Winterdepression

Glücksexpertin hat hilfreiche Tipps gegen den Winterblues

Gegen schlechte Laune an trüben Wintertagen

Gegen schlechte Laune an trüben Wintertagen

Foto: dpa Picture-Alliance/ Christian Guy

Heiligenhaus.   Die trüben Wintermonate schlagen vielen Menschen aufs Gemüt. Es gibt mehrere Wege, gegen die saisonal abhängige Depression vorzugehen.

Die Winterzeit ist da und mit ihr kommen die kürzer werdenden Tage, grauer Himmel und Regen. Bei einigen Leuten sorgen die dunklen Monate für verstärkte Müdigkeit und auch eine schlechtere Stimmungslage. Doch woran liegt das und was kann man tun, um gegen den Winterblues anzukommen?

Jenny Krapohl ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und Glücksexpertin aus Isenbügel und weiß, worin die Ursachen für die Winterdepression liegen: „Durch das geringere Sonnenlicht, das wir bekommen, produziert der Körper weniger vom Glückshormon Serotonin. Zudem erhöht sich dadurch die Melatoninproduktion.“ Das Melatonin könne wiederum Müdigkeit und Schlafstörungen zur Folge haben. Die Glücksexpertin ist davon überzeugt, dass man dem Winterblues durch fünf verschiedene Herangehensweisen entgegentreten kann.

Als erstes schlägt Krapohl ausreichend Tageslicht vor: „Es kann schon ein dreißigminütiger Spaziergang an der frischen Luft pro Tag ausreichen. Selbst wenn es bewölkt ist, bekommt man so noch mehr Sonnenstrahlung ab, als wenn man sich im Haus befindet.“ Aber auch im Büro oder zu Hause empfehle es sich, stets die Räume zu erhellen, da auch das schon die Stimmung bessern könnte.

Cardio-Training macht glücklicher

Regelmäßige Spaziergänge seien gut, doch sollte das nach Krapohl nicht die einzige körperliche Tätigkeit bleiben. „Man sollte auch sportlich aktiv sein und den Körper fordern. Sei es Schwimmen oder Joggen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Ausdauertraining den Endorphinspiegel anregt und man sich dadurch besser fühlt.“

Als dritten wichtigen Tipp, wie man das Wohlbefinden verbessern kann, nennt die Heilpraktikerin eine zielgerichtete Ernährung. „Dabei sollte man zum Beispiel darauf achten, genug Lebensmittel, die Magnesium und Eisen enthalten, zu sich zu nehmen“, so Krapohl. Weiterhin rät die Expertin zu ausreichend Kohlenhydraten in Form von Haferflocken, Nüssen oder Bananen. „Aber auch Schokolade kann durch das enthaltene Tryptophan, das wiederum in Serotonin umgewandelt wird, zur besserer Stimmung verhelfen“.

Schokolade tut tatsächlich gut

Den vierten Bereich fasst Krapohl in „Genießen, Relaxen und Achtsamkeit“ zusammen. „Hierzu gehört, es sich auch mal zuhause schön gemütlich zu machen und zu entspannen. Man sollte sich immer mal wieder etwas gönnen, woran man Spaß hat, wie etwa Freunde zu treffen oder ins Kino zu gehen. Allein die Vorfreude darauf bessert schon unsere Laune.“ Zudem sollte man, laut der Expertin, öfter in sich hineinhören und darauf achten, was der Körper einem signalisiert. „Wenn man merkt, dass man müde ist, sollte man sich auch mal eine Auszeit nehmen und sich Ruhe gönnen.“

Als letzten Punkt, fordert die Expertin positive Gedanken. „Das kann schon beim Aufstehen beginnen. Wenn man sich da schon vornimmt, dass heute ein guter Tag wird, startet man auch anders. Wir haben Einfluss auf unsere Psyche und sollten versuchen, uns so viel wie möglich mit positiven Gedanken zu beschäftigen.“ Hierzu empfiehlt Krapohl, wie auch ihren Kunden, ein Glückstagebuch zu führen. Dort solle täglich notiert werden, welche positiven Dinge am Tag passiert sind und wofür man dankbar bis zu dem jetzigen Zeitpunkt ist. „Dadurch schafft man es, sich irgendwann automatisch viel mehr auf positive Dinge im Leben zu konzentrieren.“

>>> NICHT BEI JEDEM HANDELT ES SICH UM WINTERDEPRESSIONEN

  • Bei schwerwiegenderen Gefühlszuständen, die von Hoffnungslosigkeit bis hin zu Suizidgedanken reichen, sollte der Hausarzt oder ein Krankenhaus kontaktiert werden.
  • Das deutschlandweite Info-Telefon zum Thema Depression ist Mo., Di. und Do. von 13 bis 17 Uhr und Mi. und Fr. von 8.30 bis 12.30 Uhr unter 0800/ 33 44 533 erreichbar.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben