Naturschutz

Heiligenhaus: Junge Bäume brauchen Wassernachschub

Landschaftsgärtnerin Ulrike Kleinsimlinghaus bewässert die 2019 neu gepflanzten jungen Obstbäume und Sträucher an dem Verbindungsweg zwischen der Ratinger und der Eisenacher Straße neben der Lärmschutzwand zur A44.

Landschaftsgärtnerin Ulrike Kleinsimlinghaus bewässert die 2019 neu gepflanzten jungen Obstbäume und Sträucher an dem Verbindungsweg zwischen der Ratinger und der Eisenacher Straße neben der Lärmschutzwand zur A44.

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Heiligenhaus.  Ein paar regenfreie Tage reichen, um auch bei den neu gepflanzten Bäumen in Heiligenhaus einen Wassermangel auszulösen. Aber es gibt Abhilfe.

„Es hat doch in den vergangenen Wochen so viel geregnet, müssen die Pflanzen denn jetzt schon gegossen werden?“ fragen zwei Spaziergänger, die auf dem Weg zwischen Ratinger Straße und Eisenacher Straße unterwegs sind, als sie sehen, wie die jungen Bäume dort gewässert werden. Erst mit dem Bau der A 44 wurde diese Verbindung neben der Lärmschutzwand geschaffen. „Ja, das sind junge Pflanzen, die brauchen dringend Wasser, denn jetzt war es ein paar Tage trocken und ich weiß nicht, wie ergiebig die ankündigten Niederschläge in den nächsten Tagen sein werden“, antwortet Ulrike Kleinsimlinghaus, während sie mit dem Schlauch meterweise voranschreitet. „Außerdem weht hier ordentlich der Wind, der trocknet zusätzlich den Boden aus.“ Sorgfältig lässt die Landschaftsgärtnerin das Wasser aus dem 800-Liter-Tank auf dem Lkw an die Bäume und Sträucher plätschern, im Rückspiegel auf dem Fahrersitz beobachtet von ihrem Mann Bernd Kleinsimlinghaus, der den Wagen immer ein Stückchen vorfährt.

Ausgleichsmaßnahme für Ausbau der A44

Als Ausgleichsmaßnahme für den durch die Autobahn verursachten Eingriff in die Natur hat die Stadt Heiligenhaus die Anpflanzung vornehmen lassen. Bereits vor einem Jahr wurden 21 heimische Obstbaumarten, meistens Äpfel und Birnen, gepflanzt. Nachdem die Hochstämme im Boden waren, kümmerte sich das Gartenbauunternehmen von der Stadtgrenze Essen-Heidhausen zu Velbert weiterhin um den Wuchs der Bäume. „2019 war es noch trockener als als im Jahr zuvor. Wir haben regelmäßig gegossen, dennoch sind fünf Bäume eingegangen.“ Ulrike Kleimsimlinghaus rätselt über die Ursache. „An der mangelnden Bewässerung kann es nicht gelegen haben.“

Geschädigte Wurzeln durch Wühlmäuse möglich

Sie vermutet Mäusefraß an den Wurzeln. „Es gibt unheimlich viele Wühlmäuse. Ob das wirklich die Ursache war, kann ich aber nicht sagen, da steckt man einfach nicht drin.“ Vor einem Monat wurden zwischen den Obstbäumen jeweils sechs Ziersträucher gepflanzt, wie Strauchrosen, Deutzien und anderes. Die Gewächse werden in dem kommenden Monaten nach Bedarf regelmäßig mit kühlem Nass vom Lastwagen aus versorgt, die Pflege geht aber noch weiter: „Der Boden um den Stamm herum wird regelmäßig gehackt und somit von Gras und anderem Unkraut befreit, damit die jungen Gehölze Luft und Platz zum Wachsen haben.“

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