Verkehr

Heiligenhaus: Keine Raserei mehr vor Grundschule

Damit die Schüler sicher in die Schule kommen gilt im Bereich der Tersteegen-Schule seit Schuljahresbeginn Tempo 30.

Damit die Schüler sicher in die Schule kommen gilt im Bereich der Tersteegen-Schule seit Schuljahresbeginn Tempo 30.

Foto: Gs Tersteegen

Heiligenhaus.  Seit Schuljahresbeginn darf im Bereich der Tersteegen-Grundschule an der Velberter Straße in Heiligenhaus nur noch 30 km/h gefahren werden.

Seit dem ersten Schultag nach den Sommerferien, Punkt sieben Uhr morgens, gilt vor der Gerhard-Tersteegen-Grundschule an der Velberter Straße in Hetterscheidt Tempo 30 - bei den meisten Autofahrern ist dies auch schon angekommen.

200 Meter lang Tempo 30

Allerdings nicht bei allen: „Am Mittwoch haben wir hier die Geschwindigkeit gemessen, das Blatt mit den Temposündern war hinterher voll“, erzählt Bezirkspolizist Heinz Keller. Die Mehrzahl der Autofahrer aber halte sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern, die nun auf einer Strecke von circa 200 Metern gelten - los geht es hinter der Schillerstraße.

Initiative der Schulpflegschaft

Zustande gekommen ist diese Neuerung auch auf Initiative der Schulpflegschaft der Tersteegen-Grundschule: “Im November 2019 war ich bei der Bürgerfragestunde im Rathaus“, erzählt Anja Seemann, Vorsitzende der Schulpflegschaft. „Dort habe ich nachgehört, ob es nicht möglich sei, die Höchstgeschwindigkeit im Bereich vor der Schule zu senken. Die Schulwegsicherung ist immer ein wichtiges Thema.“

Rückstufung auf Gemeindestraße

Dass die Änderung der Geschwindigkeit tatsächlich möglich war, wurde durch die Zurückstufung des Südrings und der Velberter Straße von einer Bundes- zur Gemeindestraße begünstigt. „Seit dem 1. Januar ist die Rückstufung offiziell“, so Bürgermeister Michael Beck, „der Beschluss für Tempo 30 wurde also gefasst und auch von der Kreispolizeibehörde unterstützt.“

Dass Tempo 30 an dieser Stelle Sinn hat, unterstrich auch Michael Krahl, Fachbereichsleiter für Straßenbau, denn „die Schule ist besonders aktiv beim „Walking Bus“, also dabei, dass Kinder in Gruppen zu Fuß zur Schule gehen, begleitet von einem Elternteil. Diese Initiative muss man zusätzlich unterstützen.“ Trotzdem sollen die Fußgänger natürlich nach wie vor die Ampel benutzen, wenn sie die Straße überqueren.

Kinder sollen zur Schule laufen können

Auch der Technische Beigeordnete Andreas Sauerwein erhofft sich positive Folgen von der neuen Tempobegrenzung, „es wird ja nicht umsonst dafür geworben, dass Kinder mindestens einige hundert Meter zu Fuß gehen sollen. Dass um den der Schule nächstgelegenen Stellplatz gekämpft wird, kommt aber leider auch immer wieder vor.“

Auch am Spielplatz Tempo 30

Dank kam auch vom Bürgerverein, sogar für gleich zwei Straßenabschnitte, in denen nun langsamer gefahren muss: Zum einen vor der Schule, zum andern aber auch am neu eröffneten Spielplatz an der Heidestraße. Der Bürgervereinsvorsitzende Reinhold Unger hatte sich bei der Eröffnung mit der Bitte an die Stadt gewandt, hier für die Sicherheit der Kinder zu sorgen - diesem Anliegen wurde umgehend nachgekommen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben