SKAT

Wenn die Skatgruppe der KAB Blankenstein um Cents spielt

Er ist Gründungsmitglied der Skatgruppe der KAB Blankenstein: Hans-Jürgen Walbruch (84).

Er ist Gründungsmitglied der Skatgruppe der KAB Blankenstein: Hans-Jürgen Walbruch (84).

Foto: Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Die Skatgruppe der KAB Blankenstein feiert in diesem Jahr 40-jähriges Bestehen. Einer ist bei den wöchentlichen Treffen seit den Anfängen dabei.

Jeden Mittwoch um halb zehn trifft sich die Skatgruppe der KAB Blankenstein zum gemeinsamen Spiel. Und das seit mittlerweile 40 Jahren. Der Termin hat sich seit Anbeginn nicht geändert. Sogar ein Gründungsmitglied der Gruppe sitzt heute im Gemeindehaus an der Vidumestraße noch mit am Tisch: Hans-Jürgen Walburg (84). Er ist jeden Mittwoch aufs Neue froh über die gute Stimmung in der Skatgruppe.

Jeweils vier Spieler sitzen zusammen an einem Tisch. Schon beim ersten Blick in den Raum fällt auf: Es herrscht ein reges Treiben. Karten fliegen auf den Tisch – mal mehr, mal weniger energisch. Zwischendurch fällt immer mal wieder ein humorvoller Spruch.

Verlierer nehmen ihre Niederlagen hier stets mit Humor

„Heute wäre ich wohl besser zu Hause geblieben“, sagt einer der Spieler im Raum. Er scheint an diesem Tag keinen guten Lauf zu haben; Spaß macht’s ihm trotzdem. Überhaupt nehmen die Verlierer ihre Skatniederlagen hier stets mit Humor. Auch wenn sie sich mal einen neckischen Spruch der Mitspieler gefallen lassen müssen. „Ihr müsst noch zahlen, vorher wird nicht gespielt“, wirft etwa Jürgen Gehrmann (82) lachend in den Raum.

Mit großen Summen spielen die Skatfreunde der KAB Blankenstein natürlich nicht. Aber jeder Spieler hat mehrere Centmünzen neben sich liegen, die den Einsatz bilden. Es soll ja schließlich auch um etwas gehen.

Skatspieler müssen strategisch und vorausschauend agieren. Lohnt sich ein Bluff? Wie sieht wohl das Blatt des Gegenspielers aus?

Es kommt ein schnelles Spiel zustande

Auch Hans-Jürgen Walburg denkt kurz nach, bevor er die nächste Karte spielt. Jedoch sieht das Ganze bei ihm und den anderen Spielern der Skatgruppe ziemlich einfach aus. Routiniert sind sie, wissen auch ohne lange zu überlegen, welche Karte sie als nächstes spielen müssen. So kommt ein schnelles Spiel zustande.

Eigentlich kein Wunder; schließlich treffen sich die meisten von ihnen schon seit vielen Jahren zum Skatspielen. „Wenn die anderen tanzen gingen, habe ich Skat gespielt“, blickt etwa Werner Stanko (86) schmunzelnd auf seine Jugend zurück.

Zu Ostern gibt es bunt bemalte Eier als Prämie

Drei Mal im Jahr veranstaltet die Skatgruppe der KAB Blankenstein auch ein Turnier, darunter meistens eines zu Ostern, eines zu Weihnachten. Die Veranstaltungen werden dann der jeweiligen Feierlichkeit angepasst. So gibt es beispielsweise zu Ostern bunt bemalte Eier als Prämie. In diesem Jahr gab es anlässlich des 40-jährigen Bestehen natürlich noch ein zusätzliches Turnier.

Blickt man heute noch mal auf das Gründungsjahr 1979 zurück, so war Hans-Jürgen Walburg damals der „Frischling“ in der Gruppe, wie er sagt. Aufgrund günstiger Arbeitszeiten hatte er das Glück, an der morgigen Skatrunde teilnehmen zu können.

Schon im Jugendalter hatte er also die Chance, sich von den erfahrenen Skatspielern Tipps und Tricks abzuschauen.

Können allein ist nicht alles

Jedoch ist Können allein nicht alles. Beim Skatspielen gehört auch stets eine gehörige Portion Glück dazu. Schließlich kann niemand beeinflussen, wer am Ende das beste Kartenblatt auf der Hand hat. So sagt ein bekanntes Sprichwort: „Beim Skat und in der Lotterie, wer gewinnt, das weiß man nie.“

>>> KAUM JUNGER NACHWUCHS IN DER GRUPPE

Die Altersstruktur der Skatgruppe in Blankenstein liegt bei 79 Jahren. Aufgrund des frühen Spielbeginns ist junger Nachwuchs in ihrer Gruppe selten.

Die Mitglieder wünschen sich aber verstärkte Werbung, um auch junge Spieler anzuregen, an ihrer wöchentlichen Runde teilzunehmen – jeweils mittwochs um 9.30 Uhr im Gemeindehaus an der Vidumestraße 22.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben