Versicherung

Wer für Sturmschäden am Auto haftet - der TÜV klärt auf

Bricht im Sturm ein Ast ab und beschädigt das Auto, sollten Autobesitzer einiges beachten.

Bricht im Sturm ein Ast ab und beschädigt das Auto, sollten Autobesitzer einiges beachten.

Foto: Thomas Schmidtke / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Bei Stürmen im Herbst kann es zu Schäden an Autos kommen. Bernd Breu vom TÜV in Hattingen weiß, wie Autobesitzer im Schadensfall handeln sollten.

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Sturmtief Mortimer richtet in seiner „Geburtsstadt“ Ende September keine größeren Schäden an, dennoch haben Autobesitzer immer ein wachsames Augen auf ihren Pkw, wenn Äste und andere Gegenstände durch die Luft peitschen. Zwar kam das Tief aus England, die Namensgeberin jedoch aus Hattingen. Bernd Breu von der TÜV-Station Hattingen gibt Tipps, worauf Autobesitzer bei Sturmschäden achten sollten.

Teilkasko greift ab Windstärke 8

Er rät bei Schäden gleich ein Sofortgutachten anfertigen zu lassen. Schon eine Teilkasko-Versicherung sichert Sturmschäden ab. Ein Sturm gilt aber erst ab Windstärke 8 als Sturm. Bei einem Schaden sei es deshalb sinnvoll, die Schadensmeldung mit den Angaben des Wetteramtes zu ergänzen.

Vorteile der Vollkasko

Die Vollkasko-Versicherung kommt bereits für Schäden bis Windstärke 7 auf. Auch wer gegen einen Baum oder Ast fährt, der bereits länger auf der Straße liegt, ist durch die Vollkasko abgesichert. „Bei einem Sturmschaden ab Windstärke 8 ist es meist ratsam, ihn über die Teilkasko-Versicherung abzuwickeln, da diese keine Rückstufung vornimmt und die Selbstbeteiligung oftmals geringer ausfällt“, rät der Experte.

Haftung von Grundstücksbesitzern

Für Bäume, die sich auf Privatbesitz befinden, sind die Grundstücksbesitzer verantwortlich. Sie haften aber nur, wenn sie den Zustand ihrer Bäume nicht regelmäßig kontrolliert haben. Das Gleiche gilt bei herabfallenden Dachziegeln. Ein Anspruch entsteht also nur bei Verletzung der Verkehrssicherungspflicht. Bricht hingegen von einem gesunden Baum ein Ast ab oder fällt dieser bei einem starken Sturm um, so wird dies als höhere Gewalt angesehen. Gleiches gilt bei Baustellen: Beschädigen nicht fachgerecht gesicherte Baustellenschilder ein Fahrzeug, haftet der Aufsteller.

Schnellere Gutachten

Bei Gutachten war es bisher nötig, dass ein Schadensgutachter vor Ort das Fahrzeug persönlich in Augenschein nimmt. Jetzt sind die TÜV-Experten per Smartphone direkt mit dem Schadengutachter im Sachverständigenzentrum verbunden und können den Schaden aufnehmen. TÜV Nord Schadenhotline 0800 80 69 600 oder www.tuev-nord.de/unfall.

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