Verkehrsausschuss

Heiligenhaus: Verstärkte Kontrollen auf der Hauptstraße

Verstärkte Kontrollen sollen künftig dafür sorgen, dass Kurzzeitparker langfristig kein Problem mehr auf der Heiligenhauser Hauptstraße sind.

Verstärkte Kontrollen sollen künftig dafür sorgen, dass Kurzzeitparker langfristig kein Problem mehr auf der Heiligenhauser Hauptstraße sind.

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Heiligenhaus.  Im Verkehrsausschuss wurde unter anderem diskutiert, wie man das Falschparken im innerstädtischen Tempo 20-Bereich besser unterbinden kann

Mal eben zum Bäcker gehen oder am Automaten Geld ziehen und dabei das Auto auf dem Gehweg oder dem Angebotsstreifen für Radfahrer abstellen, das ist Alltag in Heiligenhaus. Dieses verkehrswidrige Verhalten geschieht nicht nur vor der Sparkasse am Mansfieldplatz, sondern entlang des gesamten Tempo 20-Bereiches. Im Verkehrsausschuss beantragten Bündnis 90/Die Grünen, durch Ein- und Umbauten wie Poller, Bäume, Sträuche oder anderes, dieses Verhalten zu unterbinden.

Pöller stören Gesamtbild

Auch Stefan Propach von der CDU findet es nicht gut, dass da die Leute parken. „Da sollte ganz dringend kontrolliert werden, aber ich möchte dort nicht einen Poller oder anderes haben, dafür ist die Gestaltung zu gut geworden. Die ist schließlich mit Bürgerbeteiligung zustande gekommen.“ Während Stefan Okon meint, dass nur durch Absperrungen das Falschparken unterbunden werden kann, gibt sich Sebastian Höing (FDP) realistisch: „Dann stehen die Leute mit den Autos auf der Straße.“ Friedrich-Ernst Martin kann für die SPD-Fraktion den Antrag nicht unterstützen und führt ebenfalls die Bürgerbeteiligung an. Er stieß eine Diskussion an, die über eine mögliche Reduzierung des Autoverkehrs auf der Hauptstraße über eine Pförtnerampel bis zum dem alten Wunsch einiger Politiker ging, eine Fußgängerzone einzurichten.

Geschäftsleute wollen keine reine Fußgängerzone

Schließlich kam der Vorschlag der SPD, eine Shared-Space-Zone von Kirche zu Kirche zu errichten, deren Verkehrsphilosophie sieht vor, dass im Straßenverkehr alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. „Genau das wäre das Konzept, dass man eben keine Pöller hat“, stellte Ausschussvorsitzender Dr. Daniel Göbel fest und erinnerte daran, dass es sehr gewünscht war, die Parkplätze auf der Hauptstraße zu erhalten. Man habe sich schließlich auch für den Bus entschieden, der die Menschen ins Herz der Innenstadt bringt. „Eine reine Fußgängerzone ist nicht das, was sich die Geschäftsleute wünschten“, so der Politiker, der auch darauf aufmerksam machte, dass der Umbau der Hauptstraße von den Anliegern mit finanziert wurde. Schließlich wurde dem Antrag nicht gefolgt, auch einen Probelauf für einen reduzierten Verkehr auf der Hauptstraße wird es nicht geben. Dafür können die Autofahrer, die zum Brötchen holen mal kurz falsch parken, künftig mit verstärkten Kontrollen rechnen.

Tote-Winkel-Spiegel schützen Verkehrsteilnehmer

Einstimmig beschlossen wurde die Installation von Toten-Winkel-Spiegeln an exponierten Kreuzungen. „Nur neue Lkws haben Abbiegeassistenten, deshalb halten wir es für wichtig, diese `Trixi-Spiegel´ an bestimmten Stellen anzubringen, Fußgänger und Radfahrer sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Wir müssen alles tun, dass Unfälle verhindert werden“, forderte Ulf Kruse. „Es passiert plötzlich, ich spreche aus Erfahrung“, so der CDU-Politiker, dessen Frau im März beim Überqueren einer Straße von einem Auto tödlich verletzt wurde. Ein Spiegel soll auch gegenüber der Rieskuhlstraße an der Einmündung zur Hauptstraße aufgestellt werden, damit Radfahrer von „oben“ kommende Fahrzeuge besser erkennen können.

Auch die Ausschreibung für ein integriertes Mobilitätskonzeptes für Heiligenhaus wurde auf den Weg gebracht. Zudem sehen die Ausschussmitglieder die Untersuchung eins Bahnanschlusses für Heiligenhaus als besonders wichtig an, sind sich aber einig, dass ein solcher gemeinsam mit den Nachbarstädten abgestimmt werden sollte.

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