Sommerfest

Bei der Heiligenhauser Lebenshilfe weiß man, wie man feiert

Auch die Musik orientierte sich am Motto „Der Berg ruft“. Selbstverständlich durfte die passende Kleidung nicht fehlen.

Auch die Musik orientierte sich am Motto „Der Berg ruft“. Selbstverständlich durfte die passende Kleidung nicht fehlen.

Foto: Ulrich Bangert

Heiligenhaus.  Wenn die Bewohner der Lebenshilfe-Einrichtung in der Abtsküche zum Sommerfest rufen, kommen viele. Was die Feste hier so ganz besonders macht.

Der Berg rief – und die Besucher kamen in Scharen zum Sommerfest der Lebenshilfe in die Abtsküche. Mit viel guter Laune und bei bestem Spätsommerwetter feierten Bewohner, Mitarbeiter, Angehörige und Nachbarn das alpine Sommerfest.

An Attraktionen, natürlich passend zum Thema, mangelte es nicht: Hier konnten Nägel möglichst flott in die Nagelbank eingeschlagen werden, dort durften Ringe geworfen werden. Und zwar auf ein Bergpanorama, das von mehreren Bewohnern in Gemeinschaftsarbeit aufwändig gestaltet worden war. Für die musikalischen Festteilnehmer gab es die Möglichkeit, mit Handglocken „Alle meine Entchen“, „Hänschen klein und „Summ, summ, summ“ zu spielen, mit aufsteigender Schwierigkeit natürlich.

Schlager wurden selbst gesungen

Das beständige Bimmeln sollte allerdings nicht das einzige musikalische Highlight bleiben, Schlager begeisterten die stilecht in Lederhosen und Dirndl gekleideten Bewohner, die auch selbst musizierten. Beim Schminken und Tattoos aufkleben waren dann keine Grenzen mehr gesetzt, hier durfte jeder ganz frei auswählen, wie er sich verschönern wollte.

Das Motto „Der Berg ruft“ hatte sich in diesem Jahr übrigens nur knapp mit einer Stimme Mehrheit gegen das Thema „Märchen“ durchgesetzt. „Und gestartet sind wir mit bestimmt 25 verschiedenen Ideen“, erklärt Betreuerin Gaby Freitag schmunzelnd. Denn der Bewohnerbeirat startet jeweils im Februar mit der Umfrage zum Motto, „dann darf jeder einzelne der 40 Bewohner einen Vorschlag machen.“ Rundenweise wird dann zusammengefasst, aussortiert und abgestimmt.

Zu den Vorbereitungen gehört dann auch die Herstellung der Deko – diesmal schmückten unter anderem mit Moos und Pilzen dekorierte Drahtherzen den Garten der Lebenshilfe. „Die haben die Bewohner in der Sommerfreizeit gebastelt, abends auf der Terrasse, und dann auch direkt Bilder von den fertigen Werken nach Hause geschickt“, berichtet Gaby Freitag., die seit 20 Jahren als Betreuerin tätig ist. Wer mochte, konnte eines der Kunstwerke kaufen und mit nach Hause nehmen.

Festdeko im Urlaub hergestellt

Eine andere Form der Beschäftigung wurde im Festzelt angeboten: Hier konnte, wer mochte, gleich mehrere Runden Bingo spielen und auf einen der attraktiven Preise hoffen. „Das Spiel ist immer wieder beliebt“, berichtete Lebenshilfe-Pressesprecherin Caroline Hutschenreuter. „Seit drei Jahren bieten wir es deshalb auch auf dem Sommerfest an, in den Gruppen initiiert wurde es ursprünglich vom Schwager eines unserer Bewohner.“ Kulinarisch wurde natürlich auch einiges geboten, Gegrilltes, Waffeln und ein buntes Salatbuffet warteten auf die Besucher.

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