Heiligenhaus. Die Polizei hat die für Sonntag geplante Pedelec-Aktion am Panoramaradweg in Heiligenhaus ob der schlechten Wetterprognose abgesagt.

Immer mehr Menschen sind – auch im Kreis Mettmann – auf einem E-Bike oder mit dem Pedelec unterwegs. Der Markt erlebte in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom, doch mit der gestiegenen Mobilität auf dem durch einen Elektro-Motor unterstützten Zweirad sind auch die Unfallzahlen gestiegen: Zählte die Polizei im Jahr 2019 noch 447 sowie im Jahr 2021 noch 431 Verunglückte mit Fahrrädern und Pedelecs, waren es im Jahr 2022 552 – ein Anstieg von rund 28 Prozent.

„Pedelec-Unfälle sind derzeit unser Sorgenkind Nummer eins – hier haben wir auch eine deutliche Zunahme der Verletzten zu beklagen“, erklärt Heiner Mies, Leiter der Direktion Verkehr bei der Kreispolizeibehörde Mettmann. Vor diesem Hintergrund wollte die Polizei auf Prävention setzen und hatte für Sonntag, 26. März, gemeinsam mit der Kreisverkehrswacht alle Pedelec-Begeisterten auf den Panoramaradweg nach Heiligenhaus eingeladen.

Pedelec-Info-Stand auf Höhe der Campusallee in Heiligenhaus

Aufgrund des zu erwartenden regnerischen, windigen und kalten Wetters hat die Polizei nun jedoch entschieden, die Verkehrssicherheitsaktion am kommenden Sonntag abzusagen und auf einen neuen Termin zu verschieben. „Wir möchten mit unserer Aktion möglichst viele Fahrrad- und Pedelec-Fahrende ansprechen. Bei der aktuellen Wetterprognose ist aber davon auszugehen, dass an diesem Tag nur wenige auf dem Zweirad unterwegs sein werden. Daher werden wir die Aktion verschieben“, so Verkehrssicherheitsberater Jens Jaraczewski-Kuhlen von der Kreispolizeibehörde Mettmann. Sobald der neue Termin feststeht, wird dieser frühzeitig angekündigt.

Mit einem Pedelec ist man schnell unterwegs: Wenn die Fahrsicherheit fehlt, kann es schnell gefährlich werden.
Mit einem Pedelec ist man schnell unterwegs: Wenn die Fahrsicherheit fehlt, kann es schnell gefährlich werden. © FUNKE Foto Services | Jörg Schimmel

Darum kommt es laut Polizei zu vielen Unfällen im Kreis Mettmann

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„Immer mehr Menschen, gerade aus der Generation 65plus, sind mit einem Pedelec unterwegs – oftmals haben sie aber kein Gefühl für das Handling ihrer Räder. Die Körperkraft und die Sinneswahrnehmungen nehmen schon ab dem mittleren Alter nach und lassen sich nur bedingt durch Erfahrungen ausgleichen. Die Pedelecs sind schnell, schwer und haben starke Bremsen, das sind viele Menschen nicht gewöhnt, daher kommt es zu Unfällen“, erläutert Polizeihauptkommissar Jens Jaraczewski-Kuhlen.