Heiligenhaus. Das Haus Selbeck in Heiligenhaus für Geflüchtete zu nutzen, ist umstritten. Bewohner erzählen ihre Geschichte – und was ihnen Hoffnung macht.

Als die siebenjährige Suzi auf Deutsch anfängt zu zählen, sind alle Augen im kleinen Gemeinschaftsraum auf sie gerichtet. Zwar endet die Vorstellung bereits bei „zehn“, doch das mindert nicht das begeisterte Lachen des Publikums. Es sind die unscheinbaren Momente des Miteinanders in denen klar wird: Familie Correia aus Angola ist endlich in Heiligenhaus angekommen – für ein sicheres Leben und die Gesundheit ihrer jüngsten Tochter sind sie geflüchtet. Wer es nicht besser weiß, würde der fröhlichen, lebensbejahenden Familie aus Angola die Angst und Hemmungen nicht ansehen. Doch sie sind da.