Umwelt

Heiligenhauser Azubis sparen Energie und Geld in ihrer Firma

Marcel Diermann (2. von links) und Florian Hessmann (3. von links) zeigen ihre Urkunde des IHK-Projekts Energie-Scouts. Bald geht’s zum Finale nach Berlin. Stolz sind darauf auch WSS-Produktionsleiter Lars Sternberg (links) und Geschäftsführer Guido Lücker

Marcel Diermann (2. von links) und Florian Hessmann (3. von links) zeigen ihre Urkunde des IHK-Projekts Energie-Scouts. Bald geht’s zum Finale nach Berlin. Stolz sind darauf auch WSS-Produktionsleiter Lars Sternberg (links) und Geschäftsführer Guido Lücker

Foto: Uwe Möller

Heiligenhaus.   Azubis der Firma WSS waren erfolgreich beim IHK-Projekt Energie-Scouts. Ihre Ideen sparen Geld und Energie. Jetzt geht’s zum Finale nach Berlin.

Für den Energie-Scout-Wettbewerb der IHK Düsseldorf haben 28 Auszubildende aus zehn Unternehmen Arbeitsmethoden in ihrem Betrieb gesucht, die besonders effizient mit Energie und Ressourcen umgehen. Bei ihrer Präsentation konnten die Auszubildenden der Heiligenhauser Firma WSS gleich zwei innovative Ideen vorstellen. Diese wurden nicht nur sofort im Firmensitz an der Hauptstraße umgesetzt, mit dem Projekt haben sie auch zweiten Platz des Wettbewerbs gewonnen. Jetzt fiebern, auch dank LED-Leuchten, dem Finale in Berlin entgegen.

Die Auszubildenden Marcel Diermann und Florian Hessmann haben sich seit September mit dem Energie-Scouts-Projekt beschäftigt und dafür zunächst ihr Unternehmen ganz genau unter die Lupe genommen. Sie wollten erkennen, wo noch Möglichkeiten sind Energie zu sparen. Vorgabe war zudem, Ideen zu entwickeln, wie man diese Schwachstellen ausbessern kann. „Dabei ging es aber auch darum, Vorschläge zu liefern, die realistisch umsetzbar sind. Sie sollten daher nicht übermäßig viel Geld kosten“, erklärt der Mechatronik- Auszubildende Florian Hessmann.

Cleverer Einfall wird prompt im Betrieb umgesetzt

Gemeinsam arbeitete das Zweierteam den Plan zum Energiesparen bei der Nutzung des sogenannten Beistellsenkers aus. Um die vom Unternehmen hergestellten Schlösser und Beschläge entgraten zu können, sind die Beistellsenker rund 16 Stunden pro Tag im Einsatz. Durch den Einbau eines Fußschalters sind die Geräte jetzt nur noch dann aktiv, wenn sie gebraucht werden. „Dadurch laufen die Geräte nur noch ungefähr zwei Stunden pro Tag“, so der 22- jährige Marcel Diermann. Diese Lösung kam bei den Geschäftsführern so gut an, dass sie prompt umgesetzt wurde. Der Umbau kostete den Betrieb gerade mal rund 15 Euro pro Senker. Letztenendes spart WSS durch den cleveren Einfall also nicht nur Energie, sondern auch Geld.

Weiteres Verbesserungspotenzial sieht das Duo bei der Beleuchtung. Die beiden schlagen vor, alle Leuchtstoffröhren in der Schlossmontage durch LED-Lampen zu ersetzen. Die Maßnahme würde im Jahr ein Ersparnis von 5000 Kilowattstunden und 826 Euro bringen und soll bald ebenfalls realisiert werden.

Durch das Projekt gut im Unternehmen vernetzt

Unterstützung erhielten die beiden Mitarbeiter bei dem Projekt von der Unternehmensführung. „Für uns war es in erster Linie wichtig, den beiden die Möglichkeiten zu geben, sich im Unternehmen zu vernetzen, um so Anregungen zu sammeln“, sagt Geschäftsführer Guido Lücker. Die Ansatzpunkte stießen aber nicht nur beim eigenen Betrieb auf positive Resonanz. Denn zur Abschlussveranstaltung, bei der alle Teilnehmer ihre Projekte vor einer Expertenjury präsentierten, erzielte das WSS-Team die zweitbeste Bewertung. Durch die gute Platzierung qualifizierten sich die Auszubildenden für das Finale in Berlin. Was die beiden dort Ende Juni erwartet, wissen sie allerdings noch nicht.

>> DER ERSTE PLATZ GEHT NACH RATINGEN

  • Den ersten Platz belegte das Team der Tünkers Maschinenbau GmbH aus Ratingen. Es setzte sich für den Bau einer Solaranlage und die Reduzierung von Plastiktüten in der Produktion ein.
  • Das Projekt „Energie-Scouts“ wurde von der IHK Düsseldorf im Rahmen der „Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz“ initiiert.

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