Corona-Pandemie

Zurückhaltung bei Sprockhöveler Breitensportlern

Johanna turnt in der Halle an der Jahnstraße beim TuS Hiddinghausen. Doch die unbeschwerten Tage im Breitensport sind vorbei.

Johanna turnt in der Halle an der Jahnstraße beim TuS Hiddinghausen. Doch die unbeschwerten Tage im Breitensport sind vorbei.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  Noch laufen beim TuS Hiddinghausen in Sprockhövel die Breitensportangebote. Aber die Corona-Zahlen zeigen schon Wirkung.

Eigentlich ist ja alles nach den Sommerferien wieder angelaufen: Beim TuS Hiddinghausen in Sprockhövel mit seinem beliebten Breitensportangebot schien alles bestens, die Übungsleiter und die Teilnehmer waren motiviert, die Zwangspause nach dem Corona-Frühjahr hinter sich zu lassen. Doch nun steigen die die Infiziertenzahlen wieder. Und die Unsicherheit, ob Sport nicht zum Gesundheitsrisiko werden könnte, ist wieder da.

Manche Übungsleiter und Kursteilnehmer haben Bedenken

Die TuS-Vorsitzende Sonja Duggan konnte sich sich über mangelnden Zuspruch von Sportbegeisterten aus allen Generationen auch über die Grenzen des Ortsteils Hiddinghausen hinaus nie beschweren. „Unsere Angebote etwa fürs Mutter-Kind-Turnen oder den Reha-Sport bis hin zum Geräteturnen kam immer gut an“, sagt sie. Doch in den letzten Wochen mehren sich Gespräche, die Sonja Duggan und der Vorstand mit Übungsleitern führt, weil die zunehmend Bedenken haben. „Manche haben Sorge, ob sie die Regeln unseres Hygienekonzeptes immer garantieren können, aber sie fürchten auch grundsätzlich Risiken für die eigene Gesundheit“, sagt Duggan. Andererseits sind es auch Vereinsmitglieder und Kursteilnehmer selbst, die angesichts stetig steigender Coronafälle lieber zu Hause bleiben wollen.

Teilnehmer kommen im Sportdress

Und das sind nicht nur die Älteren, die Risikogruppen gehören: „Auch unser Mutter-Kind-Turnen wurde jetzt abgesagt“, so die Vorsitzende. Im Spätsommer waren die meisten Angebote draußen praktizierbar. Jetzt aber fokussiert sich alles wieder auf die Sporthalle an der Jahnstraße. Wie gesagt, zusammen mit dem Stadtsportbund hat der TuS ein vernünftiges Regelwerk beschlossen, das Gefährdungen weitgehend ausschließt: So kommen die Breitensportler zu Sitzfußball, Prellball oder Senioren-Aerobic von zu Hause im Sportdress und gehen nach der Veranstaltung auch wieder – ohne Umkleide und Dusche. In der Halle verteilen sich die ohnehin kleinen Gruppen mit Eineinhalb-Meter-Abstand zueinander über die Hallenfläche, es werden Desinfektionsmittel für alle Sportler bereit gehalten.

Stadt plant noch keine Hallenschließungen

Alle Reha-Angebote im Wasser beim TuS sind ausgefallen, der benachbarten TuS Hasslinghausen hat sein Kinderturnen mittwochs bei Jenny Sander gestrichen, berichtet Sonja Duggan. Nun schaut alles auf die Stadt Sprockhövel: „Wenn die Entwicklung der Corona-Pandemie dazu führt, dass die Sporthallen im Stadtgebiet geschlossen werden, wäre das natürlich für unsere Angebote sehr schlecht“, meint die Vereinsvorsitzende. Auf WAZ-Anfrage teilte Angelika Densow vom Sachgebiet Sicherheit und Ordnung mit, bislang gebe es keine Planung dieser Art, die nächste Sitzung des „Stabes für außergewöhnliche Ereignisse“, tagt am kommenden Freitag.

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