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Halloween in Heiligenhaus – verschoben auf nächste Jahr?

Der Mitinhaber vom Kreativmarkt Woooozys René Georg hat trotz ausbleibender Partys für ausreichend Grusel in seinem Laden gesorgt.

Der Mitinhaber vom Kreativmarkt Woooozys René Georg hat trotz ausbleibender Partys für ausreichend Grusel in seinem Laden gesorgt.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Heiligenhaus.  Fällt das Gruselfest auch in Heiligenhaus dieses Jahr aus? Ein kleiner Einblick, wie die Coronasituation die Pläne rund um Halloween beeinflussen

Einer guten Halloweenparty darf es nicht an gruseliger Deko, Essen mit Gruselbezug und natürlich guten Kostümen fehlen. Doch wie sieht es zu Zeiten von Corona mit den Halloweenplänen aus? Auch wenn Gesichtsmasken eigentlich perfekt in die Halloweenthematik passen, taugen die durch Corona zum Pflichtaccessoire gewordenen Mund-Nasen-Bedeckungen dieses Jahr wohl eher nur zum Sinnbild für das Ausbremsen von Festen, Partys und lustigen Veranstaltungen.

Katharina Holzer, 18 Jahre alt, erzählt: „Eigentlich wäre ich auf einer Halloween-Geburtstagsparty eingeladen, die traditionell jedes Jahr bei einem Freund von mir stattfindet, aber nachdem der Kreis Mettmann als Risikogebiet eingestuft wurde und die Infektionszahlen wieder steigen, wurde sie sofort abgesagt.“ Natürlich sei sie traurig, dass die Party nicht stattfinden könne, vor allem, da sie sich schon intensive Gedanken über ihr Kostüm gemacht habe. Aber schon vor den neuesten Entwicklungen habe sie erwartete, dass das Risiko für eine Party zu groß sei. „Ich backe jetzt einfach einen gruseligen Kuchen, stelle ihn meinem Kumpel vor die Haustür und gratuliere auf Distanz“, erklärt sie ihre Alternativpläne.

Mit den Kindern verkleidet um die Häuser ziehen

Studentin Madita Krauß hingegen hat von vorneherein nichts für Halloween geplant: „Ich kenne das gar nicht wirklich, dass man Halloween richtig feiert und deswegen macht es mir auch nichts aus, dass es dieses Jahr ausfällt. Mit den Kindern meiner Praktikumsstelle wären wir allerdings gern verkleidet um die Häuser gezogen, aber das ist uns unter den gegebenen Umständen zu riskant. Natürlich sind die Kinder traurig, aber sie verstehen auch, warum das nicht funktioniert.“

Normalerweise führt für viele Heiligenhauser der erste Weg, um sich mit Skelettdeko, Kunstblut und gruseligen Kostümen einzudecken zum Creativ- und Party-Discount Woooozy am Südring. „Auch dieses Jahr ist der Verkauf von Halloweenartikel gut angelaufen“, erzählt Inhaber René Georg, „Seit Anfang September haben wir einiges in diesem Sektor verkauft, aber natürlich haben die nun wieder steigenden Infektionszahlen das Geschäft wieder ausgebremst.“

Karnevalssaison fällt komplett ins Wasser

Im Großen und Ganzen seien er und sein Team eher positiv überrascht, da ihnen schon länger klar war, dass es dieses Jahr zu großen Einbußen im Halloween- und Kostüme-Sektor kommen würde. Georg vermutet: „Wahrscheinlich hatten die Leute geplant im kleinen Kreis Zuhause lustige Partys feiern, ähnlich wie zur Oktoberfestzeit, was natürlich jetzt auch eher schwierig wird. Einige haben wegen der veränderten Situation auch Artikel zurückgebracht.“ In Bezug auf die Karnevalssaison im nächsten Jahr gehen sie erstmal davon aus, dass der Verkauf komplett ausfällt, da diese Zeit stark vom Stattfinden von Zügen und Sitzungen abhängig ist. „Wir sind vorbereitet, aber wahrscheinlich werden unsere Kunden das neue Sortiment erst im Jahr 2022 ausführen können“, stellt Georg fest.

Kompensiert werde die Ausfälle zur Halloween- und Karnevalszeit hauptsächlich durch den Kreativ- und Bastelsektor. „Die Leute sind viel Zuhause und fangen wieder an, kreativ zu werden und ihre Wohnung zu verschönern, vor allem natürlich mit ihren Kindern. Von der Nachfrage nach Material zum Nähen von Masken sind wir anfangs richtig überrollt worden“, berichtet Georg, „Ich finde es toll, dass die Leute den Weg zum Kreativen gefunden haben, denn letztendlich ist es immer beruhigend und fast ein wenig meditativ. Schöne Ergebnisse zu erzielen hilft bestimmt, durch diese schwierige Zeit zu kommen, in der man sonst auf so vieles verzichten muss.“ Hier lesen Sie weitere Nachrichten aus Heiligenhaus

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