Berufsorientierung

Der Club sucht jetzt Praktikanten und Freiwilligendienstler

Berufsschülerin Hana Ben Fredj (16) weiß nach ihrem Jahrespraktikum im Club, dass sie später erneut mit Kindern arbeiten will. Sie kann Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Arbeit in der Heiligenhauser Einrichtung nur empfehlen.

Berufsschülerin Hana Ben Fredj (16) weiß nach ihrem Jahrespraktikum im Club, dass sie später erneut mit Kindern arbeiten will. Sie kann Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Arbeit in der Heiligenhauser Einrichtung nur empfehlen.

Foto: Alexandra Roth

Heiligenhaus.  Berufsschülerin Hana Ben Fredj beendet ihr Jahrespraktikum im Club. Dieser sucht jetzt einen Nachfolger und Interessierte am Freiwilligendienst.

Jungen Erwachsenen und Jugendlichen gleichermaßen möchte der Club bei der Berufsorientierung unterstützen und ihnen die Möglichkeit geben, erste Berufserfahrung zu sammeln. Als Verstärkung sucht das Team des Freizeit- und Kulturzentrums nun, auch kurzfristig, noch Interessierte für ein Jahrespraktikum zum Erwerb der Fachoberschulreife sowie für ein Freiwilliges Soziale Jahr (FSJ) Kultur.

Das hat bereits die 16-jährige Berufsschülerin Hana Ben Fredj gemacht – und beendet bald ihr Jahrespraktikum im Club. Sie ist auch dankbar für diese Erfahrung: „Dass ich mich hier beworben habe, war eine sehr gute Entscheidung“, sagt die Hombergerin, die früher in Heiligenhaus zur Schule gegangen ist. „Ich habe hier sehr viel gelernt, aber die Arbeit mit den Kindern hat mir besonders viel Spaß gemacht.“ Ihren Arbeitsschwerpunkt hat Hana im offen Kinder- und Jugendbereich, denn als Minderjährige verbietet ihr das Jugendarbeitsschutzgesetz, Abendveranstaltungen wie Kabarett oder Rockkonzerte zu betreuen. Als Einschränkung hat sie dies jedoch nie empfunden, im Gegenteil: „Meine Arbeit ist sehr vielseitig.“ So ist sie bei Kindergruppen dabei, unterstützt das Kindertheater, Film- und Bastelnachmittage und öffnet das Schülercafé.

Den einjährigen Einblick hinter die Kulissen habe sie sich anders vorgestellt. Doch nach ihrem erfolgreichen Praktikum – nach den Ferien wird sie in die Jahrgangsstufe zwölf versetzt –, ist die junge Frau sich ganz sicher, dass sie beruflich mit Kindern arbeiten möchte.

Mitarbeiter setzen auch eigene Projekte um

Das freut Einrichtungsleiterin Edelgard Eichberg, die Hana nur ungern wieder ziehen lässt und besonders ihr Engagement für den Club lobt. So hat die 16-Jährige ein eigenes Projekt erdacht und betreut: Mit einem Kollegen als Unterstützer leitet sie je eine Tanzgruppe für Sechs- bis Zehnjährige sowie für ältere Kinder bis 14 Jahre. Hana bringt ihnen Hiphop-Tanz bei und kann dabei ihr Talent nicht verbergen: Gelernt hat sie ihre Moves bei der Tanzschule Heigl und ist 2017 sogar Deutsche Meisterin im Team geworden.

Jetzt steht für Hana jedoch Urlaub an und danach ist ihr Praktikum beendet. Dann hat sie ein Jahr lang neben der Berufsschule drei Tage pro Woche im Club verbracht und die offene Kinder- und Jugendarbeit sowie die Stadtranderholung unterstützt. Ein Nachfolger wird jetzt zum 1. August gesucht. „Ich würde jedem zu dem Praktikum raten“, sagt Hana Ben Fredj, „besonders wenn man im sozialen Bereich arbeiten will und noch nicht weiß, mit welcher Altersgruppe.“ Denn im Club gibt es Angebote für Kinder, Teenager und Erwachsene. Dass sie zurückkehren will, ist für die junge Frau schon beschlossene Sache. Als Honorarkraft möchte sie der Einrichtung erhalten bleiben – doch dafür muss sie volljährig werden.

Eine sehr gute Vorbereitung auf ein späteres Studium

Nicht nur über einen neuen Praktikanten würde sich Edelgard Eichberg aber freuen, im September würde sie ebenso gerne einen jungen Erwachsenen im Freiwilligen Sozialen Jahr Kultur begrüßen. „Alle, die nach der Schule noch Orientierung suchen, können sich bewerben“, sagt die Club-Chefin.

Anders als die Praktikanten sollten die Bewerber dafür jedoch erwachsen sein, damit sie auch abends mithelfen können. Und bewerben sollten sich Interessierte unbedingt, wirbt Edelgard Eichberg. Denn das FSJ sei, ebenso wie das Praktikum, weit mehr als eine reine Berufsorientierung. „Die jungen Menschen reifen bei uns enorm, machen einen Riesensatz in dem Jahr und werden deutlich selbstständiger.“ Somit sei das FSJ eine „sehr gute Vorbereitung aufs Studium“, das sich bei vielen Freiwilligendienstlern anschließe. Dennoch halte sich das Vorurteil hartnäckig, der Freiwilligendienst sei „vergeudete Zeit“, in der man lieber studieren solle.

Kurzfristige Bewerbungen sind ebenfalls möglich

Wenn man nach dem FSJ oder Jahrespraktikum merke, dass man „lieber Handwerker oder IT-Expertin“ werden möchte, sei das auch vollkommen in Ordnung, findet Eichberg. Denn dafür seien solche Orientierungsmöglichkeiten, aber auch Kurzpraktika, da. „Kurzfristige Bewerbungen gehen immer, solange unsere Plätze noch frei sind.“ Noch sind die Stellen frei – und der Club kann tatkräftige Unterstützung immer gut gebrauchen.

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