FRAU HOLLE

Wie Frau Holle das erste Kalenderfenster in Hattingen öffnet

Frau Holle schüttelt am Sonntag, 01. Dezember 2019, an einem Fenster des Alten Rathauses in Hattingen ihr Federbettkissen aus.

Frau Holle schüttelt am Sonntag, 01. Dezember 2019, an einem Fenster des Alten Rathauses in Hattingen ihr Federbettkissen aus.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Tradition hat in Hattingen die lebendig gewordene Frau Holle. Sie zieht mit einer Parade ins Alte Rathaus ein. Was Was genau passierte.

Sie ist wieder ins Alte Rathaus von Hattingen eingezogen, die lebendig gewordene Frau Holle. Hier öffnet sie am Sonntag Nachmittag um kurz nach fünf das erste Türchen des Alte-Rathaus-Kalenders. Mit einem, nun ja, Hilfsmittel.

Den Vorhang nämlich, der das erste Kalenderbild verdeckt, kann Frau Holle mit ihren Händen nur schwer greifen, daher nimmt sie irgendwann ihren Zauberstab zu Hilfe. Als das Kalenderbild dann um 17.04 Uhr tatsächlich enthüllt ist, gibt es lautstarken Applaus von den zahlreichen Anwesenden.

Aber auch ein Ehepaar aus Bergisch-Gladbach, 80 und 82 Jahre alt, will, Frau Holle sehen

Unter ihnen viele Familien mit kleineren Kindern wie die Neukams aus Dortmund, die mit ihren Söhnen Adrian (3) und Jonas (5) das erste Mal auf Hattingens Nostalgischem Weihnachtsmarkt zu Gast sind – „auf Empfehlung eines Kollegen“, so der Papa. Aber auch ein Ehepaar aus Bergisch-Gladbach, 80 und 82 Jahre alt, hat sich unter die Frau-Holle-Fans gemischt, „wir sind heute mit dem Bus zum Weihnachtsmarkt gefahren und wollten einmal sehen, was hier jetzt passiert“.

Nun: Ab 16.31 Uhr, als Frau Holle am Alten Rathaus ihrer Kutsche entstieg – nach der stimmungsvollen und von rund 60 Engeln, Rentieren, Nikoläusen und als Geschenke verkleideten Kindern der Tanzschule „Let’s Dance – Das Tanzstudio“ begleiteten Weihnachtsmarktparade -, passiert eine halbe Stunde lang: wenig.

Engelchen winken der Menge durch die Scheiben zu

Ein paar Mal öffnet sich zwar kurz ein Fenster des Alten Rathauses, ab und an winken auch Engelchen durch die Scheiben der Menge zu. Aber Frau Holle selbst zeigt sich dieser erst wieder um 17.01 Uhr. „Die verspätet sich ja genauso wie die Deutsche Bahn“, bemerkt schmunzelnd ein junger Mann.

Frau Holle stimmt stimmungsvolle Adventslieder an

Dann aber läuft alles perfekt: Frau Holle stimmt stimmungsvolle Adventslieder an, erzählt Klein (und Groß) die Geschichte vom Nikolaus, der nicht mehr weiß, was er den Kindern noch schenken soll (bis ihm der Weihnachtsengel sagt: „Schenke ihnen doch Geschichten“). Und schließlich lässt Frau Holle wie von vielen Kindern sehnlichst erwünscht noch Federn und Goldtaler auf den Untermarkt herabregnen.

Wer’s verpasst hat: Dies tut sie in diesem Advent ja noch weitere 23 Mal.

>>> FRAU HOLLES AUFTRITTE

Bis zum 24. Dezember öffnet Frau Holle täglich eines der weihnachtlich bemalten Täfelchen am Alten Rathaus am Untermarkt – und zwar jeweils um 17 Uhr.

Ausnahme : Am 24. Dezember beginnt der Frau-Holle-Auftritt bereits um 11 Uhr.

Zu diesem gehört es auch, dass die lebendig gewordene Märchengestalt mit den Anwesenden weihnachtliche Lieder singt, ihnen Geschichten und Gedichte vorträgt und aus ihrem Federbettkissen über dem Untermarkt Goldtaler und andere süße Köstlichkeiten schneien lässt.

Eine Fotostrecke zu Frau Holle finden Sie hier:

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