Konzert

„Backfired.Hate“ rockt im Heiligenhauser Club die Bühne

Bei der Band „Ignition“ – hier bei ihrem Auftritt am Freitag im Heiligenhauser Club – hat Matthias Ernst früher Gitarre gespielt.

Bei der Band „Ignition“ – hier bei ihrem Auftritt am Freitag im Heiligenhauser Club – hat Matthias Ernst früher Gitarre gespielt.

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Heiligenhaus.  „Backfired.Hate“ stellt in Heiligenhaus im Club die neue CD vor. Verstorbener Gitarrist Mattes Ernst hatte zu Gast-Bands einen besonderen Bezug.

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Das Konzert der Heiligenhauser Metal-Band „Backfired.Hate“ im Club war als Release-Konzert anlässlich der neuen CD geplant. Durch den Tod des Gitarristen Matthias Ernst wurde der Abend zu einem Tribute-Konzert. Das bedeutet aber nicht, dass es traurig wurde. Ganz im Gegenteil, der Freitagabend entwickelte sich zu einer Party.

Jeder Band eine Erläuterung vorangestellt

Sebastian Ernst, Frontmann und Bruder des verstorbenen „Mattes“, wie Matthias genannt wurde, erklärte, wie sich der Abend vom geplanten Ablauf unterschied. „Das ist hier trotzdem eine Release-Party, unsere CD erscheint heute. Trotzdem ist natürlich das Gedenken an Matthias im Vordergrund und definitiv das Thema“, so der Sänger. Um der familiären und emotionalen Stimmung gerecht zu werden, hat die Band sich etwas Besonderes ausgedacht: Vor jeder beteiligten Band gibt es eine Einleitung von Sebastian Ernst, in der er die Formation vorstellt und z. B. den Bezug zu seinem Bruder erläutert. Besonders freue er sich, dass „Ignition“ teilnehme: „Mein Bruder hat bei den Jungs Gitarre gespielt und somit einen besonderen Bezug zur Band.“

Ein Klavier-Intro hinzugefügt

Auch die CD wurde nach dem Tod abgeändert. Bei einem Song sei etwa ein Klavier-Intro hinzugefügt worden, einen anderen habe Sebastian Ernst aus einem Gitarrenriff seines Bruders geschrieben, erzählt der Sänger. „Ich bin der Meinung, dass man sich über die Musik am Besten ausdrücken kann. Natürlich spielen die Emotionen bei diesen Songs eine große Rolle. Wenn man das Album hört, merkt man schon, dass da etwas hinter steckt.“

Die Zeit bis Mitternacht ausgereizt

Benedict Stasch (19) schildert seine Beweggründe: „Ich kenne die Jungs von Backfired.Hate persönlich, deswegen war es für mich selbstverständlich, hierher zu kommen und zu der Musik zu feiern.“ Und eine Feier wurde es. Nachdem die drei Gast-Bands der Menge eingeheizt hatten, reizte „Backfired.Hate“ die Zeit bis 24 Uhr restlos aus und rockte die Bühne. Neben Gastauftritten der Sänger der anderen Bands für jeweils einen Song waren auch viele so genannte Moshpits im rappelvollen Club zu beobachten. Die Zuhörer blieben teils noch bis nach ein Uhr, um sich auszutauschen und mit der Band zu reden. „Ich bin mir sicher, dass Matthias genau so einen Abend gewollt hätte“, erklärt Sebastian Ernst.

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