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Lokales

Auf dem Weg zur eigenen Obstwiese

Die Sonne scheint auf die beiden frisch ausgehobenen Pflanzenlöcher an der Realschule. Zwei neue Apfelbäume, ein Gravensteiner und ein Geheimrat Dr. Oldenburg, sollen an diesem schönen Ort in Zukunft wachsen.

Im Rahmen des Umweltkonzepts der Schule werden seit Jahren regelmäßig Bäume auf dem Gelände verpflanzt. „Eine eigene Obstwiese mit einheimischen Apfelsorten hier zu haben, das ist unser Ziel“, erzählt Biologielehrer Werner Wiersch.

Zwei Wochen beschäftigte sich der Biologiekurs mit den Vorbereitungen. „Die Schüler haben zu verschiedenen Themen Plakate bemalt und beschriftet, die sie einer anderen Klasse vorstellen“, erklärt Werner Wiersch. Doch nicht nur Wissenswertes über Streuobstwiesen oder Apfelbaumblüten wird vermittelt: „Ein Tasting von einheimischen Apfelsorten gehört auch dazu“, findet die Rektorin Sonia Cohen, die das Umweltkonzept ebenfalls unterstützt. Es konnten Braeburn, Golden Delicious, Boskop und andere Sorten probiert werden. Am meisten überzeugte aber der Cripps Pink: „Den Apfel mag ich am liebsten, weil er so süß schmeckt“, beschreibt Schülerin Fatma das Obst.

Während die Schüler die hochstämmigen Apfelbäume früher von einem kleinen Teil ihres Taschengeldes bezahlten, wurden die neuen Pflanzen von den Wirtschaftsjunioren Niederberg finanziert. „Die Idee gefällt uns sehr gut“, sagt Tobias Terworth, der Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren, „wir freuen uns, das Projekt fördern zu können.“

Die Patenschaft für die neuen Apfelbäume übernehmen jedoch wie immer die Schüler: „Sie müssen mehr Verantwortung im Umgang mit der Natur und der Umwelt übertragen bekommen“, gibt der Biologielehrer zu bedenken. Auch die Wirtschaftsjunioren zeigen sich mit dieser Intention zufrieden, „schließlich soll in der Schule Erlerntes auch für das spätere Leben greifbar sein.“ Das sind dann fürs erste die Äpfel, die man in ein paar Jahren vom eigenen Baum ernten kann.

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