Jugendkulturfestival

Heiligenhauser Jugendliche erproben ihre künstlerischen Talente

Wie Sprayen richtig geht – das konnten Kinder und Jugendliche in einem Workshop im Club lernen.

Wie Sprayen richtig geht – das konnten Kinder und Jugendliche in einem Workshop im Club lernen.

Foto: WAZ FotoPool

Der Club Heiligenhaus beteiligte sich an diesem Wochenende erstmals an der langen Nacht der Jugendkultur. Viele Workshops luden die Kinder und Jugendlichen dazu ein, einfach mal etwas Neues auszuprobieren und ihre künstlerischen Talente zu entfalten.

Das Herz für die Kultur begeistern, dass war das Motto des Jugendkulturfestivals, das in diesem Jahr zum ersten Mal auch in Heiligenhaus stattfand. Im Club konnten die Teenager künstlerisch tätig.

Einfach mal etwas wagen, das ist ein Aspekt des Jugendkulturfestivals Nachtfrequenz – die lange Nacht der Jugendkultur. „Zum ersten Mal fand sie bei der Kulturhauptstadt 2010 statt, seitdem jedes Jahr in ganz NRW. In diesem Jahr sind wir das erste Mal dabei und sehr zufrieden über die vielen Teilnehmer“, freut sich Ubald Stark vom Club Heiligenhaus. Rund 60 bis 70 Jugendliche, so schätzt er, haben an den Kunstworkshops teilgenommen.

Unter dem Motto Heartbeat stand das Heiligenhauser Festival. „HE als Anlehnung an Heiligenhaus, aber wir wollen auch die Jugendlichen fragen: Wofür schlägt dein Herz? Wir wollen sie motivieren, etwas Neues zu machen, eine künstlerische Ader zu entdecken und einfach mal zu testen“, erklärt Ubald Stark. „Es soll ein Anstoß für sie sein, sich einmal damit auseinander zu setzen, sich überhaupt für Kultur zu interessieren.“

SOLL und BoomC haben bereits entdeckt, wofür ihr Herz schlägt: Graffiti. Sie sprayen schon länger. „Ich fand das klasse, dass das hier angeboten wird, denn man hat ja nicht so viele legale Möglichkeiten zum Sprayen“, berichtet SOLL. Das ist sein Künstlername und steht als Erkennungszeichen an seinen Graffitis. „Untereinander wissen wir dann, wer was gemacht hat“, erklärt er. Anregungen kann er sich bei Felix Plien aus Rheinberg holen, der als Graffitikünstler den Jugendlichen Hilfestellung gibt: „Ich zeige ihnen, wie man überhaupt die Dose hält, wie man richtig sprayt.“ Und die Kids trauen sich, sind mit Leidenschaft dabei.

Der Heiligenhauser Künstler Thomas Pischke ist derweil mit einigen Kids damit beschäftigt, die Club-Fenster mit Tapeart zu dekorieren: „Hier können die Jugendlichen lernen, mit Formen zu spielen,“ erklärt er. „Das Tolle an der Veranstaltung ist, dass die Kinder einfach mal herum experimentieren können und so vielleicht auch die Scheu vor Kunst verlieren.“

Wie faszinierend Kunst sein kann, stellen die Jugendlichen auch beim Workshop Lichtgraffiti fest. In einem dunklen Raum luden die Fotokünstler Mathes Demmer und Torben Schmitz die Kids ein, sich in Pose zu werfen und diese für 30 Sekunden zu halten. „Die Kamera macht am Anfang ein scharfes Bild. Durch die lange Belichtungszeit wird dann mit Lichteffekten quasi ein Graffiti ins Bild gezeichnet“, erklärt Torben Schmitz.

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