Personennahverkehr

FDP will Runden Tisch für einen Heiligenhauser Bahnanschluss

Möglicherweise könnte auch der alte Bahnhof in der Hofermühle reaktiviert werden, sollte Heiligenhaus wieder an das Schienennetz für den Personenverkehr abgebunden werden.

Möglicherweise könnte auch der alte Bahnhof in der Hofermühle reaktiviert werden, sollte Heiligenhaus wieder an das Schienennetz für den Personenverkehr abgebunden werden.

Foto: Heinz-Werner Rieck / Funke Foto Services

Heiligenhaus.  Die FDP möchten prüfen lassen, ob Heiligenhaus wieder an das Schienennetz angebunden werden könnte. Dabei wären einige Varianten denkbar.

Bereits mehrfach hat es in der Vergangenheit seitens der Lokalpolitik den Versuch gegeben, Heiligenhaus wieder an das Schienennetz für den Personennahverkehr anzuschließen. Nun möchte die FDP dafür einen Runden Tisch ins Leben rufen und will das Thema in der kommenden Sitzung des städtischen Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am 26. November auf die Tagesordnung bringen. Dabei seien verschiedene Modelle zur Reaktivierung einer Bahnstrecke denkbar.

Anbindung an die S6 oder S9 sollte geschaffen werden

So sei Heiligenhaus eine „Stadt der vielen Pendler“. Der Innovationspark werde deren Anzahl noch erhöhen. Ziel sollte es etwa sein, auswärtige Unternehmen in der Stadt anzusiedeln. Denn: „Um die Attraktivität der Ansiedlung deutlich zu steigern, ist eine schienengebundene Anbindung erforderlich. Heiligenhaus steht hier im Wettbewerb mit anderen Gewerbegebieten in direkter Nachbarschaft, die diese Voraussetzungen erfüllen“, sagte Hans Lotz, der für die FDP im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt sitzt. Deswegen möchten die Liberalen, „dass eine Anbindung an den Strecken der S6 (Essen-Düsseldorf-Köln) und der S9 (Wuppertal–Essen) geschaffen wird“, erklärte der Heiligenhauser FDP-Fraktionsvorsitzende Volker Ebel. Gleichzeitig sollte auch eine Anschluss zwischen Innenstadt, Innovationspark und Bahnanschluss sichergestellt werden.

Auch eine autonom fahrende Hochbahn sei denkbar

Wie die Anbindung der Stadt nach mehr als einem halben Jahrhundert wieder an das Schienennetz für den ÖPNV erfolgen könnte, wolle man „ergebnisoffen“ mit möglichst vielen Akteuren angehen, sagte Ebel der WAZ. Dabei kämen nicht nur die zumeist diskutierten Möglichkeiten wie eine Rück-Umwandlung des Panorama-Radwegs in eine Bahnstrecke oder die Erschließung der Angertal-Bahn (mit dem alten Bahnhof in der Hofermühle) infrage. Vielmehr sollten weitere Streckenvarianten – etwa nach dem Vorbild einer autonom fahrenden Hochbahn wie an der TU Dortmund oder am Flughafen Düsseldorf – in die Überlegungen mit einbezogen werden.

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