Wettbewerb

Azubis fordern regionale Politik und Wirtschaft heraus

Midras Lappe(Mitte) erklärte Christian Untrieser (v.l.) Elisabeth Müller-Witt, Björn Kerkmann, Gregor Berghausen, Wilhelm Seibel und Ralf Herre, was bei der IHK-Azubi-Challenge zu tun ist.

Midras Lappe(Mitte) erklärte Christian Untrieser (v.l.) Elisabeth Müller-Witt, Björn Kerkmann, Gregor Berghausen, Wilhelm Seibel und Ralf Herre, was bei der IHK-Azubi-Challenge zu tun ist.

Foto: Alexandra Roth

Heiligenhaus.   Bei der IHK-Azubi-Challenge lernten Vertreter aus Wirtschaft und Politik den Arbeitsalltag kennen. Dabei mussten sie knifflige Aufgaben lösen.

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Was verstehen Vertreter der lokalen Wirtschaft und Politik vom Arbeitsalltag der Azubis in der Industrie? Und warum führt eine Ausbildung zu einem hochwertigem Berufsabschluss? Um diese Fragen zu beantworten, stellten sich gestern sechs Teilnehmer aus der regionalen Politik und Wirtschaft der IHK-Azubi-Challenge. Im Hause der Firma IMS Messsysteme GmbH (siehe Infokasten) an der Dieselstraße mussten sie knifflige praktische Aufgaben bewältigen, die so auch auf die Azubis im Unternehmen warten. „Wir wollen zeigen, wie attraktiv Ausbildungen sind und dass es noch immer 800 freie Lehrstellen im Kreis gibt“, erklärt Friederike Helle von der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf das Konzept der Aktion.

Für das Team Politik traten an: der Erste Beigeordnete der Stadt Heiligenhaus, Björn Kerkmann, und die Landtagsabgeordneten Elisabeth Müller-Witt (SPD, Wahlkreis Mettmann III) Christian Untrieser (CDU, Wahlkreis Mettmann II). Für das Team Wirtschaft spielten mit: Ralf Herre, Geschäftsführer Zismann Druckguss GmbH, Wilhelm Seibel, GF Mono GmbH, und Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf. „Wollen wir mal gucken, ob wir die Fertigkeiten rudimentär beherrschen“, so Elisabeth Müller-Witt, wohl ahnend, was auf die Kandidaten zukommt.

Drei Aufgaben müssen die beiden Teams bewältigen – und die haben es in sich. In Station 1 muss der Stecker eines Stromkabels zusammengesetzt werden. Mit Zange und Schraubendreher bewaffnet geht es ans Werk. „Wir hätten da gerne ein Problem“, macht Team Wirtschaft nach zwei Minuten auf sich aufmerksam.

Um eine Ziffer verrechnet

Im Team Politik dreht währenddessen eine Schraube durch. Am Ende bringen beide Teams aber mit ihrem Stecker eine Lampe zum Leuchten. Die Politik ist eher fertig. „Aber Schnelligkeit ist nicht alles“ kommentiert Gregor Berghausen. Ihren Stecker hat die Wirtschaft nämlich besser zusammen gesetzt. Unentschieden im ersten Spiel.

In Spiel 2 setzen die Spieler einzeln einen kleinen Messbügel zusammen. In großer Form werden diese von IMS in der Industrie eingesetzt. Die Spieler müssen Kabel anschließen und Widerstände anlöten – kleiner Grundkurs Elektrotechnik also. „Das lernt man in der Ausbildung, das ist für jeden machbar“, sagt Midras Lappe, Spielleiter und Elektroniker bei IMS. Diesem Druck halten die Teams stand. Am Ende müssen zwei Kontrollleuchten blinken und das klappt auch bei fast allen. Dennoch: die Wirtschaft gewinnt Spiel 2.

Auszubildende leisten gute Arbeit

Spiel 3 wartet mit Mathematik. Dort müssen elektrische Widerstände an den eben zusammengesetzten Messbügeln errechnet werden. Team Wirtschaft verrechnet sich leider um eine Ziffer. Die Politik gleich noch aus: Der Endstand ist ein gerechtes Unentschieden. Damit kann Björn Kerkmann gut leben: „Ich hätte zwar schon gerne gewonnen, aber das Ganze ist doch eine super Aktion.“ Ralf Herre hebt neben dem spielerischen Aspekt die Wichtigkeit der Challenge hervor: „Da sieht man mal, was die Auszubildenden alles leisten.“

Am Ende haben sich beide Teams gut geschlagen, die richtigen, großen Aufgaben sind aber sicher etwas für die (angehenden) Fachkräfte der Region.

>>> IMS HAT 365 MITARBEITER AM STANDORT HEILIGENHAUS

  • Die Firma IMS Messsysteme GmbH ist Weltmarktführer für Messtechnik in der Industrie.
  • Produkte von IMS messen beispielsweise in Walz- und Hüttenwerken Metalle auf ihre Dichte, Breite und entdecken Fehler.
  • „In Heiligenhaus haben wir rund 365 Mitarbeiter und möchten uns auf unserem Gelände noch erweitern“, sagt der Technische Geschäftsführer Rainer Fackert. Fest am Standort Heiligenhaus ist das Unternehmen seit dem Jahr 1987.

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