Kriminalität

Zahl rechter Straftaten steigt in Hattingen deutlich

Schmierereien mit rechtsradikalem Gedankengut wurden 2017 unter anderem in Hattingen Blankenstein an der Bahnstrecke entdeckt.

Foto: Fischer

Schmierereien mit rechtsradikalem Gedankengut wurden 2017 unter anderem in Hattingen Blankenstein an der Bahnstrecke entdeckt. Foto: Fischer

Hattingen/Witten.   Während die Zahl rechter Straftaten in NRW zurückgeht, ist sie im Ennepe-Ruhr-Kreis 2017 deutlich angestiegen. Vor allem in Hattingen und Witten.

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Die Zahl rechter Straftaten ist im Ennepe-Ruhr-Kreis stark gestiegen. Die innenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Verena Schäffer hatte eine Anfrage dazu im Landtag gestellt. Laut Statistiken des NRW-Innenministeriums ist die Zahl der rechten Straftaten landesweit von 4700 auf 3764 im Jahr 2017 gesunken.

„Der aktuelle Rückgang kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in Nordrhein-Westfalen weiterhin ein deutliches Problem mit Rechtsextremismus und Rassismus haben“, sagt Schäffer. „Alarmierend ist, dass im Gegensatz zur landesweiten Entwicklung die Anzahl politisch rechts motivierter Straftaten im Ennepe-Ruhr-Kreis von 65 Straftaten in 2016 auf 77 Straftaten 2017 gestiegen ist.“ Vor allem in Witten (25 auf 35) und auch Hattingen (8 auf 14) sind die Zahlen stark gestiegen.

Vor allem Schmierereien

Gewaltdelikte waren nicht darunter. „Es handelt sich vor allem um Graffiti“, erklärt Polizeisprecherin Sonja Wever. Schäffer betont: „Das muss für uns weiter der Ansporn sein, uns aktiv gegen Rechtsextremismus und Rassismus vor Ort zu engagieren.

Die Landesregierung ist in der Pflicht, die Kommunen dabei zu unterstützen.“ Deshalb müsse sie die kommunalen Konzepte im Programm „NRWeltoffen“ auch über das Jahr 2018 hinaus weiter fördern.

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