Bauprojekt

An der Lindenstraße soll bald weiter gebaut werden

An der Baustelle an der Lindenstraße könnten die Arbeiten nun bald weitergehen.

Foto: Alexandra Roth

An der Baustelle an der Lindenstraße könnten die Arbeiten nun bald weitergehen. Foto: Alexandra Roth

Heiligenhaus.   Seit Monaten tut sich an der Lindenstraße nichts. Bald könnte es endlich weitergehen. Geplant sind dort Wohnhäuser und eine Pflegeeinrichtung.

Nach monatelangem Stillstand könnte es endlich weitergehen: Auf der großen Brachfläche am ehemaligen Altenheim an der Lindenstraße sollen bald wieder die Bagger rollen (Hintergründe siehe Infokasten). Das hofft zumindest der Kettwiger Investor Rolf Gross­peter, der die Fläche vor einigen Jahren gekauft hat: „Ich bin optimistisch, dass noch im Januar eine Vorentscheidung für einen ersten Teil des Grundstücks fallen wird.“ Grosspeter will diesbezüglich auch noch ein Gespräch mit der Stadtspitze suchen und diese über sein Vorhaben unterrichten.

Geplant ist, das rund 6800 Quadratmeter große Grundstück in insgesamt vier Flächen aufzuteilen und zu bebauen. Das circa 1250 Quadratmeter große Teilstück zum Nordring hin hat Grosspeter eigenen Angaben zufolge verkauft, ein Grundbucheintrag stehe aber noch aus. Dort sollen Reihenhäuser entstehen. „Ich gehe davon aus, dass der Projektentwickler zeitnah mit der Umsetzung beginnen will“, sagt Grosspeter.

Intensivpflege soll kommen

Im Mittelteil des Geländes will Grosspeter das bereits bestehende, halb fertiggestellte Gebäude endgültig fertigstellen. Auf diesem 1777 Quadratmeter großen Grundstücksteil soll dann die geplante Intensivpflegeeinrichtung realisiert werden. „Der Bau könnte im dritten Quartal 2018 weitergehen und Ende des Jahres fertig werden“, hofft Grosspeter.

Im zweiten Mittelstück, das etwas mehr als 2000 Quadratmeter groß ist, will Grosspeter selbst vier Doppelhäuser errichten. Hier rechnet er aber nicht mit einem Baubeginn vor 2019.

Auf dem vierten und letzten Teilstück im Norden des Geländes (rund 1500 Quadratmeter) soll Servicewohnen realisiert werden. „Bei dieser Wohnform können Menschen mit Pflegegrad 1 oder 2 zusätzliche Hilfestellungen im Alltag erhalten“, erklärt Grosspeter, der für dieses Projekt in Kontakt mit zwei Interessenten stehe.

Probleme bei der Entsorgung von Bauschutt

Die Baustelle liegt seit Monaten wegen Problemen bei der Entsorgung von Bauschutt still. Teils wurde das Material auch zur Modellierung des Geländes genutzt. Der Kreis Mettmann will den Grundstückseigentümer nun per Ordnungsverfügung dazu bewegen, den Schutt abtransportieren zu lassen. „Bei Nichtbefolgen drohen Strafe im fünfstelligen Bereich, so Kreissprecherin Daniela Hitzemann. Rolf Grosspeter versichert, den Schutt zu beseitigen, sobald der Bau der Intensivpflege wieder in Gang kommt.

Ärger gab es auch öfter bei der Sicherung der Baustelle. Immer wieder war in der Vergangenheit der Bauzaun umgefallen. Dadurch komme es an der Lindenstraße zu gefährlichen Situationen, klagen die Anwohner. „Die Baugrube ist mehrere Meter tief und der Sturz eines Menschen führt über scharfkantige grobe Betonreste des ehemaligen Kellergeschosses“, sagt Anwohner Hans-Peter Schulten.

Bauzaun soll die Woche wieder aufgestellt werden

Bei der städtischen Bauaufsicht ist das Problem bekannt. Zuletzt sei man am 7. Dezember vor Ort gewesen, als der Zaun auf der Straße lag. „Die Zäune sind ordnungsgemäß aufgestellt. Bei starkem Wind können sie aber immer mal wieder umkippen“, so Jörg Schuster von der Bauaufsicht. Rolf Grosspeter hat nun Strafanzeige gestellt. Er vermutet, dass die Zäune immer wieder mutwillig umgeworfen werden: „Der Zaun ist am Fuß abgebrochen worden.“

In dieser Woche soll der Bauzaun wieder aufgestellt werden, verspricht Grosspeter. Darüber dürften sich die Anwohner freuen. Noch größer wäre aber ihre Freude, wenn es auf der Baustelle bald endlich weitergehen sollte.

>>> SENIORENHEIM STAND BIS 2015 BIS AUF DEM GELÄNDE

  • Auf dem Gelände an der Lindenstraße stand früher das Seniorenheim der Caritas-Gesellschaft.
  • Die G&S CityProjekt GmbH von Rolf Grosspeter hatte das Gebäude vor rund acht Jahren erworben.
  • Im Jahr 2015 wurde das Seniorenheim abgerissen.

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