Stadtentwicklung

Das Alte Pastorat in Heiligenhaus erhält eine neue Nutzung

So soll es rund um das Alte Pastorat im Herbst 2020 einmal aussehen. Vorne entsteht eine Gastronomie, in dem Neubau wird Pro Mobil nicht nur seine Dienste anbieten, sondern auch ein Stadthotel betreiben.

So soll es rund um das Alte Pastorat im Herbst 2020 einmal aussehen. Vorne entsteht eine Gastronomie, in dem Neubau wird Pro Mobil nicht nur seine Dienste anbieten, sondern auch ein Stadthotel betreiben.

Foto: Architekturbüro Schönborn und Hölscher

Heiligenhaus.   Lange stand das Gebäude an der Hauptstr. 185 leer. Hotel und Gastronomie entstehen, Ankermieter wird Pro Mobil. Bauherrin ist Alice Thormählen.

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Ein Jahrzehnt, stellt Bürgermeister Michael Beck fest, hat es gedauert: Nun ist über eine neue Nutzung des Alten Pastorats entschieden. Die Hauptstraße 185 wird teils ihr bekanntes Gesicht behalten und dennoch ganz neu. Erworben hat das Areal Alice Thormählen, als Ankermieter wird Pro Mobil von Velbert nach Heiligenhaus ziehen. Entstehen werden ebenfalls Gastronomie sowie ein Stadthotel.

Es seine Wunde gewesen, die lange in der Innenstadt geklafft habe: „Nach einem langen Weg sind wir hier endlich im Begriff anzukommen“, berichtet Beck freudig über das Projekt. Der Bauantrag dafür werde noch dieses Jahr eingereicht, im April 2019 werden die Arbeiten beginnen, fertig sein soll der Komplex im Herbst 2020, erklärt Architekt Raimund Hölscher.

Gastronomie zieht in das alte Gebäude ein

Rund um das Alte Pastorat entsteht dann ein L-förmiger Neubau. „Die Außenfassade sowie die Kastanie bleiben erhalten, in Gänze ist das Pastorat aber nicht erhaltenswert“, erklärt Hölscher. So werde der Giebel abgerissen und neu aufgebaut, „es entstehen viele, neue Fenster.“ Die Stufen vor dem Pastorat verschwinden, „es wird ebenerdig begehbar, die Fenster bis zum Boden runtergezogen.“

Denn hier werde die Gastronomie einziehen, „die soll ganztägig betrieben werden, auch mit Außenbereich“, erklärt Gregor Todesco, der stellvertretend für die Bauherrin das Konzept präsentierte. „Es ist die Liebe von Frau Thormählen zu ihrer Heimatstadt, diesen Schandfleck zu beseitigen. Sie ist sehr glücklich über dieses Projekt.“

Pro Mobil wird der Ankermieter werden

In dem Neubau wird Pro Mobil (siehe Infobox) Quartier beziehen. „Seit 2002 sind wir in Velbert, aber wir wollten gerne nach Heiligenhaus. Hier entwickelt sich viel, die Innenstadt ist ertüchtigt worden, die Nähe zum Campus ist toll und wir wollen direkt in Kontakt zu den Menschen suchen“, erklärt Geschäftsführerin Margit Benemann. Nach Heiligenhaus ziehen werden wohl außer der Stelle in der Günther-Weisenborn-Straße sämtliche Außenstellen in Velbert „Dann haben wir alles unter einem Dach.“

Das Besondere: Sie werden ebenfalls hier ein Hotel betreiben. Und das, berichtet Raimund Hölscher, sei einzigartig im gesamten Nordkreis Mettmann: „Es ist nicht nur barrierefrei, sondern rollstuhlgerecht.“ Das, so Benemann, fehle in der Umgebung; „Es soll aber alle ansprechen und ein junges, modernes, aber eben für Rollstuhlfahrer gerechtes Hotel im mittleren Preissegment werden.“

Stadthotel für Rollstuhlfahrer besonders geeignet

Hinter dem Pastorat wird ein Innenhof entstehen, von hier geht es ebenerdig in das Gebäude. Eine Tiefgarage wird gebaut, „aber zur Eigennutzung“, so Hölscher. Zwei Adressen werde es dann geben „und die Ladestraße wird einen neuen Namen erhalten.“

Dass das Pastorat seine Außenfassade behalte, sei der Stadt wichtig gewesen, ergänzt der Technische Dezernent Siegfried Peterburs: „Der Mensch hat eine Sehnsucht, alte Orte aufzusuchen. In historische Gebäude geht man gerne. Für mich ist das Projekt, wie es nun umgesetzt wird, ein außergewöhnliches Ergebnis.“

>>> DAS IST PRO MOBIL

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