Städtepartnerschaft

Englisches Wochenende im Museum Abtsküche in Heiligenhaus

Im Museum Abtsküche ließen (v.l.) Ellen Colley, Heinz-Peter Schreven, Patricia Woodward, Mick Colley und Reinhard Schneider die englische Partnerstadt Mansfield hoch leben.

Im Museum Abtsküche ließen (v.l.) Ellen Colley, Heinz-Peter Schreven, Patricia Woodward, Mick Colley und Reinhard Schneider die englische Partnerstadt Mansfield hoch leben.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Heiligenhaus.  Im Museum Abtsküche drehte sich alles um die englische Partnerstadt Mansfield. Die Gäste überraschte nicht nur die Vielfalt der britischen Küche.

Zwei Tage britische Kultur, Kulinarik und jeder Menge fröhlicher Konversation genossen die Besucher am Wochenende im Museum Abtsküche. Dazu die Skiffle-Band Kick’n Rush, die mit rasanten Kostümwechseln und toller Musik begeisterten, englische Gerichte, die für Staunen sorgten, britische Produkten, die im Nu ausverkauft waren und die neue Ausstellung „Welcome to Mansfield“, die mit Sicherheit einen völlig neuen Blick auf die Heiligenhauser Partnerstadt Mansfield geben wird.

Rückblick auf die Anfänge der Partnerschaft

Den Startschuss dieses Wochenendes machte der stellvertretende Bürgermeister Heinz Peter Schreven am Samstag mit der Ausstellungseröffnung in der Museumsgaststätte, in der er die Begegnung mit Offiziellen dieser beiden Städte 1953 auf der Isle of Wright erzählte, die dann 1972 zum Abschluss der offiziellen Städtepartnerschaft führte. Auch die Urgesteine dieser Partnerschaft, Klaus Biehler und Robert Wehefritz, hatten es sich nicht nehmen lassen, bei diesem besonderen Wochenende der Freundschaft persönlich dabei zu sein.

Fledermauspapst radelte einst nach Mansfield

Liebevoll wurde auch der kürzlich verstorbene Fledermauspapst Hans Schöttler vom hiesigen Naturschutzbund erwähnt, der einst mit dem Fahrrad von Heiligenhaus nach Mansfield aufbrach. Liz Weston, die Kuratorin des Mansfield Museums, hatte für die Ausstellung zahlreiche Exponate zur Verfügung gestellt. Nicht nur sie ist ein gutes Beispiel dafür, wie aus einer langjähriger Zusammenarbeit eine echte und herzliche Freundschaft entstanden ist. Als liebe und gern gesehene Freunde kamen auch die Mitglieder der Skiffle-Band Kick’n’Rush.

Band spielte im Robin Hood Kostüm

Die Musiker kommen seit 1991 regelmäßig nach Heiligenhaus und sind mittlerweile wahre Botschafter ihrer Stadt geworden. Dave Clay, der Mann an der Gitarre, hat dabei nicht nur persönliche Gegenstände aus seiner Zeit im Bergbau für die Ausstellung beigesteuert, sondern legte mit seinen Musikerkollegen einen solch rasanten Kostümwechsel hin, dass so mancher Modedesigner wahrscheinlich neidisch geworden wäre. Gerade noch im Robin-Hood-Outfit, sprangen Dave, Steve und Andy in farbenfröhliche Kostüme mit Zylinder und Gehrock um später einfach in Jeans und T-Shirt die Gäste mit ihrer Musik anzustecken.

Konzert begeisterte die Gäste

Mit ihren atemberaubenden Einlagen haben sie nicht nur zwischendurch ihr Publikum unterhalten, sondern auch am Samstag ein eigenes Konzert gegeben, das gleich mehrere Trommelwirbel auf den Tischen ausgelöst hat. Über 3 Stunden feuerten sie ihre Songs ab und rekrutierten zwischendurch auch Sarah Yorke als „Volontärin“ aus dem Publikum, die sich meisterhaft an der T-Box betätigt hat. Fazit von Sarah nach dem Spontanauftritt: „Das hat Spaß gemacht und die Jungs sind echt toll“.

Mintschokolade zur Tea-Time

Doch nicht nur musikalisch, sondern auch kulinarisch wurde mit einigen Vorurteilen aufgeräumt. Bei Köstlichkeiten wie Toffees, Mintschokolade, Bisquits, Lakritzspezialitäten oder Chips, konnten die Besucher nicht widerstehen. Für die Dekoration der wahren, englischen „Tea-Time“ sorgte Ewald König, der in liebevoller Handarbeit traumhafte Etageren mit Großmutters Geschirr gebastelt hatte, auf denen sich die süßen Köstlichkeiten der englischen Backkunst versammelten.

Auch das Wetter war sehr britisch

Herzhafter wurde es bei Cottage Pie, Chicken-Sandwich und Sausage Rolls mit Caeser’s Salad, bei denen gleich nach den Rezepten gefragt wurde, um selbst zu Hause loslegen zu können. Von wegen, englische Küche ist gewöhnungsbedürftig, das war im Museum an diesem Wochenende ganz und gar nicht zu hören. Petrus hatte dabei seine Aufgabe an diesem Wochenende jedoch wohl ein bisschen zu ernst genommen, indem er sehr britisches Wetter schickte oder wie es der Engländer sagen würde „it rains cats and dogs“, was die meteorologischen Bindfäden landestypisch beschreibt.

Hier wird Freundschaft gelebt

Dieses Mansfield-Wochenende, das zum ersten Mal im Museum stattfand, war auch für Museumsdirektor Reinhard Schneider eine spannende Sache: „Aus einer Idee wurde ein Wochenende, in dem Freundschaft gelebt und erweitert wurde.“ Und Mick Colley, der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees ,ergänzt: „Mit Reinhard Schneider, Jürgen Karrenberg und Merle Lotz haben wir nicht nur fantastische Gastgeber gehabt sondern wir haben auch viele alte und nun auch neue Freunde getroffen. Egal was kommen wird, wir werden auf jeden Fall immer wieder kommen.“ Mansfield, you are welcome, every time!

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