Nahverkehr

Viele Fahrgäste haben Verständnis für den Streik

Geschlossen war am Freitag auch das Kundencenter der Bogestra, das von Verdi bestreikt wurde.Foto:Fischer

Geschlossen war am Freitag auch das Kundencenter der Bogestra, das von Verdi bestreikt wurde.Foto:Fischer

hattingen.   Bürger hatten sich am Freitag auf die Situation eingestellt. Sie fühlen sich gut informiert durch die WAZ und andere Medien.

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„Man kann sich darauf einstellen“, sagt Lucia Decker zum Streik der Bogestra am Freitag. Die 15-Jährige hat Verständnis dafür, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Geld haben möchten. Wenn das den eigenen Fahrplan durcheinanderbringt, „dann ist das eben so“ für die Schülerin. Viele reagieren gestern ähnlich gelassen, was die eigenen Einschränkungen angeht.

Fahrgäste, die auf Busse der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr angewiesen waren, mussten schon am Dienstag mit der Streiksituation zurechtkommen. Am Freitag legte die Bogestra nach und verlangte ihren üblichen Kunden Flexibilität ab. Die stellten sich auf die angekündigte Situation ein. Auf dem Weg zum Busbahnhof leuchtete ihnen ein rotes Streikschild an der Tür des Bogestra-Kundencenters entgegen.

Wochenende vorgeschlagen

„Man konnte sich im Vorfeld darauf einstellen“, sagt auch Mareike Gottwald, die nach Niederwenigern zur Arbeit muss. Sie fühlt sich gut informiert durch die WAZ und andere Medien und hat das Glück, sich mit Arbeitskollegen abstimmen zu können. Wofür im Detail gestreikt wird, weiß sie nicht, findet es aber grundsätzlich nicht schlecht, wenn Menschen ihren Forderungen Nachdruck verleihen.

Jörg Rupert fragt sich, ob nicht am Wochenende gestreikt werden könnte. Darauf angesprochen, ob er sich eine bessere Absprache und Koordination wünschte, statt dass unterschiedliche Unternehmen an verschiedenen Tagen nicht fahren, sagt der 48-Jährige, dass auch an normalen Tagen die Koordination etwa der Kontrolleure verfehlt sei. Dann seien auch viele in relativ leeren Zügen und wenige in vollen unterwegs.

Strecken zu Fuß gelaufen

Der 78-jährige Horst Wesemann reagiert ebenfalls verständnisvoll für die Anliegen der Streikenden. Das gilt auch für Julia Hewelt. Die geborene Hattingerin studiert in Gelsenkirchen Betriebswirtschaft. Sie ist nach Essen gezogen und nutzt öffentliche Verkehrsmittel. Sie ist vor ein paar Tagen auch Strecken zu Fuß gelaufen, als in Essen gestreikt wurde. Ein einzelner Taxifahrer will keine Auskunft darüber geben, ob am Freitag mehr Fahrgäste bei ihm einsteigen als Folge des Streiks.

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