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Das Nahversorgungszentrum eröffnet einige Monate später

Verwaltungschef Michael Beck (v.l.), HBB-Geschäftsführer Harald Ortner, Moß-Projektleiter Frank Sauermilch, Architekt Michael Pfeifer, Polier Jürgen Leichert und der Technische Dezernent Siegfried Peterburs beim Abrissbeginn.

Verwaltungschef Michael Beck (v.l.), HBB-Geschäftsführer Harald Ortner, Moß-Projektleiter Frank Sauermilch, Architekt Michael Pfeifer, Polier Jürgen Leichert und der Technische Dezernent Siegfried Peterburs beim Abrissbeginn.

Foto: Heinz-Werner Rieck

Auf dem Hitzbleck-Gelände beginnen nun die Abrissarbeiten. Die Kunden werden aber noch länger warten müssen als geplant, bis alles fertig ist.

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Auf dem ehemaligen Areal der Gießerei Hitzbleck an der Westfalenstraße beginnen in diesen Tagen die Abrissabreiten. „Wir haben das Grundstück von der Stadt erworben und können nun loslegen“, sagt Harald Ortner, Geschäftsführer des Projektentwicklers HBB, der auf dem Gelände das Forum Hitzbleck bauen wird. Das Nahversorgungszentrum mit 6700 Quadratmetern Verkaufsfläche soll unter anderem einen Frischemarkt und einen Discounter sowie Einzelhandel beherbergen.

Eigentlich hätten die Abbrucharbeiten schon vor einigen Wochen beginnen sollen. Zunächst führten aber Nachfragen der Bezirksregierung zur Jahreswende zu Verzögerungen. Zuletzt habe man dann noch „Dienstbarkeiten aus dem Grundbuch löschen“ müssen, um mit dem Abbruch beginnen zu können, so Ortner. Alles in allem sei man zwei bis drei Monate im Verzug. Da man so eine Eröffnung zu Ostern nicht einhalten könne und bei der Flaute in den Sommerferien keine Geschäfte aufmachen wollten, sei der angepeilte Eröffnungstermin nun Anfang September 2019 – ursprünglich war das Weihnachtsgeschäft 2018 anvisiert worden. Baubeginn soll im Frühjahr 2018 sein.

Rund 830 Tonnen Stahlschrott fallen an

Bis zur Eröffnung wird es bei 70 000 Kubikmetern Rauminhalt der Gebäude noch einiges zu tun geben. Rund drei Monate sollen zunächst die Abbrucharbeiten dauern. Rund 830 Tonnen Stahlschrott entstehen dabei. Die Altlasten der Gießerei stellen für Frank Sauermilch, Projektleiter beim Abbruchunternehmen Moß, kein Problem dar. „Alle gefährlichen und nichtmineralischen Materialien werden von uns abgefahren und entsorgt.“

Die mineralischen Stoffe hingegen sollen auf dem Areal bleiben und zur Modellierung des Geländes verwendet werden – für den späteren Parkplatz im östlichen Bereich muss ein Teil der Fläche angehoben werden. Nach und nach sollen auch die Gießereigebäude fallen. Wobei das Gebäude direkt an der Westfalenstraße mit am längsten stehen bleiben wird. „Es dient als Puffer, um die Lärm- und Staubemissionen für die Innenstadt so gering wie möglich zu halten“, sagt Sauermilch.

Der große Schornstein wird gesprengt

Ganz zuletzt soll der große Schornstein der ehemaligen Gießerei fallen. Da der größte zur Verfügung stehende Bagger mit 28 Metern eine zu geringe Reichweite habe, müsse man den Schornstein sprengen, kündigt Sauermilch an. Insgesamt werde der Baustellen-Verkehr während des Abbruchs kein Problem für die Westfalenstraße sein.

Nicht alles wird jedoch dem Erdboden gleich gemacht. Die industrielle Vorgeschichte soll gewürdigt werden. So wird ein Schmelztiegel am Panoramaradweg wieder aufgestellt. Die Ringe, die den Schornstein umfassen, sollen zu einer Skulptur umgebaut werden. „In der Straße Am Rathaus sollen drei Säulen mit Formplatten aus der ehemaligen Gießerei aufgestellt werden“, so der Technische Dezernent Siegfried Peterburs. Bevor etwas Neues erschaffen wird, steht aber erstmal der Abriss an.

>>> PARKPLÄTZE STEHEN NOCH LÄNGER ZUR VERFÜGUNG

  • Anders als angekündigt, kann der befestigte Parkplatz östlich des Hitzbleck-Areals nach Absprache mit der Abrissfirma nun doch noch durchgängig bis zum Oldtimertreffen am 10. September geöffnet bleiben.
  • Der weiter östlich gelegene Schotterparkplatz soll möglichst lange offen bleiben, man geht von einigen Wochen aus.

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