Henrichs

Wahnwitzig lustige Schnittchen-Nacht

Mit tosendem Applaus honorierte das Publikum den gelungenen Abend der Comedians.

Foto: Manfred Sander

Mit tosendem Applaus honorierte das Publikum den gelungenen Abend der Comedians. Foto: Manfred Sander

Hattingen.  Nachtschnittchen kommen mit Humor und musikalischem Können daher. Mischung von genialen Comedians ließen Lachfältchen tiefer werden.

Ein Höhepunkt des Humors, die Nachtschnittchen am Dienstagabend im Henrichs. Es gibt wohl niemanden, der nach der Veranstaltung nicht ein paar Lachfältchen mehr hat. Eine perfekte Mischung von Humor, Witz, schrägen Gedanken und musikalischem Können. Der Sparkasse sei Dank, sie präsentierte „Best of Nachtschnittchen“.

Jede Ansage wird zur Show

Fünf Künstler gehen an den Start, professionell angekündigt von Helmut Sanftenschneider, der aus jeder Ansage eine Show machen kann. Zweimal an dem Abend gab es Fischer (nein, nicht Helene), Frank und Armin. Schnellsprecher und -denker Kai Magnus Sting nimmt alles genial aufs Korn: Familie, Nachbarn, Situationen.

Lisa Feller wartet erst die Stimmung im Publikum ab, um dann aus dem Vollen zu schöpfen. Beschreibt Alltagssituationen dermaßen humorvoll und treffend, dass sich jeder wiederfindet.

Die Haare vorne gut geschnitten

Matthias Jung macht Spaßpädagogik für die ganze Familie, nimmt die Generation „Teenietus“ auseinander und beschreibt zum Brüllen komisch, wie zerrissen Kinder in der Pubertät sind. Armin Fischer kombiniert geistreich und witzig seine Kunst am Klavier mit seinen „Erfahrungen“ auf einem Luxusdampfer zum Nordkap.

Super gestylt habe er sich für seinen Auftritt in Hattingen, sagt er, sei extra auch noch zum Frisör gegangen. Der habe vorne die Haare ja gut geschnitten, aber hinten ein richtiges Loch reingesäbelt. Er dreht den Hinterkopf zum Publikum, und zu sehen ist eine beginnende „Pläte“. Völlig aberwitzig, so einen Witz zu reißen, weil sein Outfit mehr als elegant und seriös daherkommt mit Smoking und Schwalbenschwanz.

Dann bringt er Geniales auf dem Klavier zustande, begleitet sein Können immer mit völlig verrückten Erzählungen. „Ich habe für die Kreuzfahrt zum Nordkap einen tollen Vertrag unterschrieben. Ich musste nur spielen bis zum Sonnenuntergang. Als nach 24 Stunden die Sonne immer noch nicht untergegangen war, habe ich gemerkt, es war ein Knebelvertrag.“

Kampf gegen die Pfunde

Lisa Feller schildert ihre Erfahrungen im Kampf gegen zu viele Pfunde. Probiert habe sie so ein Pulver zum Anrühren, ob das auch schon andere hier im Saal getrunken hätten, will sie wissen. Das habe so scheußlich geschmeckt, ohne viel Zucker sei das gar nicht zu genießen. Dann nimmt sie die Atmosphäre in der Umkleidekabine einer bekannten Kaufhauskette unter die Lupe. Sie komme ja aus Münster, wo auch der beliebte Krimi herstamme. Sie überlege, ob die Aufnahmen in der Pathologie in den Umkleidekabinen mit dem grellen Licht gemacht worden seien.

Frank Fischer beschäftigt unter anderem das Problem der neuen wasserlosen Urinale. „Früher nannte man das Baum“, stellt er trocken fest. Fasziniert ist er auch von den Toilettenbrillen, die sich drehen, und gesteht, darauf sei er auch schon mal eine Runde mitgefahren. Eine wahnwitzig lustige Schnittchen-Nacht mit positiver Langzeitwirkung.

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