Blaulicht

Warum Sonntagabend viel Blaulicht in Hattingen unterwegs war

Die Feuerwehr ist am Sonntagabend in Hattingen zu einem Einsatz ausgerückt.

Die Feuerwehr ist am Sonntagabend in Hattingen zu einem Einsatz ausgerückt.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Eine Rauchentwicklung in Hattingen rief Einsatzkräfte der Feuerwehr auf die Straßen. Verstärkung kam aus vielen Richtungen – und einem Grund.

Am späten Sonntagabend war viel Blaulicht auf den Straßen in der Hattinger Innenstadt und im Rauendahl unterwegs. Immer wieder ertönten erneut Martinshörner. Was dahinter steckte.

Gegen 21.45 Uhr fuhr die Feuerwehr Hattingen zu einem gemeldeten Einsatz an einem Hochhaus in der Berliner Straße. „Dort hatte eine Frau auf einem Balkon eine ungewöhnlich hohe Rauchentwicklung entdeckt“, erzählt Feuerwehr-Sprecher Jens Herkströter. Ein Brandherd war vor Ort allerdings nicht festzustellen, so dass die Einsatzkräfte schnell wieder abrücken konnten.

Ergänzungseinheiten rücken neben Löschzügen aus

Die waren in großer Anzahl erschienen, was mit dem Objekt zusammenhängt. „Wenn ein Brand auf einem Balkon gemeldet wird, könnte er auf das Gebäude übergreifen“, erklärt Herkströter. Deshalb rückt die Feuerwehr in hoher Mannschaftsstärke aus. Neben der Hauptwache ist parallel der Löschzug Mitte der Freiwilligen Feuer ausgerückt. Zudem wurden sogenannte Schutzzielergänzungseinheiten alarmiert, die nach und nach zum Einsatzort fuhren. So kam es immer wieder zu neuem lautstarken Alarm auf den Straßen.

Die Schutzzielergänzungseinheiten werden - wie der Name schon verrät - zum Schutze eines Objektes angefordert, was durch einen Brand gefährdet ist. Zehn Personen sollen laut Feuerwehr innerhalb von acht Minuten vor Ort sein. Rückt ein Einsatzwagen aus der Wache mit acht Personen aus, kommen kleine Sprinter zusätzlich hinzu. Darin ist Platz für zwei Personen, die sich mit Atemmasken ausstatten können, um bei Eintreffen im Notfall direkt mit in ein verrauchtes Gebäude zu gehen.

Sprinter an drei Standorten positioniert

„Die sind über das Stadtgebiet verteilt, werden aber alle gleichzeitig alarmiert. Die Verfügbarkeit ist nicht bekannt“, so Herkströter. Die zusätzlichen Einheiten kommen von drei Standorten: Aus Niederwenigern, Blankenstein und Bredenscheid. Da sie nicht alle gleichzeitig eintreffen, aber parallel ausrücken, verteilte sich das Heulen der Martinshörner über mehrere Minuten.

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