Freizeit

Gesamtschule hat sich bei der Stadtranderholung bewährt

Die Kinder bleiben bei der Stadtranderholung nicht nur vor Ort, sondern unternehmen auch einiges.

Die Kinder bleiben bei der Stadtranderholung nicht nur vor Ort, sondern unternehmen auch einiges.

Foto: Alexandra Roth

Heiligenhaus.   Erstmals fand das Ferienprogramm an der Gesamtschule statt. Organisator Kristian Slyczuk will wieder dorthin. Sache ist noch nicht entschieden.

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Es war gleich eine doppelte Premiere. Erstmals fand in diesem Sommer die beliebte fünfwöchige Stadtranderholung in der Gesamtschule statt. Außerdem war es für Kristian Slyczuk die erste dieser Ferienbetreuungen, die der hauptamtlicher Mitarbeiter des Clubs als Teamleiter verantwortete. In der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses zog er unlängst Bilanz – und sie fiel durchweg positiv aus.

„Der Standort hat mir sehr gut gefallen“, sagt der 37-Jährige, der seit circa 20 Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe und seit Februar im Club tätig ist. Bei der Stadtranderholung hat er bereits einiges anders gemacht als seine Vorgänger. „Wir haben diesmal auf den Bustransfer verzichtet, der hätte hohe Kosten bedeutet.“ Dies habe er nach Gesprächen mit Eltern entschieden, nachdem er das Vorhaben bereits bei den Anmeldungen angesprochen hatte. Slyczuk: „Durch die zentrale Lage konnten die Kinder uns fußläufig erreichen“, oder sie wurden mit dem Auto gebracht – und einige Eltern hatten Fahrgemeinschaften gebildet.

Lob für die „tolle Aktion“

Das so gesparte Geld wurde genutzt, „um die Stadtranderholung aufzuwerten“, sagt Kristian Slyczuk. Mit den Kindern konnte das Team etwa zusätzliche Ausflüge unternehmen, darunter in einen Kletterpark, einen Trampolinpark und zum Herminghauspark in Velbert. „Die Greifvogelschau war eine sehr tolle Aktion“, nennt er einen Höhepunkt.

Beeindruckt habe ihn allerdings besonders die Unterstützung durch die Heiligenhauser – von Vereinen, Clubs und Parteien. Die Kinder bekamen Eis und Teilchen spendiert, stiegen mit einem Hubwagen in die Höhe, nahmen an einem Zauberkurs, einem Schminkkurs und an einer Erste-Hilfe-Aktion teil und hatten Spaß mit einem Graffitikünstler. Zudem gab es Segelfreizeiten und die Teilnehmer konnten kegeln. „Da möchte man nochmal Kind sein, bei den tollen Sachen, die angeboten wurden“, fand die Ausschussvorsitzende Christina Seibel.

Die Nachfrage war groß

Doch positiv bewertet Organisator Slyczuk nicht nur das Angebot, sondern auch die Resonanz. Ausgelegt war die Stadtranderholung für 80 Sechs- bis Zwölfjährige pro Woche; doch die Nachfrage in den ersten vier Wochen überstieg die Anzahl der Plätze, teils hätten bis zu 100 Kinder Betreuungsbedarf gehabt. Nachgelassen habe das Interesse in der fünften Woche, auch weil dann andere Betreuungsangebote wieder verfügbar gewesen seien. Diese letzte Woche war nur gut bis zur Hälfte ausgelastet.

Vereinzelt sind auch 13- und 14-Jährige in Absprache mit dem Jugendamt und Eltern betreut worden, „doch sie waren körperlich und geistig schon entwachsener“, sagt Slyczuk und überlegt, im nächsten Jahr auf Teenager zu verzichten. „Wir würden aber begrüßen, wenn wir in den nächsten Jahren an der Gesamtschule bleiben könnten“, lautet sein Fazit.

Gespräche stehen noch aus

Jugenddezernent Thomas Langmesser sieht ebenfalls die Vorteile der Gesamtschule. „Der Standort ist sehr gut geeignet.“ Er liege zentral, neben der Schule sei eine große Wiese und ein Spielplatz, ein Bachlauf und eine Sporthalle seien nicht weit. Die Nähe zum Club findet Langmesser außerdem logistisch günstig. Für eine Rückkehr ans Sportfeld, wo jetzt die Grundschule St. Suitbertus ist, gebe es „erkennbare Schwierigkeiten“. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefällt, weil noch Gespräche mit der Grundschule ausstehen.

>>> KOSTENPFLICHTIGES ANGEBOT IN DEN FERIEN

  • Die Stadtranderholung fand in den ersten fünf Wochen der Sommerferien statt. Eltern können ihre Kinder dort wöchentlich kostenpflichtig anmelden. Für sieben Kinder wurde die Maßnahme über das Bildungs- und Teilhabepaket finanziert.
  • Zum diesjährigen Team von Kristian Slyczuk gehörten 14 weitere Betreuer und drei Küchenkräfte.

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