FERIENBETREUUNG

Warum Hattingen ein Ferienbetreuungskonzept bekommen soll

Der Anmeldetermin für den Hattinger Ferienspaß – hier einige Teilnehmer 2018 beim Besuch des Abenteuerspielplatz am Zippe – soll vorverlegt werden. Das fordert die CDU-Fraktion in einem Ratsantrag.

Der Anmeldetermin für den Hattinger Ferienspaß – hier einige Teilnehmer 2018 beim Besuch des Abenteuerspielplatz am Zippe – soll vorverlegt werden. Das fordert die CDU-Fraktion in einem Ratsantrag.

Foto: Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Die Hattinger CDU-Fraktion fordert in einem Ratsantrag eine verlässliche Vormittagsbetreuung auch in der unterrichtsfreien Zeit. Die Gründe:

Für Eltern mit Kindern im Grundschulalter künftig auch in den Ferien eine verlässliche Vormittagsbetreuung anzubieten: Dies fordert die Hattinger CDU-Fraktion in einem Antrag zur Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag.

Jährlich „60 bis 70 unterrichtsfreie Werktage“

In den meisten Familien seien heutzutage beide Eltern berufstätig, sagt CDU-Fraktionschef Gerhard Nörenberg. „Die Gesellschaft hat sich hier gewandelt.“ Insbesondere, wenn einer der Partner nur in Teilzeit arbeitet, werde in der Grundschule oft die „Verlässliche Vormittagsbetreuung“ gewählt. Bei der werden stadtweit aktuell 328 Erst- bis Viertklässler von 8 bis gegen 13.20 Uhr betreut – indes nur während der Unterrichtstage. Und genau das, so Nörenberg, sei für Familien ein Problem. Denn selbst der Jahresurlaub beider Elternteile reiche nicht aus, um die Kinder an den jährlich „60 bis 70 unterrichtsfreien Werktagen“ zu betreuen.

Erschwerend hinzu kommt nach Ansicht der Christdemokraten der späte Anmeldetermin für Aktionen des Hattinger Ferienspaßes im Frühjahr vor den jeweiligen Sommerferien. Erhalten Eltern für ihr Kind bei dem jetzt bestehenden Verfahren für die gewünschte(n) Aktion(en) keine Zusage, können sie die so entstehende Betreuungslücke oft kaum mehr auffangen, da in vielen Firmen der Jahresurlaub im Dezember terminiert werden müsse, so Nörenberg.

Ferienbetreuung muss für Eltern langfristig im Vorfeld planbar sein

„Es muss auch in den Ferien eine verlässliche Betreuung für Kinder geben“, betont er. „Zudem muss die Ferienbetreuung für Eltern langfristig im Vorfeld planbar sein.“

Hier nach einer Lösung zu suchen, das hatten Eltern bei der jüngsten CDU-Bürgerveranstaltung unter dem Motto „Wo drückt der Schuh?“ angeregt. Insbesondere die CDU-Stadtverordnete Ulrike Brauksiepe hatte dabei mit Betroffenen gesprochen.

Natürlich sei es „zumutbar, dass auch Eltern ihre Kinder in den Ferien betreuen“. Auch habe Hattingen „einen tollen Ferienspaß, und den wollen wir mit unserem Vorstoß auch keineswegs kaputtmachen“, betont Brauksiepe.

Selbst bei Zusage für gewünschten Ferienspaß-Aktionen können Betreuungslücken entstehen

Doch neben der lange bestehenden Planungsunsicherheit infolge des späten Anmeldetermins für den Ferienspaß hätten Eltern sie darauf aufmerksam gemacht, dass für sie mitunter selbst bei einer Zusage für die gewünschten Aktionen Betreuungslücken entstehen. Wenn nämlich der Arbeitsbeginn einige Zeit vor dem Start der Ferienspaß-Aktion liegt.

Bis zu den Osterferien 2020 solle die Verwaltung einen Lösungsvorschlag oder zumindest ein Übergangslösung erarbeiten, „wie Betreuung im zeitlichen Umfang der Verlässlichen Vormittagsbetreuung bedarfsabhängig auch in den Ferien angeboten werden kann“: Dies fordert daher die CDU in ihrem Antrag. Die Verwaltung solle dabei auch prüfen, ob die Anmeldungen für mehrtägige Ferienspaß-Aktionen auf Dezember vorgezogen werden können.

Stadt wartet die Beschlussfassung ab

Bei der Stadt wartet man derweil ab, wie sich die Stadtverordnetenversammlung positioniert. „Was zur Absicherung möglich ist“, heißt es aus der Pressestelle, „wird seitens der Verwaltung nach entsprechender Beschlussfassung geprüft.“

>>> THEMA IM RAT

Die Stadtverordnetenversammlung tagt am Donnerstag, 10. Oktober, ab 17 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses.

Der CDU-Antrag ist der 19. Punkt der Tagesordnung.

Die Sitzung ist öffentlich.

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