Kirche & Kultur

Die Isenbügeler feiern den Geburtstag ihrer Dorfkirche

Die Isenbügeler füllen die Dorfkirche mit Leben. Dabei halten sich Gottesdienste, wie dieser im Mai mit Pfarrerin Kerstin Düsterhöft, und Kulturveranstaltungen die Waage.

Foto: Socrates Tassos

Die Isenbügeler füllen die Dorfkirche mit Leben. Dabei halten sich Gottesdienste, wie dieser im Mai mit Pfarrerin Kerstin Düsterhöft, und Kulturveranstaltungen die Waage. Foto: Socrates Tassos

Heiligenhaus.   Das Gotteshaus wird 15 Jahre alt, und der Förderkreis hat zudem auf sein zehnjähriges Bestehen angestoßen. Es gab Konzerte und buntes Programm.

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Mit einem Rockkonzert vor anderthalb Wochen und dem Klassikkonzert der jungen Isenbügler Talente am Samstagabend hat das doppelte Geburtstagsfest begonnen und fand am Sonntag mit dem Festgottesdienst und anschließendem bunten Programm seinen Höhepunkt. Die Dorfkirche Isenbügel wird 15 Jahre alt und zusätzlich feiert ihr Förderkreis sein zehnjähriges Bestehen.

Der allergrößte Dank der Feiernden gilt jedoch Erika Otten, denn sie gründete den Förderkreis und bewahrte die Dorfkirche Isenbügel dadurch vor der aus finanziellen Gründen drohenden Schließung. Der im September 2008 abgeschlossene Überlassungsvertrag entlastet die Evangelische Kirchengemeinde weitestgehend von den Betriebs- und Erhaltungskosten der Dorfkirche und erhält sie als Zentrum religiösen Lebens und kultureller Veranstaltungen.

Großes Potenzial im Stadtteil

Die erste Vorsitzende des Förderkreises, Dr. Christiane Wendel, blickt zurück auf das letzte Jahrzehnt: „Mit Erika Otten hat damals keiner gerechnet, aber sie schaffte es mit großer Unterstützung von Pfarrerin Düsterhöft, dem Bürgerverein und vielen anderen nach fast einem Jahr Arbeit diesen Förderkreis ins Leben zu rufen.“ Ein Haus für alle zu schaffen, sei die Grundidee gewesen, und alle sahen großes Potenzial in ihrem Stadtteil. „Isenbügel ist wie eine Insel“, bemerkt sie lachend. „Wir helfen alle zusammen.“

Die Isenbügeler füllen das Gotteshaus mit Leben und das funktioniert hervorragend: 1000 Menschen gehen pro Monat in der Dorfkirche ein und aus, zur Hälfte in der Funktion als Kirche und zur anderen Hälfte als Bürgerhaus. Das Dorfcafé, Konzerte, Vorträge und Ausstellungen sind ein fester Bestandteil des Kirchenprogramms geworden.

Besonders stolz auf die Förderung junger Talente

Besonders stolz ist man auf die lange Förderung junger Talente, Konzerte wie das Klassikkonzert am Samstagabend sind immer ein Highlight und hochkarätig.

Auch Grundschulleiterin Manon Hoch dankt: „Ohne den Förderverein wäre das Schulleben etwas weniger bunt.“

Starkes ehrenamtliches Engagement

Das Allerwichtigste für die Kirche und den Förderverein sind jedoch die Menschen. „Es ist wirklich besonders, dass so viele hier mitmachen. Auf die Leute ist Verlass und jeder packt ganz selbstverständlich mit an“, unterstreicht Pfarrerin Kirsten Düsterhöft das ehrenamtliche Engagement .

Joachim Schmidt, der Vorsitzende des Presbyteriums, fasst zusammen: „Was war, ist gut, und wir hoffen, dass das, was kommt, gut bleibt. Die Zukunft wird uns fordern, aber wir hoffen, dass wir die Gemeinschaft fördern und halten können.“

Förderkreis-Gründerin Erika Otten ist sich sicher: „Es geht immer weiter. Auch im Vorstand machen viele Kinder und Jugendliche mit Begeisterung mit. Die Dorfkirche Isenbügel ist nicht nur Gottesdienst, sondern auch Gemeinschaft.“

>> Am Anfang war ein Containerbau

  • Ein Containerbau, der 1975 aus der Oberilp nach Isenbügel umgesetzt wurde, war dort das erste eigene Gemeindehaus mit großem Mehrzweckraum.
  • Im Jahr 2000 wurde das Provisorium abgerissen; Spatenstich für die neue Kirche und ein Seniorenheims war 2001, die Fertigstellung der Dorfkirche wurde am 12. Januar 2003 gefeiert.
  • Weitere Infos im Internet auf dorfkirche-isenbuegel.de

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