Soziales

Vereine packen Weihnachtspäckchen für Obdachlose in Hattingen

Warme Schals, Kosmetikartikel, Schokolade und Konserven packen Regina Schlesies, Kay Kuhnert und Holger Brandenburg in Päckchen. Foto:Jürgen Theobald

Warme Schals, Kosmetikartikel, Schokolade und Konserven packen Regina Schlesies, Kay Kuhnert und Holger Brandenburg in Päckchen. Foto:Jürgen Theobald

Hattingen.  Die Kleiderkammer in der alten Feuerwache arbeitet mit „Unsichtbar“ zusammen. Der Verein unterstützt arme Menschen und sammelt für einen Bus.

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Auf dem Tisch stapeln sich warme Mützen, Handschuhe und Schals. Außerdem haltbare Konserven und Schokolade. Regina Schlesies, Werner Koltes und viele andere Helferinnen und Helfer von der Hilfsorganisation Alte Feuerwache, deren Augenmerk Menschen mit wenig Geld gilt, füllen Schuhkartons mit den Sachen und machen daraus liebevoll verpackte Weihnachtspäckchen für Obdachlose, die für ein Stück Lebensqualität sorgen sollen.

Für die Aktion, die zum ersten Mal in Hattingen läuft, haben sie sich mit dem Verein „Unsichtbar“ zusammengetan, unterstützt von Diakonie und der Abteilung Soziales der Stadt, um Obdachlose zu unterstützen, deren Zahl in Hattingen stark gestiegen ist und inzwischen bei 20 liegt. Die Betroffenen ziehen an der Werksstraße in einen bisher von Flüchtlingen belegten Container. Die Geschenke sollen am 4. Dezember verteilt werden. Doch nicht nur die Weihnachtspäckchen sind Holger Brandenburg und Kay Kuhnert von „Unsichtbar“ ein Anliegen. Die beiden Vereinsvertreter aus Gevelsberg wollen auch wissen, wo sie vor Ort sinnvoll ansetzen können um zu helfen. Ein Anliegen ist ihnen auch, ihren eigenen, im dritten Jahr existierenden Verein bekannter zu machen und mit anderen Helfern zu kooperieren.

Die Weihnachtsgeschenke sollen Freude bereiten. Doch Holger Brandenburg geht es auch darum, dass der Personenkreis das ganze Jahr über nicht unsichtbar für die Gesellschaft bleibt, sondern diese die Probleme wahrnimmt – und hilft. Deshalb sammelt der Verein auch Spenden für einen Bus, in dem die Helfer bei Kälte auf einen Tee oder eine heiße Suppe einladen, Obdachlose in eine Unterkunft bringen, Sachen transportieren, Familien mit Kindern einen schönen Tag bereiten oder Obdachlose zur Kleiderkammer bringen können, um sie mit warmen Kleidungsstücken zu versorgen. Abgesehen von der Weihnachtsaktion, die speziell Obdachlose im Blick hat, hilft „Unsichtbar“ allen Menschen mit wenig Geld. Auch denen, die knapp über Hartz IV-Sätzen liegen, ihren Kindern aber keine warmen Schuhe kaufen können. Die besorgt Brandenburg spontan, wenn es die Situation erfordert. „Dafür braucht der Verein Geld.“

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