Multimedia-Spezial

Historische Stadtansichten: Heiligenhaus früher und heute

Der Hindenburgpark mit dem hellen Gemäuer des evangelischen Gemeindehauses war ein echter Hingucker. Ein Adventskalender-Türchen erinnert an den 1928 „zur Belustigung der Einwohner“ angelegten Bereich zwischen Schulstraße, Südring und Mittelstraße.

Der Hindenburgpark mit dem hellen Gemäuer des evangelischen Gemeindehauses war ein echter Hingucker. Ein Adventskalender-Türchen erinnert an den 1928 „zur Belustigung der Einwohner“ angelegten Bereich zwischen Schulstraße, Südring und Mittelstraße.

Heiligenhaus.  Kirchen, Knusperhäuser, Stadtansichten: Hier können Sie das historische Heiligenhaus entdecken und alte Fotos mit aktuellen Bildern vergleichen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Türen in die Vergangenheit der Stadt hat die Lokalredaktion im Dezember 2016 mit einem Adventskalender geöffnet. In Zusammenarbeit mit dem Heiligenhauser Stadtarchiv wurde ein historisches Bild veröffentlicht und diesen eine aktuelle Aufnahme gegenüber gestellt. Alle Bilderpaare haben wir hier für Sie zusammengestellt:

24. Dezember

24. Dezember: Der WAZ-Adventskalender öffnet heute ein Fenster in die Vergangenheit der Abtsküche und zeigt das ehemalige katholische Pastorat in der Abtsküche. Aufgenommen wurde das Bild nach Auskunft des Stadtarchivs 1971. Erbaut wurde das Gebäude in den Jahren 1829 und 1830. Wie aus den Unterlagen des Stadtarchivs hervorgeht, war das Haus im Oktober 1830 jedoch noch nicht bezugsfertig. Genutzt wurde es viele Jahre als Wohnhaus für die Vikare, die in der rund 50 Meter entfernten Jakobuskapelle bedienten. Später wurde das Gebäude als reines Wohnhaus genutzt. Auch bis zum Abriss in den 70er Jahren war die Kapellengemeinde als Besitzer eingetragen. Danach wurde das Gelände in der Abtsküche mit Wohnhäusern bebaut.

23. Dezember

23. Dezember: Ein Haus mit Geschichte, Fachwerk und Anbau: Das Haus Bertenburg an der Ruhrstraße zeigt diese alte Aufnahme aus dem Jahr 1960. Wie im Stadtarchiv festgehalten ist, wohnte im Vorgängergebäude an gleicher Stelle 1604 ein Henrich uff der Bertzburgh. Das Fachwerkgebäude wurde 1776 von Wilhelmus Betenburch errichtet. Genutzt wurde es lange Jahre als Gasthaus, auch für die Fuhrleute, die auf der Frankfurter Straße unterwegs waren und eine Rast einlegen wollten. Im Jahr 1870 wurde die Gaststätte schließlich einige hundert Meter weiter Richtung Kettwig an die Talburg verlegt. Zu Beginn der 1960er Jahre ging das Haus in den Besitz der Stadt Heiligenhaus über. Dort verblieb es 26 Jahre und wurde vermietet.

22. Dezember

22. Dezember: Diese Aufnahme aus den 1920er Jahren zeigt die Gartenwirtschaft Werkerwald an der Ratinger Straße. Vor dem Gebäude verläuft die heute viel befahrene Straße noch als Schotterpiste. Auf der gegenüberliegenden Seite spendet ein Laubwäldchen Schatten. "Dort wurden früher im Sommer Tische und Bänke aufgebaut und die Gäste bewirtet", sagt Stadtarchivar Hartmut Nolte. Bereits im Jahr 1897 wird die Wirtschaft und Bäckerei im Heiligenhauser Adressbuch erwähnt. Betrieben wird sie damals von Friedrich Wilhelm Leibeck. Nach seinem Tod übernahm die Witwe das Geschäft. 1903 wirbt sie in der Wülfrather Zeitung mit „schöner schattiger Park- und Waldanlage, Restaurant und Sommerlokal Werkerwald. 10 Minuten vom neuen Bahnhof Hofermühle entfernt“. Außerdem preist sie ein „elektrisch betriebenes Pianino“ an. Das Gebäude am Werkerwald beherbergt noch heute einen gastronomischen Betrieb.

21. Dezember

21. Dezember: Eine hübsche Allee mit Laubbäumen, an deren Ende ein ansehnliches Gebäude thront: das Parkhaus. 1929 wurde das Hotel zum „Zwecke der Verkehrsförderung“ im Auftrag der Stadt errichtet. „Genau zu dieser Zeit wurde auch die Eisenbahnstrecke fertig“, berichtet Stadtarchivar Hartmut Nolte. Mit dem Bau des Hotels habe man auch kapitalkräftige Ausflügler nach Heiligenhaus locken wollen. „Und man hat damals wohl auch schon an die ortsansässigen Firmen gedacht“, so Nolte. In den Bau des Komplexes steckte die Stadt 350.000 Mark – und damit etwa zehnmal so viel, wie ursprünglich veranschlagt. Nach der Fertigstellung wurden Restaurant und Hotelbetrieb verpachtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Parkhaus zunächst von der Wehrmacht genutzt. Später zogen amerikanische und britische Besatzertruppen in das Hotel ein. Nachdem im Februar 1947 die letzten Soldaten das Haus verlassen hatten, wurde es bis 1951 als Altenheim genutzt. 46 Betten, drei Kegelbahnen, Jagd- und Gesellschaftszimmer: Umgebaut und erweitert wurde das Hotel 1956. Ende 1988 wurde das Gebäude schließlich an die Pächter von Schloss Hugenpoet verkauft, die das heutige Waldhotel wiederum umbauten und erweiterten.

20. Dezember

20. Dezember: Mit unserem heutigen Adventskalender-Türchen sollen Erinnerungen an das Bösenhaus geweckt werden. Die Aufnahme aus dem Jahr 1960 zeigt den holzverkleideten Südgiebel, an der Front des Gebäudes kann man Fachwerk und hölzerne Fensterläden erkennen. Seinen ungewöhnlichen Namen erhielt das Gebäude in Anlehnung an frühere Bewohner: die Familie Bös. „Erbaut wurde das Haus im 18. Jahrhundert“, berichtet Stadtarchivar Hartmut Nolte. Im Laufe der Geschichte wechselte der Bau an der Kettwiger Straße nicht nur oftmals die Bewohner, sondern auch die Hausnummern. Im Jahr 1964 wurde es schließlich dem Erdboden gleich gemacht. An der Stelle des Bösenhauses verläuft heute die Rheinlandstraße.

19. Dezember

19. Dezember: Gepflegte Blumenbeete, hübsch angelegte Flanierwege und Bänke zum Verweilen - der Hindenburgpark mit dem hellen Gemäuer des evangelischen Gemeindehauses war ein echter Hingucker. Unser Adventskalender-Türchen erinnert heute an den 1928 „zur Belustigung der Einwohner“ angelegten Bereich zwischen Schulstraße, Südring und Mittelstraße. Dort, wo einst die Heiligenhauser Bevölkerung zwischen Blumenrabatten flanierte, wurden später neue Wohnhäuser und die Awo-Altentagesstätte errichtet. Das einst so schmuck anzusehende Gemeindehaus wurde Ende 2010 abgerissen. Heute findet man am Standort das Seniorenzentrum der Diakonie.

17. Dezember

17. Dezember: Gemüsegärten mitten im Stadtzentrum - diese Aufnahme aus dem Jahr 1925 zeigt die Pfarrkirche St. Suitbertus mit der katholischen Schule und dem östlich davon stehenden Gebäude an der Südseite der Hauptstraße. Wo heute Wohn- und Geschäftshäuser stehen, wurden einst Stangenbohnen angepflanzt. Auf dem historischen Bild aus dem Stadtarchiv sind auch die Oberleitungen für die Bergische Kleinbahn und Haltestellen zu sehen. Zwischen Velbert und Heiligenhaus wurde die Bahn elektrisch betrieben. Unter Dampf fuhr die Schmalspurbahn dann Richtung Hösel weiter. Diese Strecke wurde 1923 eingestellt. „Bis nach Velbert wurde sie noch bis 1952 betrieben“, berichtet Stadtarchivar Hartmut Nolte.

16. Dezember

16. Dezember: Heute zeigt der Adventskalender eine Postkarte - den Blick von der Kettwiger Straße auf das Restaurant Talburg. Im Vordergrund sieht man die von Bäumen gesäumte Kettwiger Straße, die in die Ruhrstraße mündet. „Die Gaststätte gab es bereits 1880“, so Stadtarchivar Hartmut Nolte. Im Jahr 1922 wurde sie um einen Anbau mit Saal erweitert. Wie aus den Unterlagen des Archivs hervorgeht, fiel das Ausflugslokal im November 1966 nahezu komplett einem Feuer zum Opfer. „Der Sachschaden wurde auf mehr als 350.000 Mark geschätzt“, zitiert Nolte aus seinen Unterlagen. Zwei Jahre nach dem verheerenden Brand wurde an gleicher Stelle ein Neubau errichtet. Heute findet man dort ein chinesisches Lokal.

15. Dezember

15. Dezember: An einen Grund zum Feiern erinnert diese alte Fotografie aus dem Stadtarchiv, die sich hinter diesem Türchen des Adventskalenders versteckt. Sie zeigt das Richtfest am Verwaltungsgebäude der Firma Arnold Kiekert und Söhne (AKS) an der Kettwiger Straße. Das Bürohaus wurde im Jahr 1957 fertiggestellt. Das Unternehmen, das Schließsysteme entwickelt und im Zweiten Weltkrieg Teile für die Rüstungsindustrie herstellte, zog bis 2007 mit der Produktion auf das damalige ABB-Areal am Höseler Platz. Der Standortwechsel zog sich über drei Jahre hin. Das alte Verwaltungsgebäude an der Kettwiger Straße wird derzeit zum Thormählen-Bildungshaus umgebaut.

14. Dezember

14. Dezember: Das Wasserwerk im Paradies verbirgt sich hinter dem heutigen Türchen unseres Adventskalenders. Das Schwarz-Weiß-Bild aus den 1960er Jahren zeigt das hübsche Gebäude, das inzwischen das Waldmuseum beherbergt. Der Ratsbeschluss zum Bau des Werks wurde am 1. Juli 1910 gefasst. Nach rund einjähriger Bauzeit konnte das Wasserwerk am 1. April in Betrieb genommen werden. „Der Bau kostete 233.500 Mark“, zitiert Stadtarchivar Hartmut Nolte aus seinen Unterlagen. Mit dem Bau des eigenen Wasserwerks konnte Heiligenhaus mit Trinkwasser versorgt werden, das im eigenen Stadtgebiet gewonnen wurde. Vorher erhielten die Heiligenhauser ihr Trinkwasser aus Kettwig. Dort wurde das Lebensmittel Nummer eins aus der Ruhr gewonnen und nach Velbert und Heiligenhaus befördert.

13. Dezember

13. Dezember: Das heutige Bild zeigt die Südseite der Alten Kirche mit dem angrenzenden Pastorat an der Hauptstraße. Links Kirche, rechts Pastorat – das sieht man auch an der unterschiedlichen Gestaltung der Gebäudeteile. Während die Fensterrahmen der Alten Kirche groß und dunkel angelegt wurden, sind im Pastorat weiße Rahmen und helle Fensterläden eingebaut. Die Kirchenwände sind mit Stein verkleidet, die des Pastorats zeigen hölzernes Fachwerk. Errichtet wurde der Komplex zwischen 1778 und 1782 – allerdings ohne Turm. Um einen Glockenturm erweitert wurde der optisch zweigeteilte Komplex erst Jahre später. Wie aus den Unterlagen des Stadtarchivs hervorgeht, wurde der Glockenturm am 3. Januar 1897 eingeweiht. Zuvor war neben der turmlosen Kirche ein Holzgestell mit kleinen Glocken errichtet worden, das nun nicht mehr gebraucht wurde.

12. Dezember

12. Dezember: Diese Aufnahme aus dem Jahr 1955 zeigt die damals noch gepflasterte Hauptstraße mit der im April 1898 eingeweihten St. Suitbertus-Pfarrkirche. Zu sehen ist auf dem Bild auch das Gebäude mit der Nummer 134, in dem die Heiligenhauser im „Deutschen Haus“ einkehrten. Das Textilgeschäft von Friedrich Klute befand sich gleich nebenan, ebenso die Bäckerei von Heinz-Ewald Mühling. Im Haus mit der Nummer 136 gingen einst die Kunden ein und aus, die sich bei Wilhelm Wascheidt mit Lebensmitteln versorgen wollten. „Die Häuser existieren heute noch. Nur findet man dort andere Geschäfte“, sagt Stadtarchivar Hartmut Nolte. Die Fotografie aus dem Stadtarchiv erinnert auch an die kleine Baumreihe, die einst vor der Pfarrkirche gepflanzt wurde. Gefällt wurden sie schon lange vor dem aktuellen Umbau der Hauptstraße.

10. Dezember

10. Dezember: Weihnachtsstimmung verbreitet das Bild, das WAZ und Stadtarchiv für dieses Adventskalendertürchen ausgewählt haben. Wie das Schwarz-Weiß-Foto zeigt, wurde auch 1962 in der Adventszeit ein großer beleuchteter Weihnachtsbaum auf dem Platz vor dem Rathaus aufgestellt. In den den Platz säumenden Laubbäumen leuchten hell die Lichterketten. Im schmucken Altbau an der Ecke zur Jahnstraße hatte die Commerzbank ab 1958 ihre Filiale geöffnet. Das Eckhaus wurde in den Jahren 2010 und 2011 aufwendig saniert. Heute beherbergt es ein italienisches Restaurant. Daneben gibt das Bild aus dem Stadtarchiv den Blick auf den Ratskeller frei, der schon damals das Haus gegenüber des Rathausplatzes bezogen hatte. Hinter der erleuchteten Rathaus-Tanne blitzen die Wände des Stadtpavillons hervor. Dort bot viele Jahre ein Kiosk seine Waren an. Ein paar Meter weiter Richtung obere Hauptstraße, sieht man die Leuchtreklame des Heka-Kaufhauses zwischen den Tannenzweigen aufblitzen. Heute kehren dort die Heiligenhauser ein, die sich bei Dornemann mit neuen Schuhen eindecken möchten.

9. Dezember

9. Dezember: Einst eine Villa, heute ein Geschäftshaus im Herzen der Innenstadt: Die ehemalige Villa von Albert Kiekert an der Hauptstraße 175 zeigt das Bild, das sich hinter dem heutigen Fenster des Adventskalenders verbirgt. Erbaut wurde die schmucke Villa zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Teilhaber der Firma Arnold Kiekert und Söhne. Einige Jahrzehnte später diente das Haus von 1964 bis 1966 als Polizeiwache, die sogar zwei Arrestzellen im Keller beherbergte. Die Fotografie aus dem Stadtarchiv zeigt das Gebäude kurz vor dem Abriss im Juni 1966. Vor dem Domizil der Polizei parkt ein Polizei-Käfer mit Blaulicht auf dem Dach. Doch die Polizei zog aus, die hübsche Villa mit Fachwerk und Türmchen wurde dem Erdboden gleich gemacht und am Standort errichtete man einen Neubau für ein Kepa-Kaufhaus. Heute findet man an gleicher Stelle den DM-Markt. Die Polizei zog vor dem Abriss der Kiekert-Villa in einen Verwaltungsneubau neben dem Rathaus ein. Später bezog sie ihren heutigen Standort am Ende der unteren Hauptstraße – ebenfalls eine Kiekert-Villa.

8. Dezember

8. Dezember: Gewimmel auf dem Rathausplatz: Diese Aufnahme aus dem Stadtarchiv zeigt den Heiligenhauser Wochenmarkt im Jahr 1953. Wie aus den Unterlagen des Archivs hervorgeht, wurde 1922 in einer eigens eingerichteten Kommission die Einrichtung eines Wochenmarktes beraten. So wollte man jeweils mittwochs und samstags zwischen 7 und 13 Uhr die Bürger besser mit Lebensmitteln versorgen. Leider stieß die Idee offenbar auf wenig Gegenliebe bei Bürgern und auch Beschickern. Und so wurden die Markttage wieder abgeschafft. Im Mai 1940 startete die Stadt einen neuen Versuch. Vier Jahre später wurde der Markt jedoch erneut eingestellt. „Gegen Ende des Krieges war ein freier Handel kaum möglich“, so Stadtarchivar Hartmut Nolte. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt der Wochenmarkt eine Renaissance und geht bis heute immer mittwochs und samstags vor dem Rathaus über die Bühne.

7. Dezember

7. Dezember: An die Zeiten des „Hosenbengels“ erinnert die Tür, die wir heute im geschichtlichen Adventskalender öffnen. Das Haus mit dem einprägsamen Namen stand einst an der Hauptstraße 190/192. Das Bild aus dem Stadtarchiv zeigt die Situation im Jahr 1957. Damals gingen die Heiligenhauser in der Gastwirtschaft Peter Kappius und dem Eiscafé Angelo Pra ein und aus. Im Hintergrund sieht man das „Batzenhaus“, dessen Geschichte bis ins 17. Jahrhundert zurück reicht. Benannt wurde es nach einem früheren Besitzer – Johannes Batz. Bis in die 1920er Jahre wurde das Gebäude als Bauernhof genutzt, später wurden dort in einem Ladenlokal Lebensmittel angeboten. „Abgerissen wurde das ,Batzenhaus’ im Juni 1962“, zitiert Stadtarchivar Hartmut Nolte aus den Unterlagen des Archivs. Der angrenzende „Hosenbengel“ beherbergte in späteren Jahren diverse Bäckereien und wurde schließlich am 1. September 2008 abgerissen. Dort, wo einst der „Hosenbengel“ stand, wurde dann ein moderner Kubus errichtet.

6. Dezember

6. Dezember: Heute öffnet der WAZ-Adventskalender eine Tür in die Vergangenheit des Hauses „Im Reh“. Das Fachwerkgebäude stand an der Ecke Hauptstraße/ Kettwiger Straße. Die historische Aufnahme aus dem örtlichen Stadtarchiv zeigt den Blick nach Westen. Das Gebäude beherbergte einst eine Wirtschaft, die im 19. Jahrhundert von der Familie zum Hoff geführt wurde. Wie aus den Unterlagen des Archivs hervorgeht, bot die Familie später in dem Ladenlokal im Erdgeschoss Lederwaren bis ins Jahr 1906 an. Umgebaut wurde das Haus in den Jahren 1952/53. Im umgestaltete Domizil bot fortan Buchhändler Posner Lesestoff an. Später zog die Bücherquelle Brune in die Geschäftsräume ein. Auch nach dem Neubau des Hauses in den Jahren 1963/64 blieb die Bücherquelle Brune dem Standort nahe des Kirchplatzes treu. Bücher bot auch der Nachfolger Alexander Rüger an. Auch heute gibt es im Geschäft „Bücher und mehr“ noch Schmökerstoff für Leseratten.

5. Dezember

5. Dezember: Unser heutiges Adventskalender-Türchen erinnert an die Vergangenheit des Hauses, das heute die Gaststätte Aule Schmet beherbergt. Das Bild – vermutlich aus den 1960er Jahren – aus dem Stadtarchiv zeigt den Gebäudekomplex „Hangstein“ an der Hauptstraße 109a. Er gehörte einst zur Riegelfabrik Strenger. Im Windspiel auf dem Giebel wird die Jahreszahl 1873 angezeigt. „Das ist vermutlich das Baujahr des Hauses“, so Stadtarchivar Hartmut Nolte. Im vorderen Teil des Hauses befindet sich seit 1988 die „Aule Schmet“, im hinteren Bereich wechselten sich in den vergangenen Jahrzehnten verschiedene Handwerksbetriebe und Händler ab.

3. Dezember

3. Dezember: An einen der ersten Supermärkte im Stadtgebiet erinnert das Türchen, das Stadtarchiv und WAZ heute beim Adventskalender öffnen. Die Fotografie aus dem Jahr 1966 zeigt das Eckgebäude an der Hauptstraße 161 direkt am Rathausplatz. Erbaut wurde das Gebäude 1952 als Wohn- und Geschäftshaus. Kurz nach der Fertigstellung im Dezember 1952 bezog „Schätzlein“ das Ladenlokal im Parterre. Die 52 Quadratmeter großen Geschäftsräume daneben beherbergten fortan den Friseursalon Ströter-Martens. In den Stockwerken darüber befanden sich sechs Wohnungen. Wie aus den Unterlagen des Stadtarchis hervorgeht, wurde der Komplex 1988 für den Bau des Rathaus-Centers abgerissen. Das entstand auf diesem und angrenzenden Grundstücken im Folgejahr.

2. Dezember

2. Dezember: Mit unserem heutigen Türchen erinnert die WAZ gemeinsam mit dem Stadtarchiv an "Reh’s Hüsken", das einst etwas windschief an der Hauptstraße 211 stand. Das Schwarz-Weiß-Bild, das im Jahr 1957 aufgenommen wurde, zeigt das kleine Wohnhaus, das einst zum "Haus im Reh" gehörte. Auf dem Bild wird das im Jahr 1776 erbaute "Hüsken" vom verschieferten "Haus im Reh" auf der rechten und dem links angrenzenden Haus "Hagdorn" eingerahmt. Wie aus den Unterlagen des Stadtarchivs hervorgeht, wurde das kleine Fachwerkhaus im Januar 1957 abgerissen. Heute befindet sich an gleicher Stelle ein Gebäude mit Ladenlokal im Erdgeschoss und Wohnungen darüber.

1. Dezember

1. Dezember: Eine Tür mit langer Geschichte öffnet sich gleich mit dem ersten Motiv. Es zeigt die wunderschöne Holztür des evangelisch reformierten Pastorats an der Hauptstraße 206. Die reich verzierte Tür und auch die alte Zarge können auch heute noch bewundert werden. Das inzwischen verschieferte Haus wurde in den Jahren 1778 bis 1782 als Fachwerkgebäude errichtet. „Dort haben lange die Pastoren gewohnt, heute beherbergt es Gemeindeamt und Sakristei“, erklärt Stadtarchivar Hartmut Nolte.
Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben