Freizeitsport

Heiligenhauser fuhr mit Rad zu Nordsee - an einem Tag

Peter Köller aus Heiligenhaus hat mit seinem Fahrrad eine 300 Kilometer lange Strecke zur Nordseeküste zurückgelegt.

Peter Köller aus Heiligenhaus hat mit seinem Fahrrad eine 300 Kilometer lange Strecke zur Nordseeküste zurückgelegt.

Foto: Uwe Möller

Heiligenhaus.   Peter Köller ist bei der Ruhr2NorthSea-Tour 300 Kilometer Fahrrad an einem Tag gefahren. Und das, obwohl er ein passionierter Läufer ist.

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300 Kilometer mit dem Fahrrad an einem Tag: für die meisten eine unvorstellbare Herausforderung. Nicht so für 700 Leute, die bei der „Ruhr2NorthSea“-Tour teilgenommen haben. Darunter auch der Heiligenhauser Peter Köller. Der erfahrene Ausdauersportler hat WAZ-Mitarbeiter Simon Klaus von der Radtour zur Nordsee berichtet.

Wie läuft so ein Tag, an dem man 300 Kilometer mit dem Rad fährt?

Peter Köller: Um 4.30 Uhr ging es in Duisburg am MSV-Stadion los. Natürlich sehr früh, allerdings stehe ich auch beruflich häufig sehr früh auf. Eine von der Tourleitung entwickelte App hat uns den Weg bis ins Ziel im ostfriesischen Bensersiel gezeigt. Ich bin alleine zum Start gefahren, habe aber Anschluss an eine Gruppe aus Duisburg gefunden, mit der das Fahren viel Spaß gemacht hat, auch wenn der durch den ständigen Gegenwind etwas gehemmt wurde. Aus diesem Grund sollte man auch die Abschlusszeit mit circa 15 Stunden, natürlich mit Pausen, nicht zu stark werten. Am Ziel angekommen habe ich geduscht, das WM-Spiel Deutschland – Schweden geguckt und mich dann mit einem Bus der Tourleitung auf den Heimweg nach Duisburg gemacht. Zu Hause in Heiligenhaus war ich fast 24 Stunden nach dem Start, ein langer Tag, aber es hat sich gelohnt!

Was wurde außer der App und dem Bustransfer zurück noch geboten?

Köller: Die angesprochene App hat nicht nur den Weg zur Endstation, sondern auch sechs Checkpoints gezeigt. Nach 100 Kilometern gab es ein leckeres Frühstück, nach 150 Kilometern etwas zu trinken und kleine Snacks, 50 Kilometer später dann Mittagessen: Spaghetti Bolognese und Kartoffelsuppe. Frisch gestärkt ging es dann auf die letzten 100 Kilometer. 60 Kilometer vor Ende gab es Kaffee und Kuchen, 30 Kilometer vor dem Ziel dann mit alkoholfreiem Bier einen Vorgeschmack darauf, was einen im Ziel erwartet. Da gab es nämlich richtiges Bier. Über die Verpflegung und Navigation hinaus gab es eine Hotline für uns, die wir bei technischen Problemen anrufen konnten und die sehr schnell Hilfe geschickt hat. Außerdem wurden Leute, die es nicht bis ins Ziel geschafft haben, mit einem Bus eingesammelt. So ist keiner auf der Strecke geblieben.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, an der Tour teilzunehmen, und wie lief die Vorbereitung ab?

Köller: Letztes Jahr habe ich bei einem Kollegen die Teilnehmerurkunde der „Ruhr2NorthSea“-Tour gesehen. Also habe ich mir nach einer sehr guten Beratung bei einem Velberter Fahrradhändler ein Rennrad gekauft, den Winter über auf der Rolle im Keller trainiert und dann bei den ersten Sonnenstrahlen mit dem Straßentraining begonnen. Das sah größtenteils so aus, dass ich mit dem Rad zur Arbeit gefahren bin, aber auch, so oft es ging, 40-Kilometer-Trainings absolviert habe.

Können Sie sich eine erneute Teilnahme an der Tour vorstellen?

Köller: Die Tour hat mir überraschend viel Spaß gemacht, ich konnte bei der Vorbereitung viele Sachen aus dem Laufen übernehmen, habe aber auch neue Erfahrungen gemacht. Ich könnte mir vorstellen, nächstes Jahr wieder teilzunehmen. Jetzt beginnt aber erstmal die Vorbereitung auf den Frankfurt-Marathon.

>> Tour hat zum viertenMal stattgefunden

  • Hinter der Veranstaltung „Ruhr2NorthSea“ steckt die haftungsbeschränkte Unternehmergemeinschaft R2NSC UG. Diese hat ihren Sitz in Duisburg, dem Startort der Tour an die Nordsee, welche 2018 zum vierten Mal stattgefunden hat.
  • Die Teilnahme kostet 280 Euro mit zwei vorbereitenden Touren über 100 beziehungsweise 200 Kilometer. Infos und Anmeldung: www.r2nsc.de.
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