten, weil es super funktioniert hat.“

32 Kinder verbringen ihre Ferien im Wald

Insgesamt 32 Kinder, elf Junior-Betreuer und zwölf erwachsene Betreuer verbringen die zweite Herbstferienwoche im und am UBZ, im Wald und am Waldmuseum: In der Bastelgruppe werden die Lampions, die Zwillen und Waldwebrahmen angefertigt, in der Werkgruppe dürfen die Kinder Holz suchen und verarbeiten, schrauben, feilen und mitbauen: An dem angesprochenen Holzkonstrukt nämlich, das eine Miniatur-Nachbildung des Abtskücher Turms wird.

An der „Wild auf Wald“-Station warten eine Waldrallye und eine Tierspurensuche, an der „Baumschulen“-Station leitet Förster Hannes Johannsen die Mädchen und Jungs beim Sammeln von Samen von Bäumen und Sträuchern an. „Aus den Walnüssen und Elsbeeren und anderen Samen ziehen wir dann Bäume und Sträucher, die kommen alle in den Bürgerwald“. Gesammelt werden diese Samen natürlich nur im eigenen Forstrevier und daraus entsteht dann ein Pflanzkamp, eine „Baumschule des Försters für das eigene Revier“, wie Johannsen erklärt.

Kinder können ihren eigenen Baum züchten

Und damit auch nach dem Entdeckercamp alle noch etwas zu tun haben, bekommt jedes Kind drei Eicheln in einem Blumentopf mit nach Hause - zum Aufziehen und späteren Einpflanzen im Bürgerwald. Am fünften, stationenfreien Tag des Entdeckercamps machen die Senior-Betreuer Programm, Lucie zum Beispiel baut mit der Fuchsgruppe eine ganze Stadt: „Wir reden darüber, was eine nachhaltige, umweltfreundliche Stadt ausmacht. Dann entwerfen wir einen Stadtplan, suchen im Wald nach geeigneten Materialien und bauen eine Mini-Stadt, zum Beispiel mit begrünten Gebäuden, vielen Grünflächen oder der Nutzung von Wasserkraft.“ Eine grüne Oase zum Luftholen ist nicht nur diese Stadt, sondern das ganze Entdeckercamp - Langeweile ausgeschlossen. Hier lesen Sie weitere Nachrichten aus Heiligenhaus.

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