Kultur

Ausstellung in der Dorfkirche erinnert an den Kalten Krieg

Jürgen Schöps (l.) und Hans Schäfers vom Förderkreis Bürgerhaus Dorfkirche Isenbügel zeigen Plakate der neuen Ausstellung zum Kalten Krieg.

Foto: Uwe Möller

Jürgen Schöps (l.) und Hans Schäfers vom Förderkreis Bürgerhaus Dorfkirche Isenbügel zeigen Plakate der neuen Ausstellung zum Kalten Krieg. Foto: Uwe Möller

Heiligenhaus.   Der Förderkreis Bürgerhaus Dorfkirche Isenbügel zeigt ab dem 26. Januar die Ausstellung „Der Kalte Krieg – Ursachen, Geschichte und Folgen“.

Von den Protesten gegen die atomare Aufrüstung und Friedensdemonstrationen bis zum Ende der DDR und der Wiedervereinigung Deutschlands – vielen Erwachsenen ist die Zeit des Kalten Krieges auch heute noch sehr präsent. So auch Jürgen Schöps, Erika Otten und Hans Schäfers vom Förderkreis Bürgerhaus Dorfkirche Isenbügel. „Wir hatten existenzielle Angst“, erinnert sich Erika Otten an die Zeit der Friedensdemonstrationen.

Für Jürgen Schöps ist das auch noch sehr greifbar. „Wir waren an der Schwelle zum Atomkrieg, das bedrückt uns heute immer noch.“ Und Hans Schäfers war gerade zum Wehrdienst eingezogen worden, als die Kuba-Krise ausbrach. „Plötzlich bekamen wir scharfe Munition“, erinnert er sich. „Das möchte ich nicht wieder erleben.“

Eröffnungsfeier am 26. Januar

Deshalb wurde Jürgen Schöps sofort hellhörig, als er von der Ausstellung „Der Kalte Krieg – Ursachen, Geschichte und Folgen“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Berliner Kollegs, das zum Kalten Krieg forscht, erfuhr. Sein Vorschlag, die Ausstellung mit 22 Info-Tafeln gegen eine Schutzgebühr von 30 Euro zu kaufen, sei auch im Kulturausschuss im Frühjahr 2016 auf breite Zustimmung gestoßen.

Und nun zeigt der Förderkreis Bürgerhaus Dorfkirche Isenbügel die Ausstellung erstmals in Heiligenhaus. Los geht’s mit einer Eröffnungsfeier am Donnerstag, 26. Januar, um 17.30 Uhr im Bürgerhaus Dorfkirche Isenbügel. Zur Eröffnung konnte der Förderkreis Pfarrer Rainer Eppelmann, Vorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung, als Referenten gewinnen. Anschließend wird die Ausstellung vom 27. Januar bis 2. Februar in der Dorfkirche zu sehen sein, bevor sie jeweils eine Woche lang an den drei weiterführenden Schulen in Heiligenhaus zu Gast sein wird.

Vor allem Schüler ansprechen

„Die Schulen haben sofort mitgemacht“, freut sich Jürgen Schöps. Sie führen jeweils rund um die Ausstellung eine Projektwoche durch, in der Aspekte des Kalten Krieges bearbeitet werden. „Das ist unser eigentliches Ziel gewesen – junge Leute an den Kalten Krieg zu erinnern“, sagt Schöps. „Es ist wichtig, das nicht zu vergessen“, findet auch Erika Otten. Denn es sei großartig, heute Frieden zu haben und der solle auch nicht aufs Spiel gesetzt werden. Diesen Gedanken zu schärfen, dazu könne die Ausstellung beitragen.

Die Ausstellung besteht aus 22 Info-Tafeln, die jeweils einen Text, eine Handvoll Bilder mit Informationen sowie einen QR-Code zum Abrufen eines Videos über das Smartphone, zeigen. Die Texte und insgesamt 160 Fotos decken den Zeitraum vom Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 bis zur Auflösung der Sowjetunion 1991 ab.

Ab März im Rathaus zu sehen

In den Kapiteln geht es unter anderem um Proteste der Bevölkerung, den Vietnam-Krieg, das „Schlachtfeld Dritte Welt“ oder um das Erbe des Kalten Krieges. „Ich finde es gut, dass die deutsche Geschichte im globalen Rahmen beleuchtet wird“, sagt Erika Otten.

Nach dem Gastspiel in den Schulen soll die Ausstellung ab März im Rathaus zu sehen sein. Und danach könne sie gerne ausgeliehen werden, kündigt Jürgen Schöps an.

>>> AUSSTELLUNG BIS ZUM 2. FEBRUAR IN DER DORFKIRCHE

  • Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 26. Januar, um 17.30 Uhr im Bürgerhaus Dorfkirche Isenbügel, Isenbügeler Straße 25. Vom 27. Januar bis 2. Februar ist sie dort täglich von 17 bis 18 Uhr zu sehen.
  • Die Ausstellung wird vom Berliner Kolleg (www.berlinerkolleg.com) und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (www.bundesstiftung-aufarbeitung.de) herausgegeben.

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