Corona

Dezernent Heiligenhaus: AHA-Reglen noch intensiver beachten

Michael Novotnick (li) und Detlef Dötsch von der Stadtwacht Heiligenhaus werden bei ihren Corona-Kontrollen auch von Mitarbeitern des THW-Ortsverbandes unterstützt.

Michael Novotnick (li) und Detlef Dötsch von der Stadtwacht Heiligenhaus werden bei ihren Corona-Kontrollen auch von Mitarbeitern des THW-Ortsverbandes unterstützt.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Heiligenhaus.  Die Zahl der Coronainfizierten in Heiligenhaus steigt stetig, der Inzidenzwert liegt extrem hoch. Auch Dezernent Björn Kerkmann sorgt sich sehr.

Während im Oktober und Anfang November die Zahl derer, die sich mit dem Corona-Virus angesteckt hatten im deutlich unteren Bereich der kreisweiten Entwicklung bewegte, hat sich dieser Trend in den zurückliegenden Tagen deutlich umgekehrt. Mit insgesamt 132 derzeit labortechnisch bestätigt Infizierten (Stand: 20.11.2020) und 269 Personen, für die eine Quarantäne angeordnet werden musste, sind nun absolute Höchstzahlen seit Beginn der Pandemie erreicht. Heruntergerechnet auf die Einwohnerzahl von Heiligenhaus liegt der Inzidenzwert zudem nochmals deutlich höher als der ohnehin schon kritische Wert von 172,8 auf Kreisebene.

Keine erkennbare Ursache für hohe Infektionszahlen

„Eine bestimmte Ursache oder einen konkreten Vorfall, der diese Entwicklung für uns nachvollziehbar erscheinen ließe, gibt es derzeit nicht. Die betroffene Gruppe der Infizierten erstreckt sich über alle Personengruppen“ erklärt der Erste Beigeordneter Björn Kerkmann. Seiner Wahrnehmung nach halte sich der überwiegende Teil der Heiligenhauser Bürger, wie eigentlich die ganze Zeit seit März, an die Regelungen. „Um die Zahlen jedoch wieder auf ein handhabbares Niveau zu bringen, möchte ich dringend an alle appellieren, in Schule, Beruf, Freizeit und gerade auch im privaten Umfeld noch bewusster die Abstands- und Hygieneregeln, aber auch die beschlossenen Kontaktbeschränkungen zu beachten.“

Verwaltung stößt an Grenzen

Auch die Verwaltung stoße langsam an ihre Kapazitätsgrenzen, so Kerkmann weiter. Der Fachbereich Sicherheit und Ordnung etwa befasse sich derzeit fast ausschließlich mit der Umsetzung der pandemie-bedingten Maßnahmen, trotz der wertvollen Unterstützung durch das THW. „Gerade die Leistungsfähigkeit unserer Infrastruktur, sei es Verwaltung, die unterschiedlichen Hilfsdienste oder insbesondere auch die Kapazitäten der Krankenhäuser müssen wir weiterhin sicherstellen können und sind daher weiterhin auf das umsichtige Wohlverhalten aller Bürger angewiesen“ fügt Kerkmann abschließend seinem Appell an.

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