Musical

Darsteller tanzen beim Musical in der Aula um die ganze Welt

Zu einem Lied aus dem „König der Löwe

Foto: Socrates Tassos

Zu einem Lied aus dem „König der Löwe Foto: Socrates Tassos

Heiligenhaus.   Piraten, Krieger, Akrobaten: Bei der Aufführung des Tanzateliers Heiligenhaus überzeugten die Darsteller mit Kreativität und Vielseitigkeit.

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Aufgeregt warten Mara und Linda darauf, dass sich der Vorhang öffnet. Sie wirken nicht minder vervös, als die rund 150 Darsteller, die hinter der Bühne noch einmal den Sitz der Bühnenoutfits prüfen und letzte Tanzabfolgen durchgehen. Die beiden zwölfjährigen Mädchen aus dem Publikum warten auf den Auftritt ihrer besten Freundin und sind stolz darauf, sie bei ihrem ersten großen Auftritt unterstützen zu können. Mit dabei ist natürlich auch ein Blümchen – das wollen sie ihr im Anschluss überreichen.

Die 150 Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen vom Tanzatelier Heiligenhaus möchten das Publikum, das sich in der ausverkauften Immanuel-Kant-Aula zusammen gefunden hat, auf eine tänzerische Weltreise entführen. Aldina Brcvak begrüßt das Publikum mit einigen Zitaten aus aller Welt. Von berühmten Dichtern wie Mahatma Ghandi: „Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen“, aber auch treffenden Feststellungen von Kindern: „Auf der Bühne darf man nicht treten oder beißen.“

Gefährlich und stark

Wie man gemeinsam aber etwas Wunderbares auf die Beine stellen kann, zeigten die Tänzerinnen und Tänzer. Los geht es mit dem Tanz der Akrobaten und damit nach Spanien. War die Nervosität vor dem Auftritt fast grenzenlos, scheint sie nun von den kleinen Mädchen abzufallen und sie tanzten den Alegria-Tanz aus Spanien, als wenn sie in den letzten Wochen nichts anderes geprobt hätten.

Fröhlich tanzen und springen die Mädchen im Kreis und verbeugen sich schließlich, erleichtert aufatmend unter fulminantem Applaus. Von Spanien geht es nach Italien und auch Indien besuchen die Tänzerinnen. Und beim Hut-Tanz zu italienischen Variationen von „Mein Hut, der hat drei Ecken“ fliegen die Tänzerinnen und auch ihre Hüte über die Bühne.

Besonders gefährlich wird es beim Auftritt der kleinsten Tänzerinnen zu einem Lied aus dem König der Löwen. Direkt aus Afrika scheinen die gefährlichen Königstiere zu stammen, als sie wild auf der Bühne fauchen und ihre Krallen zeigen.

Kriegstanz und Piraten

Ebenso stark und richtig mutig wird es beim Maorischen Kriegstanz aus Neuseeland. Hier stehen die einzigen drei Jungs des Tanzateliers auf der Bühne und zeigen, dass sich die harten Proben gelohnt haben. Die Schritte sitzen perfekt. Die Körperspannung mutet der eines Kriegers an und fällt erst ab, als der tosende Applaus über Liam, Bela und Casper herabregnet.

Mit Live-Musik verzaubert beispielsweise der Piratentanz aus „Fluch der Karibik“ die Zuschauer. Die Aufführungen der Tanzgruppen könnten abwechslungsreicher nicht sein. Sichtlich steckt in jeder Choreografie viel Herzblut, aber auch Schweiß und unzählige Stunden des Übens. Die Zuschauer sind überwältigt von der Vielfalt und Kreativität, die die tänzerische Weltreise bietet.

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