Feuerwehr

Heiligenhauser Bauer zündet verbotenes Nutzfeuer an

Ausgerückt war die Feuerwehr, weil angeblich ein Bauernhof brannte. Es war zwar nur ein großes Nutzfeuer. Doch die sind verboten.

Ausgerückt war die Feuerwehr, weil angeblich ein Bauernhof brannte. Es war zwar nur ein großes Nutzfeuer. Doch die sind verboten.

Foto: Feuerwehr Heiligenhaus

Heiligenhaus.  Ein Heiligenhauser Bauer hat am Galper Weg ein größeres Nutzfeuer angezündet. Es war nicht genehmigt – und das könnte jetzt teuer für ihn werden.

Mit einem großen Aufgebot ist die Heiligenhauser Feuerwehr am Dienstagmorgen ausgerückt. Ein Spaziergänger hatte um 9.45 Uhr aus der Ferne Flammen am Galper Weg gesehen und gemeldet, dass der dortige Bauernhof brenne. Als kurz darauf die ersten Einsatzkräfte eintrafen, erkannten sie sofort die Situation und bestellten die übrigen Feuerwehrleute wieder ab. Denn nicht der Hof brannte, sondern „ein größeres Nutzfeuer“. Laut des stellvertretenden Wehrleiters Nils Vollmar habe es der Bauer kontrolliert angelegt, um Material zu verbrennen. Das könnte den Landwirt nun teuer zu stehen kommen.

Offenes Feuer sei grundsätzlich verboten

„Offenes Feuer ist grundsätzlich verboten“, betont Vollmar, „es ist eine Ordnungswidrigkeit.“ Dabei werde auch nicht unterschieden, ob es große oder kleine Feuer seien oder ob die Feuerstelle vorbereitet wurde. Nur mit einer Genehmigung der Stadt seien sie erlaubt, etwa als Martins- oder Osterfeuer. Denn die Gefahr offener Flammen werde häufig unterschätzt, so Vollmar. „Es kann immer zu Funkenflug kommen.“ Auch am Galper Weg seien Bäume in der Nähe gewesen und in einigen Metern Entfernung auch gestapelte Heuballen.

Gelöscht haben die Feuerwehrleute die Flammen schnell. Die Rechnung bekommt nun der Bauer. Nils Vollmar: „Er muss die Ordnungswidrigkeit und den Einsatz bezahlen“. Und das kann teuer werden. Dass die Feuerwehr ausrückte, könnte mehrere hundert Euro kosten, teilte die Stadt auf Anfrage mit. Ein offenes Feuer koste als Ordnungswidrigkeit nach dem Landesimmissionsschutzgesetz bis zu 5000 Euro. Sollte jemand behandeltes Holz verbrennen, also Möbel oder Bahnschwellen, sei dies sogar eine Straftat.

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